Für Sophia ging ihre erste Gruppenreise ins südliche Afrika: Nach Namibia, Botswana und Simbabwe. Hier lernte sie Camping kennen und lieben, tauchte in die Natur des Kontinents ein und wuchs über sich hinaus.
Als ich mir für 2025 fest vorgenommen hatte, alleine zu verreisen, hätten meine Familie und Freunde nie erwartet, dass es mich für meinen ersten Solo-Trip direkt ins südliche Afrika ziehen würde. Die Verwunderung war groß – vor allem, da ich bis dato noch nie ein Zelt von innen gesehen hatte und mich das auf meiner dreiwöchigen Reise auf jeden Fall erwarten würde.
Trotz meiner Vorfreude kamen mir aufgrund meines jungen Alters auch selbst ein paar Zweifel. Die wurden allerdings direkt in den Boden gestampft, als ich meine WORLD INSIGHT-Reisegruppe kennenlernte. Es war die perfekte Mischung aus allen Altersklassen und wir verstanden uns von Anfang an ziemlich gut!
Willkommen in der Wildnis
Unser Camp im Kaziikini-Schutzgebiet war direkt das erste große Highlight der Reise. Mitten auf dem Platz, auf dem wir gleich unsere Zelte aufschlagen würden, stand ein Elefantenbulle, der zur Begrüßung mit seinen riesigen Ohren schlug. Klar wusste ich, das mich auf dieser Reise viele Tiere erwarten würden – aber direkt zum Auftakt der Reise nur ein paar Meter entfernt von einem Elefanten zu stehen, ließ mich dann doch kurz sprachlos werden. Auch er schien unseren Besuch ziemlich okay zu finden, denn weggehen wollte er erstmal nicht. Also hieß es: Zelte aufbauen, während der Riese nebenan gemütlich Gras mümmelte. Die Zeltaufbau-Demo fand praktischerweise an meinem statt – so blieb meine Camping-Ahnungslosigkeit erstmal unentdeckt.

Großer Besuch im Camp
Nach dem Abendessen und tollen Gesprächen am Lagerfeuer stand dann meine erste Campingnacht an. Kaum eingeschlafen, weckten mich Löwengebrüll und Hyänenrufe aus der Ferne – willkommen in der Wildnis! Kurz darauf hörte ich Schritte neben unseren Zelten: kleine … und sehr große. Der Elefantenbulle hatte sich entschieden, uns nochmal zu besuchen und spazierte gemütlich an den Zelten vorbei. Unser Reiseleiter Stephan schaffte es schließlich, ihm freundlich den Rückweg zu zeigen.
Ich würde sagen: eine mehr als gelungene Zelt-Premiere!
Abenteuer Victoria Falls
Nach ein paar großartigen Tagen in Botswana mit unserer ersten (sehr erfolgreichen) Safari und Bootsfahrt auf dem Chobe ging es weiter zu einem der Highlights aus dem Reiseprogramm: den Victoriafällen in Simbabwe.
Uns wurde ein (optionaler) Hubschrauberflug über die Wasserfälle empfohlen, und ich wollte mir eigentlich noch ein bisschen Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, ob ich dieses Abenteuer wirklich eingehen sollte. So viel Zeit blieb im Endeffekt aber gar nicht: Als wir aus dem Truck stiegen, wartete schon ein Shuttle zum Flugplatz auf die Mutigen.
Dort angekommen wurde mir dann doch etwas mulmig. Doch ehe ich mich versah, saß ich schon im Helikopter und war in der Luft. Und dann kam ich aus dem Grinsen gar nicht mehr raus, denn es war wunderschön. Knapp 25 Minuten kreisten wir über die Wasserfälle und ein nahegelegenes Naturschutzgebiet, wo wir sogar noch eine Elefantenherde entdeckten.

Sophia bei ihrem ersten Helikopter-Flug
Viel zu schnell hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen und trafen den Rest der Gruppe für eine Wanderung zu den verschiedenen Aussichtspunkten. Es war großartig! Ein gemeinsamer Restaurantbesuch mit fantastischer Aussicht und ein kurzer Stopp am Markt für die wichtigste Besorgung – Kühlschrankmagnete – rundeten den Ausflug ab.
Reisetage zwischen Lodge und Zelten
Die nächsten Tage ging es weiter durch Botswana und Namibia. Das Reiseprogramm war abwechslungsreich und ein gelungener Mix aus Natur, Tieren und Kultur. Einige Bootstouren, kleinere Wanderungen und Pirschfahrten machten das Erlebnis perfekt. Spannend fand ich den starken Kontrast zwischen Camping in der unberührten Natur und den Stadtbesuchen in Swakopmund und Windhoek.

Tierbegegnungen auf der Pirsch
Durch Stephans starke Verbundenheit zu Land und Tieren und seine spannenden, langjährigen Erfahrungen habe ich super viel von ihm lernen können. In den drei Wochen haben wir ordentlich Strecke gemacht und dadurch sehr viele verschiedene Orte gesehen. Dabei verbrachten wir natürlich auch viel Zeit auf den endlosen Straßen Namibias und Botswanas. Fahrer Joa hat uns dabei immer sicher von A nach B gebracht und stand selbst nach der längsten Fahrt noch gut gelaunt am Feuer, um für uns zu kochen.
Die Camps und Lodges hatten wir in der Regel für uns allein und wir besichtigten auf der Tour, wann immer es ging, weniger bekannte Orte abseits der überfüllten Touri-Spots.
Nach unserem Programm des Tages genossen wir je nach Standort entweder den Luxus einer Lodge oder bauten unser Camp auf. Auch das Kochen war eine Gemeinschaftsaktivität. Zelte auf- und abbauen ging inzwischen immer schneller – wir waren ein richtig eingespieltes Team. Und ganz nebenbei wurde ich auch noch zum echten Camping-Fan!

Sophia lernte Camping lieben
Während meine Mitreisenden auf den Fahrten fleißig ihren Reiseführer studierten, hatte ich schnell eine neue Taktik für die Zeit im Truck entwickelt: Wer abends länger wach bleibt, hat mehr vom Tag. Und da die Straßen irgendwann sowieso alle gleich aussahen, holte ich meinen Schlaf eben auf den Fahrten nach.
Dadurch hatte ich Abends dann mehr Zeit, um auf geniale Ideen zu kommen: zum Beispiel, dass schlafen unter freiem Sternenhimmel* eindeutig abenteuerlicher ist als im Zelt. Meine Mitreisende Isa und ich bauten den Rest der Reise zwar noch oft das Zelt auf – drin geschlafen wurde aber seltener. Lieber packten wir Isomatte und Schlafsack ein und bereiteten unser Schlaflager an einem Bootssteg in Okavango vor, wo wir vor dem Einschlafen Nashörner an einer Wasserstelle beobachten konnten. Oder wir betrachteten den wunderschönen Sternenhimmel in der Namib-Wüste – natürlich immer gut geschützt vor wilden Tieren!

Sophia (rechts) und ihre Mitreisende Isa (links)
Tiere, Freiheit, Lagerfeuer
Mein Grund für diese Reise: Ich wollte schon immer Giraffen, Löwen und Co. in freier Natur sehen und hatte Lust auf ein Abenteuer. Beides wurde ein voller Erfolg. Wir haben auf unserer Reise so viele Tiere gesehen, dass es irgendwann fast schon normal war, an einem Elefanten vorbeizukommen.

Tiersichtung im Etosha-Nationalpark
Die Reise lehrte mich, das man nicht viel braucht um Freiheit zu erfahren – Campingstühle, kühle Getränke, Lagerfeuer und in der Ferne das Brüllen eines Löwen: Das war, worauf es ankam. Stundenlang saßen wir im Camp, lachten, redeten über den Tag und genossen die gemeinsame Zeit. Dreck an den Händen und das Gesicht voller kleiner Tierchen? Das war einem schon nach kurzer Zeit völlig egal.
Im Bann des Okavango
Ich muss zugeben, vor einem Punkt im Programm hatte ich etwas Bammel: die Fahrt in den traditionellen Einbäumen durchs Okavango-Delta. Durch meine Vorbereitung mit Fernseh-Dokus wusste ich, was sich da so alles im Wasser tummelt – Krokodile, Hippos und Co. – und die Fahrt im kanuähnlichen Boot löste erstmal ein wenig Nervosität in mir aus.
Schon beim Mittagessen am Fluss blickte ich einem Krokodil am anderen Ufer direkt ins Auge. Doch ich ließ mich nicht davon abbringen, die Fahrt dennoch mitzumachen. Und es wurde eines der Highlights meiner Reise! Lautlos glitten wir durch das Delta, zwischen Seerosen und glitzerndem Wasser. Das hatte etwas unglaublich Beruhigendes. Die Einbaum-Fahrer waren super freundlich und bastelten für uns noch Ketten und Hüte aus Seerosen. Ich war fast ein bisschen traurig, als wir wieder an Land waren – noch stundenlang hätte ich durch das spannende Delta fahren können.

Fahrt mit den Einbäumen
Sossusvlei: Dünen, die den Atem rauben
Nach einem der schönsten Sonnenuntergänge der Reise mitten in der Namib-Wüste folgte das Briefing für den nächsten Tag: Sossusvlei. Zur Auswahl standen uns drei Wandertouren: klein, mittel oder groß.
Ich und einige andere entschieden uns für die mittlere – wir mussten ja keinem was beweisen. Die mittlere Tour: ein bisschen wandern, dann entspannt im Schatten auf die anderen warten, die sich bei der großen Tour einen abschwitzen – klang für mich perfekt.
Meine “Mittlere-Tour-Verbündeten” hatten da allerdings einen anderen Plan: Sie entschieden sich dazu, dass wir alle gemeinsam die große Tour auf den “Big Daddy” machen würden. Gesagt, getan: Das Shuttle ließ uns am nächsten Morgen direkt am Fuß der höchsten Düne raus. Nichts mit entspannt – Augen zu und durch.
Wie eine Kamelkarawane stapften wir den Sand hoch und immer wenn ich dachte, wir müssten gleich mal oben sein, ging es noch höher. Doch die Anstrengung lohnte sich: Oben angekommen wartete ein unglaublicher Blick über die endlosen Weiten der Namib-Wüste. Der Abstieg ging deutlich schneller und im Deadvlei genossen wir die besondere Atmosphäre und belohnten uns mit einem Mittagessen im Schatten.

Der Aufstieg auf den “Big Daddy”
Das Ende einer unvergesslichen Reise
Die drei Wochen im südlichen Afrika vergingen wie im Flug und waren geprägt von wundervollen Begegnungen – mit Mensch und Tier – und vielen unvergesslichen Erlebnissen. Jeder Tag brachte neue Eindrücke, Lachen und Staunen. Ich habe gelernt, dass man für tolle Abenteuer nicht viel braucht – nur etwas Mut, Neugier und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich diese wertvolle Erfahrung machen durfte. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Ich bin mit neuen Freundschaften, tausenden Fotos und tollen Erinnerungen im Gepäck nach Hause geflogen. Ein paar Tränchen wurden auch vergossen, weil ich am liebsten noch so viel mehr Zeit mit all den großartigen Menschen an diesen traumhaften Orten verbracht hätte.
Merci und liebe Grüße an meine tolle Reisegruppe, sowie an Stephan und Joa – es war wundervoll mit euch!
Du willst mehr über unsere Reise nach Namibia und Botswana lesen? Hier kommst du zu einem Reisebericht von Gerd.
Wenn du hier klickst, kannst du dich durch unsere Insights zu Namibia stöbern. Und hier gibt es Lesestoff über Botswana.
*Kläre eine Übernachtung unter freiem Himmel zu deiner Sicherheit bitte immer mit deinem Reiseleiter ab!