Unsere Reisenden in Kirgistan
Urlaub im Land der Adlerjäger 14. August 2026

Ein Land wie ein Abenteuerruf: Erlebnis Kirgistan

Maike Wessel

Nach sorgfältiger Recherche im Netz zu Jahresanfang war für Gustav und Eva klar: Diesen Urlaub würden sie etwas anderes ausprobieren. Ihre Reise führte sie zu einem exotischen Ziel mitten in Zentralasien – Kirgistan!

Auf zu unentdeckten Pfaden

Kirgistan – der Name allein klingt nach Karl May und Abenteuern in einem fernen und fremden Land, also nichts wie hin, allerdings mit der Rückversicherung einer gut geplanten und organisierten Reiseveranstaltung. Die verfügbaren Berichte im Internet waren durchwegs positiv bis euphorisch, WORLD INSIGHT bot sich als erfahrener und seriöser Veranstalter mit ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis an. Die Buchung war einfach, die Modalitäten klar und übersichtlich, die Kommunikation via Telefon und E-Mail freundlich und zielorientiert. So stand unserem Urlaub in Kirgistan nichts mehr im Wege.

Naja fast. Nicht ganz rund – freilich ganz ohne Schuld von WORLD INSIGHT – verlief dann die Anreise: Verspäteter Abflug am Abend aus Wien, Landung in Istanbul mit gut einer Stunde Verspätung, 45 Minuten bis zum Abflug nach Bischkek, Ankunfts-Gate aus Wien und Abflug-Gate nach Bischkek waren an den am weitesten auseinanderliegenden Bereichen eines der weltweit größten Flughäfen. Nur ein entschlossener Dauerlauf und viel Glück brachten uns buchstäblich in letzter Sekunde zum Flugzeug, unmittelbar nach dem Einsteigen hieß es „Boarding completed“ und ab ging die Post, ordentlich außer Atem und mit sichtbaren Zeichen heftiger Transpiration freuten wir uns, dass es sich gerade noch ausgegangen war. Nun, wir hatten es geschafft, waren etwa sechs Stunden später früh am Morgen in Bischkek, leider ohne unsere Koffer. Egal, wir wurden am Flughafen zusammen mit 14 weiteren Kirgistan-Reisenden überaus freundlich von unserer Reiseleiterin begrüßt und in ein nettes Hotel begleitet.

 

Die kirgisische Hauptstadt Bishkek

Die Hauptstadt Bischkek unter der Lupe

Nach ein paar Stunden der Ruhe und Erholung wurde der Nachmittag zu einer Besichtigung der kirgisischen Hauptstadt Bischkek genutzt. Mit viel Informationen zur Geschichte Kirgistans und zur Lebensweise der Bevölkerung verging die Zeit wie im Flug. Eindrucksvoll, wie grün die Stadt ist! Prächtige, noch aus der Sowjetzeit stammende Alleen, gepflegte Parkanlagen und prunkvolle Bauten ergeben das Bild einer pulsierenden und selbstbewussten Hauptstadt. Spektakulär und voller intensiver olfaktorischer Eindrücke wurde dann noch der berühmte Osch-Basar besucht. Am Abend fand sich die Reisegruppe zum gemeinsamen Welcome-Dinner in einem gepflegten Restaurant ein und konnte erste Eindrücke der vielseitigen und schmackhaften kirgisischen Küche gewinnen.

 

Ala Artscha Schlucht

Eine erste Fitness-Herausforderung für die Gruppe

Tags darauf stand der Besuch des Ala-Artscha-Nationalparks auf dem Programm, abermals begleitet von unserer umsichtigen, unglaublich engagierten und exzellent deutschsprechenden Reiseleiterin, die zwei Tage für den erkrankten und ab dem dritten Tag für die Gruppe vorgesehenen Betreuer eingesprungen war. Die Wanderung zu einem mächtigen Wasserfall bei anfangs widrigen Wetterbedingungen war ein erster Fitness-Test für die Reisegruppe, die unbeirrt und mit großem Elan diese Herausforderung meistern sollte. Im Hotel warteten zu Evas und meiner Freude unsere Koffer auf uns und wir kamen endlich wieder in den Genuss frischer Kleidung. Unser „Sternchen“ – so lautete der ins Deutsche übersetzte Name der Reiseleiterin – führte uns zum Abschied zu einem gemeinsamen Abendessen in ein wirklich gutes und nettes Restaurant.

Hoch hinaus: Über zwei Pässe nach Toktogul

Der nächste Tag begann mit der Vorstellung unseres Reiseleiters Serik, der für den Rest unserer Tour durch Kirgistan unsere Gruppe mit sehr viel Fachwissen, großem Einsatz und ebenfalls vorzüglicher Beherrschung der deutschen Sprache führen sollte.

Die 16 Gruppenmitglieder wurden auf zwei Kleinbusse verteilt; es wäre sich bei der Busgröße (16-Sitzer) sogar notfalls mit einem Bus ausgegangen, so aber hatten alle viel Platz, um die anstehenden Strapazen einer langen Reise einigermaßen komfortabel bewältigen zu können. Serik wechselte immer wieder den Bus, um alle Gäste mit interessanten, detailreichen Informationen zu Land und Leuten zu versorgen. Die heutige Etappe führte uns in etwa sechsstündiger Fahrt über zwei circa 3.200 Meter hoch gelegene Pässe nach Toktogul zu einem wunderschön gelegenen einfachen Hotel am Ufer eines Stausees.

 

Ein Adlerjäger mit seinem Sohn zu Pferde und zwei Adlern

Die Höhepunkte eines erinnerungswürdigen Urlaubs in Kirgistan

Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, jede Station der Reise im Detail zu beschreiben. Interessenten an dieser Wanderreise durch Kirgistan können sich einfach durch die Reisebeschreibung des Veranstalters WORLD INSIGHT Tag für Tag durch das abwechslungsreiche und bis ins Detail geplante Programm führen lassen. Exemplarisch möchte ich deshalb einige besondere Highlights anführen:

  • Das Bergdorf Arslanbob, 1.700 Meter hoch gelegen. Aufenthalt mit zwei Übernachtungen in einem einfachen „Guesthouse“ bei einer usbekischen Familie, deren Familienoberhaupt Lehrer in Arslanbob war und an der Schule Deutsch unterrichtete. Er führte uns ein kleines Stück durch die ausgedehnten Walnusswälder dieser Landschaft, die kurze Reise dorthin wurde auf holprigen Pfaden in alten russischen Militärjeeps bewältigt. Durchaus sportlich war auch der teilweise sehr steile Anstieg zu einem spektakulären Wasserfall, der abermals vom Großteil der Gruppe erreicht wurde.
  • Zwei Tage am 3.000 Meter hoch gelegenen riesigen Bergsee Son Kul mit Übernachtung in ortstypischen Rundzelten, den sogenannten Jurten. Wir durften die bequeme Variante des Nomadenlebens auskosten, jeweils zu zweit in einer für 8-10 Leute geeigneten beheizten Jurte, was sich bei den nächtlichen Temperaturen in dieser Höhe (unter Null Grad) als angenehm erweisen sollte. Dazu sehr gutes Essen im riesigen Gemeinschaftszelt, moderne sanitäre Einrichtungen und eine wunderschöne Bergtour zu einem etwa 3.700 Meter hohen Gipfel mit fantastischer Aussicht.
  • Das Treffen mit einem Adlerjäger und dessen Sohn. Die Präsentation der Jagd mit Pferd und Adler war für uns ein echter Höhepunkt dieser Reise, dazu die von Serik übersetzten Erklärungen des Adlerjägers und die Vorführung in einer beeindruckenden Berglandschaft werden uns noch lange an ein faszinierendes Erlebnis erinnern.
  • Die Canyons von Skazka. Eine unglaubliche und fremdartige Landschaft, Zeugin der Erosionskräfte und deren Ausformung in märchenhaft anmutende Gebilde in den buntesten Farben. Der Blick zum riesigen, blauen Issyk Kul-See und den nahen, über 4.000 Meter hohen vergletscherten Bergriesen.

 

Reisende Eva vor der Skazka Schlucht

Unser Fazit nach zwei Wochen Abenteuer

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwei Wochen lang täglich ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm gab, welches neben zahlreichen Wanderungen auch viele Begegnungen mit kirgisischen Familien ermöglichte. Die angebotenen „Guesthouses“ waren teilweise sehr einfach, aber es gab auch (vor allem in Bokonbayevo am Issyk Kul-See) fast luxuriöse private Unterkünfte mit eigenem Badezimmer, leistungsfähigem W-LAN und modernen kleinen Bungalows auf einem parkähnlichen Grundstück. Die Hotels vor allem in Bischkek waren auf europäischem 3-Sterne-Niveau mit tadellosem Frühstück. Die verwendeten Kleinbusse waren neuwertige Mercedes Sprinter, die Fahrer absolute Profis, sehr zuverlässig und hilfsbereit. Reibungslose Organisation und engagierte, hervorragend Deutsch sprechende Reiseführer:innen runden ein rundum gelungenes Reiseerlebnis ab. Als sicheres Zeichen der Zufriedenheit werden Eva und ich auch im Sommer 2025 als „Wiederholungstäter“ aktiv: Wir haben bereits bei WORLD INSIGHT eine Erlebnisreise durch Georgien gebucht.

Danke für zwei wunderschöne Wochen Urlaub in einem absolut empfehlenswerten Reiseland. Kirgistan war wirklich eine Reise wert!

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