Reisende Silvia nimmt uns mit auf eine unvergessliche Reise durch Nordindien. Hier schloss sie neue Bekanntschaften und tauchte tief in das bunte Leben des Landes ein.
Ich kann kaum in Worte fassen, wie beeindruckend unsere Reise durch Rajasthan und Nordindien war. Schon ab dem ersten Tag verzauberte mich die Vielfalt dieses Landes und ließ mich in eine eindrucksvolle Reise abtauchen.
Zwischen heiligen Ratten, eindrucksvollen Gebäuden und endloser Wüste
Nach unserer Landung in Delhi und dem Check In im Hotelzimmer ging es für uns direkt in die lebedinge Metropole Indiens. Mit der Metro fuhren wir nach Chandni Chrowk, dem Basarviertel in Alt-Dehli, und erkundeten die historischen Stätten wie das Rote Fort, das India Gate und die Gandhi-Gedenkstätte.
Jaipur, die sogenannte „Pink City“ hielt ein erstes Highlight für uns bereit: Den Palast der Winde mit seiner filigranen Fassade. Auch das majestätisch auf einem Hügel gelegene Amber Fort hat uns sehr beeindruckt. Die abenteuerliche Fahrt hinauf mit dem Jeep sowie die spannenden Geschichten unseres Reiseleiters Nanu ließen die Vergangenheit lebendig werden.

Der Palast der Winde in der “Pink City”
In Bikaner besuchten wir den außergewöhnlichen Rattentempel Karni Mata. Den Tempel voller freilaufender – und in der indischen Kultur als glückbringend geltender – Ratten zu sehen, war einzigartig. Anschließend erkundeten wir eine Kamelfarm und ließen den Tag bei einem Kamelmilch-Eis ausklingen.
Von Bikaner aus ging es, nach einem Abstecher zum Junagarh Fort, weiter in die Wüste Thar. Ein persönlicher Höhepunkt hier war definitiv die Kamelsafari. Unser Lager, welches wir am Abend erreichten, war einfach, die Atmosphäre unter dem Sternenhimmel dafür umso magischer. Am nächsten Morgen fuhren wir nach Jaisalmer, der „goldenen Stadt“. Das auf einem Felsen erbaute Fort und die sandfarbenen Havelis, die im Sonnenlicht golden schimmerten, waren einfach atemberaubend. Wir schlenderten durch enge Gassen, entdeckten versteckte Ecken und genossen die besondere Ruhe.
Von blauen Häusern und Tigersichtungen
Das Mehrangarh-Fort in Jodhpur bot uns einen fantastischen Blick über die blaue Stadt. Das Blau der Häuser wirkte fast magisch. Auf dem Markt probierten wir unter Anleitung unseres Guides lokale Spezialitäten und ließen uns von den Aromen verzaubern.
Udaipur wirkte mit seinen Kanälen und dem prächtigen Stadtpalast wie das Venedig des Ostens. Eine Bootsfahrt auf dem Pichola-See war der perfekte Tagesabschluss – romantisch und beeindruckend zugleich. In Pushkar erlebten wir eine spirituelle Oase mit heiligem See und besuchten den einzigen Brahma-Tempel Indiens.
Ein weiteres besonderes Erlebnis war der Besuch des Ranthambore-Nationalparks. Bei einer Safari am frühen Morgen hofften wir, einen Königstiger zu sehen. Obwohl wir ihn zunächst nicht entdeckten, waren Tierwelt und Natur sehr beeindruckend. Am Nachmittag hatten wir schließlich Glück, und konnten tatsächlich einen Königstiger beobachten – ein unvergesslicher Moment.
Über Bharatpur mit dem vogelreichen Keoladeo-Nationalpark führte unsere Reise nun nach Agra. Das Taj Mahal war für mich einer der emotionalsten Orte der Reise: ein Bauwerk, das Liebe in ihrer schönsten Form widerspiegelt.

Natürlich wurde auch das Taj Mahal besichtigt
Auch eine Zugfahrt durfte auf unserer Reise durch Indien natürlich nicht fehlen. Früh morgens fuhren wir daher mit dem Zug nach Jhansi und von dort aus weiter nach Orchha. Das Rattern des Wagens und das geschäftige Treiben am Bahnhof ließen uns nochmal so richtig in die lebendige Atmosphäre Indiens eintauchen. Die kleine Stadt beeindruckte mit ihrem Tempeln und Palästen wie dem Jehangir Mahal, dem Raj Mahal und dem Laxmi-Narayan-Tempel. Zu Fuß war alles gut zu bewältigen und wir genossen die ruhige, historische Atmosphäre der Stadt. Am Abend ging es weiter nach Khajuraho. Von einem Dachterrassenrestaurant aus genossen wir den Sonnenuntergang mit Blick auf die Tempel – ein ganz besonderer Moment.
Wir tauchen ein ins spirituelle Indien
Der nächste Tag begann mit einer Yogastunde, die uns mit neuer Energie in den Tag starten ließ. Anschließend erkundeten wir die berühmten Tempel von Khajuraho mit ihren detailreichen erotischen Skulpturen.
In Varanasi, eine der heiligsten Städte des Hinduismus spürten wir bereits bei einem Spaziergang am Abend die besondere Atmosphäre der Stadt – eine Mischung aus Spiritualität, Geschichte und Alltag. Der nächste Morgen hielt einen Besuch in Sarnath, einem bedeutenden buddhistischen Pilgerziel für uns bereit. Hier hielt Siddharta Gautama seine erste Predigt und wir fühlten uns von der spirituellen Atmosphäre umgeben.
Zurück in Varanasi erkundeten wir die Altstadt per Fahrradrikscha und erlebten die atemberaubende Ganga-Aarti-Zeremonie am Ganges. Unzählige Pilger brachten hier kleine Lichter-Schiffchen dar, die sanft über die Wasseroberfläche glitten.
Der nächste Morgen startete früh mit einer Bootsfahrt auf dem Fluss. Das Licht, das durch en Sonnenaufgang über das Wasser fiel, war einfach spektakulär. Von hier konnten wir die Bade- und Verbrennungsorte sehen, die für die Einheimischen von tiefer Bedeutung sind.
Nach der Bootsfahrt spazierten wir erneut durch die engen Gassen der Altstadt. Es war ein Erlebnis, das Leben hier hautnah zu erleben – sogar einer vorbeilaufenden Kuh auszuweichen wurde zu einer amüsanten Herausforderung. Wir besuchten den Bharat Mata-Tempel und den Tulasi Manas-Tempel, die beide beeindruckende Einblicke in die Kultur und Spiritualität Indiens boten.

Reisende Silvia trifft auf Einheimische
Nun war das Ende der Reise angekommen und uns stand ein letzter Tag in Delhi zur freien Verfügung. Wir entschieden uns dazu, die Stadt noch einmal zu erkunden und Souvenirs zu kaufen.
Die lebendige Atmosphäre, die bunten Märkte und die herzlichen Menschen machten diesen Tag zu einem perfekten Abschluss meiner Reise.
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