6. August 2020 Namibia für Entdecker mit Pioniergeist im Blut

7 Tage Einsamkeit oder wenn Quarantäne zum Luxus wird

WORLD INSIGHT

Verrückt. Ein Land öffnet seine Grenzen für Reisende und wir wollen trotz einer 7-tägigen Quarantäne hin! Denn die wird genauso besonders wie die anschließende Tour durch Namibia, das wir jetzt fast für uns allein haben.

Namibia öffnet seine Türen wieder für Reisende! Naheliegend, dass unser Country Manager Jochen langsam, aber sicher aus dem Nachbarland Südafrika zurück in seine Wahlheimat Namibia zurückkehren wollte. Schließlich sollen unsere Reisen gut vorbereitet sein, damit Entdecker wie du und ich bald wieder namibische Abenteuerluft schnuppern können.

„Du kannst dich doch nicht einsperren lassen!“, musste sich Jochen des Öfteren anhören, als es an der Zeit war, wieder nach Hause nach Namibia zu fahren. Unverständnis machte sich breit. Denn die namibische Covid-Politik sah vor, dass jeder sich bei Einreise zunächst in eine vor Kurzem noch 14-tägige Quarantäne begeben und auf das negative Ergebnis des Covid-19-Tests warten musste.

„Was ich während der Quarantäne gemacht habe? Abends auf meiner Veranda gesessen mit einem Sundowner in der Hand, während im Hintergrund Albert Hammond „It never rains in Southern California“ zum Besten gab und ich bei mir dachte, dass er den Song auch für Namibia geschrieben haben könnte. Wie die untergehende Sonne die Landschaft in sanftes Rot taucht und durch das Spiel aus Licht und Schatten immer wieder verändert – ich könnte dem stundenlang zugucken. Ansonsten habe ich mir eine feste Tagesroutine gesetzt: In den kühlen Morgenstunden habe ich etwas Frühsport gemacht, danach ein leckeres Frühstück und so bin ich fit und frisch in den Tag gestartet. Soweit es überhaupt mit eingeschränktem WiFi möglich war, habe ich noch ein paar geschäftliche Dinge erledigt. Und mir die Zeit mit Tiere beobachten, Wanderungen in der Umgebung, einem Sprung in den kühlen Pool oder einem guten Buch vertrieben. Oder neue Touren geplant!“

Denn seit dem 03. August hat Namibia seine Einreisebestimmungen gelockert und heißt Reisende unter bestimmten Auflagen wieder herzlich willkommen. So müssen alle Reisenden einen negativen PCR-Test vorweisen und sich ein weiteres Mal innerhalb von 5 Tagen nach Ankunft testen lassen. Nach einer inzwischen nur noch 7-tägigen Quarantäne, in der wir es uns gut gehen lassen, steht uns dann die ganze Weite Namibias offen!

Aber so lange eingesperrt? In einer Lodge? Man stelle sich vor: Inmitten der unendlichen Weite Namibias, auf einer ca. 20 km² großen Fläche ­– und damit deutlich größer als die dicht bebaute und bevölkerungsreiche Kölner Innenstadt – steht eine Lodge, wo neben dem süßen Nichtstun die herrliche Landschaft zum Entdecken einlädt. Keine Menschenseele weit und breit, nur du und die Natur.

Sieben Tage, in denen Quarantäne zum Luxus wird, wo Entschleunigung und Digital Detox zum Selbstverständnis werden. Du landest in Windhoek mit deiner Reisegruppe, eine kurze Fahrt  bringt dich in eine von uns sorgfältig ausgewählte Lodge mitten in einem privaten Naturreservat und dort erwartet dich genau das!

Morgens stehst du auf und beobachtest direkt von deiner Veranda aus noch halb verschlafen in einen warmen Pulli gekuschelt, vielleicht einen ersten Kaffee in der Hand, wie die Natur mit der aufgehenden Sonne langsam erwacht und die Tiere sich am Wasserloch versammeln. Tagsüber tun wir es Jochen gleich und unternehmen Wanderungen in der Umgebung, beobachten Tiere oder entspannen am Pool. Am Abend sitzt du mit deinen Mitreisenden in gemütlicher Runde zusammen, bei Lagerfeuer und Braai, einem typisch namibischen BBQ, dazu ein kühles Windhoek-Bier.

Jochen hat auch das beste Rezept gegen Lagerkoller in petto: „Um der Natur noch näher zu sein, machen wir eine Wanderung durch die spektakulären Auasberge, zu deren Füßen unsere Lodge liegt. Unsere einzigen Weggefährten sind dabei die Maultiere, die auch unser Gepäck tragen werden. Mitten in der Wildnis Namibias schlagen wir unsere Zelte auf und lassen den Tag bei einem einfachen, leckeren Essen unter dem scheinbar endlosen Sternenhimmel ausklingen!“

Nach der 7-tägigen Quarantäne gehen wir auf Rundreise durch Namibia, in einer Form, wie man das Land zukünftig wohl nie mehr erleben wird. So entdecken wir die faszinierende Tierwelt des Etosha-Nationalparks oder die Landschaften des Sossusvlei in ihrer ganzen Ursprünglichkeit, die Fußspuren der letzten Touristen längst vom Winde verweht. Alles so gut wie für uns allein. Das ist Abenteuer-Feeling pur und Pionier-Spirit vom Feinsten!

Klingt verrückt oder kribbelt’s?

Nachthimmel Namibia

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