Ahmad und Otfried sprechen über Tourismus und die aktuelle Lage in Jordanien
Über die aktuelle Lage in Jordanien und Nahost 5. März 2026

Interview mit Jordanien Country Manager Ahmad

Otfried Schöttle

CEO Otfried im Gespräch mit Ahmad, WORLD INSIGHT Country Manager in Jordanien. Wie die aktuelle Lage den Tourismus im Land beeinflusst, eine Einschätzung der Situation und der Wunsch einer Region nach Frieden.

„In Jordanien ist alles friedlich – aber die Lage trifft uns hart“

 

Otfried: Ahmad, wie geht es euch?

Ahmad: Danke, ich sage mal: Uns geht es gut. Im Land selbst läuft alles normal ab, es ist friedlich. Natürlich hören wir abends und nachts die Flugzeuge, auch die amerikanischen Maschinen, die über uns hinwegfliegen. Die sind ziemlich laut am Himmel. Aber in Jordanien selbst ist Gott sei Dank alles sicher und alles gut.

O: Wir haben ja gerade auch noch eine Gruppe im Land, sie hat sich trotz Reisewarnung dazu entschieden weiterzureisen; wie geht es allen?

A: Genau, wir haben aktuell noch eine Erlebnisreisegruppe unterwegs. Wir stehen täglich in Kontakt mit den Gästen, und es ist alles in Ordnung. Die Gäste haben sich, wie du richtig sagst, auch selbst entschieden, dass sie die Reise ganz normal fortsetzen wollen – und wir können das aktuell auch verantworten. Die Gruppe ist aktuell in Petra, da erlebt sie diese wunderbare Stätte fast für sich.

O: Der Flughafen in Amman ist aktuell geöffnet, richtig?

A: Ja, der Flughafen in Amman ist im Moment zwar geöffnet, aber nur tagsüber – für diese Woche zunächst von morgens bis zum Abend. In der Nacht ist er geschlossen, einfach aus Vorsicht wegen der nächtlichen Angriffe in der Region und damit man auf der sicheren Seite ist.

O: All das trifft euch im Augenblick natürlich sehr hart. Es ist Hauptsaison, aber Sicherheit geht vor.

A: Ja, du hast mit beidem recht – Safety first und: das ist schon sehr hart für uns. Gerade in den letzten Wochen hatten wir gesehen, dass Jordanien sich wieder sehr gut entwickelt. Nach den schwierigen Monaten zuvor ging es wieder bergauf, die Buchungen zogen an, und Jordanien war wieder ein Land, das viele Gäste gerne bereisen wollten. Jetzt ist es natürlich wieder schwieriger geworden.

„Die Menschen, egal ob in Iran, Israel, Jordanien oder auch Oman wünschen sich vor allem Ruhe”

O: Hast du das Gefühl, dass aus dieser momentanen Krise langfristig auch mehr Stabilität in der Region entstehen könnte?

A: Das Thema Iran beschäftigt die Region ja schon seit Jahren. Und ich denke schon, dass es für die Region besser wäre, wenn endlich Frieden einkehren würde. Die Menschen, egal ob in Iran, Israel, Jordanien oder auch Oman wünschen sich vor allem Ruhe. Man spürt auf den Straßen sehr deutlich, dass viele einfach genug haben von diesen sinnlosen Kriegen der letzten Jahre, egal ob von welcher Partei in der Region, da wäre es gut, wenn die ewigen Sticheleien endlich ein Ende haben.

O: Jordanien ist ein wunderschönes Land und hat diplomatisch oft einen bemerkenswerten Spagat zwischen Westen und Orient geschafft. Es hat so viel zu bieten. Da kann man nur hoffen, dass wieder Ruhe einkehrt – zugunsten aller Menschen in der Region, egal ob Araber, Perser, Juden oder Christen.

A: Ja, genau. Wir hoffen einfach, dass es schnell zu Lösungen und wieder zu Frieden kommt. Denn am Ende leiden immer die Menschen darunter.

O: Was ist dein persönlicher Eindruck: Wie lange könnte sich das noch hinziehen? Was denkt man in Jordanien – eher länger oder eher kürzer?

A: Hier vor Ort hören wir eher, dass viele damit rechnen, dass es bis Ende des Monats vorbei sein könnte. Natürlich weiß das niemand sicher, aber auf den Straßen wird eher von einer kürzeren Phase gesprochen. Das hoffen wir natürlich auch.

O: Wir hoffen das sehr mit euch. Unsere Gedanken sind ganz nah bei euch. Grüß bitte auch dein ganzes Team herzlich – und danke dir für alles, was du für uns tust.

A: Danke Otti, viele liebe Grüße aus Jordanien.

 

 

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