Reisebaustein Komodo 8. September 2015

Ein Selbsttest in Indonesien

WORLD INSIGHT

Probieren geht über Studieren, dachten sich WORLD INSIGHT-Produktmanagerin Alexandra Schmitt und ihr Freund. Kurzerhand buchten sie selbst die Reisebausteine von WORLD INSIGHT Individuell und besuchten Warane auf Komodo!

Mein Freund und ich wollten in Indonesien gerne ohne Gruppe reisen und unser Tempo selbst bestimmen. Also haben wir einige der Reisebausteine von WORLD INSIGHT Individuell einmal selbst ausprobiert, um den größten Inselstaat der Erde kennenzulernen.


Das Konzept der Bausteine

Das Konzept von WORLD INSIGHT Individuell funktioniert einfach und unkompliziert! Unsere Reisebausteine sind in der Regel 2-4 Nächte lang und beinhalten neben Transfers und Übernachtungen auch Ausflüge oder Begegnungen mit Einheimischen, sodass Sie Ihr jeweiliges Reiseziel facettenreich erleben. Gemeinsam mit unseren Länderexperten kombinieren Sie diese zu einer Rundreise ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen. Vor Ort müssen Sie sich außer dem Entdecken und Erleben des Landes um nichts mehr kümmern! Während der verschiedenen Ausflüge begleiten Sie in der Regel englischsprachige Guides, die Ihnen mit Herz und Verstand ihr Land näher bringen.

Natürlich kenne ich unsere angebotenen Bausteine in- und auswendig, aber auch mein Freund sollte Mitspracherecht bei der Reiseplanung haben. Also haben wir uns abends zusammengesetzt und mit einigen Klicks auf der Website von WORLD INSIGHT Individuell unseren Reiseplan zusammengestellt: Neben den Inseln Sulawesi und Bali ging es für uns auch in den Komodo-Nationalpark, wo ein Besuch bei den größten lebenden Echsen der Welt ein echtes Abenteuer verspricht!


Alle Mann an Deck

Schon der Ausblick beim Anflug auf die Inselgruppe ist atemberaubend

Schon der Ausblick beim Anflug auf die Inselgruppe ist atemberaubend

Bereits die Ankunft auf der Insel Flores, dem Tor zum Komodo-Nationalpark, ist aufregend: Meist wird die Insel mit Propellerflugzeugen angeflogen, aus deren Fenstern sich beim Landeanflug bereits erahnen lässt, welches Kunstwerk die Natur hier erschaffen hat! Hunderte grüne Berge ragen aus dem türkisfarbenen Wasser und bilden ein farbenprächtiges Ensemble. Am Flughafen wartet schon unser Guide Agus auf uns, der mit seinem Cowboyhut und einem gewinnenden Lächeln sofort sympathisch wirkt. Mit seinen Lieblingswitzen unterhält er uns den kurzen Weg bis zum Hafen hinunter, wo bereits das Holzboot vor Anker liegt, mit dem wir die nächsten drei Tage unterwegs sein werden. Kapitän Mustafa, sein Bruder und sein 12-jähriger Sohn, der Schulferien hat und seinen Vater deshalb begleiten darf, empfangen uns herzlich und zeigen uns stolz ihr Reich. Auch wenn alle drei nur Indonesisch sprechen, klappt eine Verständigung mit Händen und Füßen und natürlich mit Hilfe von Agus immer problemlos. Das Boot ist einfach, hat aber alles, was man braucht: eine Toilette mit Meerwasser aus einem Bottich als Spülung, Süßwasserkanister zum Waschen, eine Kabine mit Hochbett und ein Deck mit Sonnenschutz, wo gegessen, geredet, gelacht und aufs Meer geschaut wird. Es dient uns beiden und der dreiköpfigen Crew für die nächsten Tage als schwimmendes Heim.

Erste Abenteuer auf Rinca

Waran_züngelnd

Besonders rarer Schnappschuss: Ein Waran zeigt uns seine gespaltene Zunge

An unserem ersten Tag nehmen wir Kurs auf Rinca, die zweite Insel, auf der neben Komodo die berühmten Warane leben. Während wir über das glasklare Wasser schippern, erklärt Agus uns mit halb ernster und halb belustigter Miene, was zu tun ist, wenn ein Waran, der für kurze Zeit immerhin bis zu 18 km/h schnell laufen kann, zu nahe kommt. Dann ist nämlich Zickzacklauf angesagt, denn Warane selbst können nur geradeaus laufen und sind vom ständigen Richtungswechsel verwirrt. Es sei vorab gesagt, dass wir diese Lauftechnik nicht anwenden mussten, da die Warane sich von unserer Anwesenheit in ihrer Alltagsroutine und beim Sonnenbaden nicht haben stören lassen. Auf Rinca angekommen machen wir uns mit Christos, unserem Ranger, auf, die Insel zu erkunden. Es leben immer einige Ranger für zwölf Tage am Stück in kleinen Holzhäusern auf Pfählen, bevor sie abgelöst werden.

Da die Ranger in dieser Zeit natürlich auch etwas kochen, duftet es öfter nach Essen – und den Waranen entgehen die köstlichen Gerüche nicht. Ein Grund, warum einige der Echsen sich gerne in der Nähe der Pfahlhäuser aufhalten. Gefüttert werden dürfen die Kolosse aber nicht, sie müssen ihre Mahlzeiten in Form von Wildschweinen und Rehen selbst jagen. Auf der Wanderung mit Christos entdecken wir noch weitere Exemplare, die gemächlich in der Sonne liegen und sogar eine Kobra kreuzt unseren Weg, verschwindet aber schnell im Gebüsch als sie unsere Schritte bemerkt. Die Länge der Wanderungen ist übrigens flexibel, Christos schlug uns drei Routen unterschiedlicher Dauer vor. Meistens entschieden wir uns aber für die mittlere, denn für lange Wanderungen war es uns dann doch etwas zu heiß. Die Nacht verbringen wir auf dem Wasser, gemeinsam mit weiteren Booten ankern wir an einer schönen Stelle, wo die Sonne orangerot wie auf einer Postkarte hinter der nächsten Insel versinkt. Zwar gibt es an Bord des Bootes auch eine Kabine, doch wir schlafen lieber an Deck unter dem Sternenhimmel.

Warane in luftiger Höhe

Am nächsten Morgen weckt die Sonne uns bereits um halb sechs und nach Toast mit Marmelade und frisch zubereiteten Bananenpfannkuchen sind wir bereit, auf der Insel Komodo weitere Warane aufzuspüren.

Ein Frühstück auf Deck kräftigt uns für den kommenden Tag

Ein Frühstück auf Deck kräftigt uns für den kommenden Tag

Aufgrund des Genpools, der sich unter den Inseln nicht vermischt, sind die Exemplare auf Komodo größer als ihre Artgenossen auf Rinca – sie können bis zu drei Meter lang werden! Unser Guide ist auch hier nur mit einem Holzstock, der unten gabelförmig auseinandergeht, bewaffnet, falls einer der Warane sich ein wenig zu sehr für uns interessieren sollte. Gleich zu Beginn unserer Wanderung macht er uns auf einen offenbar toten Baumstamm aufmerksam: Auf den ersten Blick können wir nichts entdecken, aber bei genauerem Hinsehen sieht man in luftiger Höhe den kleinen Kopf eines nur wenige Monate alten Warans aus einem Loch in der Rinde hervorlugen.

Ein junger Waran versteckte sich doch glatt weit oben, in einem Astloch

Der junge Waran versteckte sich doch glatt weit oben, in einem Astloch

Der kleine Kerl muss vorsichtig sein und sich vor seinen ausgewachsenen Artgenossen verstecken, die aufgrund ihrer kannibalischen Veranlagung nicht davor zurückschrecken, auch Verwandte zu verspeisen. Da kleine Warane aber sehr flink sind und klettern können, haben sie gute Chancen sich vor den schwerfälligeren, ausgewachsenen Tieren in Sicherheit zu bringen. Eine besondere Herausforderung ist es, die lange Zunge der Echsen, die ab und zu aus dem Maul schnellt, auf Fotos einzufangen.

Ausklang an Pink Beach und Fledermausinsel

Nach diesen spannenden Erlebnissen an Land, heißt es wieder „Leinen los“ und auf zum Pink Beach, einem Traumstrand, der seinen Namen winzigen Korallenteilchen verdankt, die dem Sand einen leicht rosafarbenen Schimmer verleihen. Mit Schnorchel und Flossen lässt es sich wunderbar durch das klare Wasser schwimmen und die Korallen und bunten Fische beobachten. Sogar ein kleiner Rochen lässt sich blicken: Nicht umsonst gelten die Gewässer rund um den Komodo-Nationalpark als einer der besten Tauch- und Schnorchelspots der Erde! Dieser Fakt bestätigt sich als wir Manta Point erreichen, denn mit etwas Glück sieht man die majestätischen Mantarochen hier über den Meeresboden gleiten. Und tatsächlich! – Die schwarzen Umrisse lassen sich bereits von Bord erkennen, also springen wir schnell ins Wasser und schwimmen ein paar Runden mit den imposanten Tieren.

Strand

Traumstrände wie dieser sind im Inselparadies Indonesien keine Seltenheit

Zum Abschluss des Tages fahren wir dieses Mal zur „Fledermausinsel“: Bei Sonnenuntergang fliegen tausende Fledermäuse los, um auf Nahrungssuche zu gehen – ein beeindruckendes Spektakel. Die letzte Nacht auf unserem Boot bricht an, noch einmal genießen wir das leckere Abendessen. Es ist schon erstaunlich, was man auf einer einfachen Kochplatte alles zubereiten kann: Nudeln, Reis, das indonesische Nationalgericht Gado Gado, Tempeh, Gemüse, Pfannkuchen, gebratene Bananen – unsere Crew überrascht uns immer wieder mit neuen Kreationen.

Tags darauf geht es nach einem letzten Stopp zum Schnorcheln zurück nach Labuan Bajo. Der Abschied von Agus und der Crew fällt schwer, auf der anderen Seite ist die Freude auf eine richtige Dusche groß. Von der Schönheit des Komodo-Nationalparks kann man sich nur langsam entwöhnen, ein perfekter Ort hierzu ist das Hotel in Labuan Bajo, das hoch über der Stadt gelegen ist und somit zum Abschluss dieses erlebnisreichen Teils unserer Reise noch einmal eine grandiose Aussicht auf das weite Meer bietet.

Doch hier ist unsere Reise noch nicht zu Ende! Ein Fahrer wartet bereits, um uns zum Flughafen zu bringen: Unser nächster Baustein auf Bali wartet mit Wanderungen rund um Munduk und Batukaru auf uns!

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