Flores, Komodo, Bali und Lombok 9. September 2026

Abenteuer Indonesien

Louisa Knorn

Manfred nimmt uns mit auf seine Reise durch Indonesien und erzählt von magischen Orten und besonderen Erlebnissen auf Flores, Komodo, Bali, Lombok und Gili Air.

Die Orte, Regionen und Sehenswürdigkeiten, die wir auf dieser Indonesien-Reise besucht haben, wurden meiner Meinung nach in einem sehr ausgewogenen Verhältnis zueinander ausgewählt, sodass man nicht nur einen hervorragenden Eindruck von den allgemeinen Charakteristika dieses riesigen Landes gewinnt, sondern auch so manche lokale Besonderheit zu schätzen lernt. Der Umfang und die Intensität des Gesehenen und Erlebten ist jedenfalls so groß, dass man in einem kurzen Bericht gar nicht auf alle Attraktionen und Höhepunkte dieser Reise eingehen kann. Aus diesem Grund soll vor allem auf die besonderen Erinnerungen verwiesen werden, denen wir eher unerwartet begegnet sind und auf die wir zukünftige Reisende gerne aufmerksam machen möchten.

 

Der erste Teil der Reise: Die Insel Flores

Schon während der beiden kurzen Anschlussflüge bis an die Südküste nach Ende wurden wir auf die kommenden Tage eingestimmt: Von Moni aus erlebten wir bei kurzen Wanderungen den Vulkan Kelimutu samt seinen spektakulären Kraterseen. Bei genauerer Betrachtung der Umgebung und der Vegetation gewann man den Eindruck, dass es hier stellenweise doch ein wenig anders aussieht, als man es von Bali oder gar Sumatra gewohnt ist. Nachweisen ließ sich dieser Unterschied beim Betrachten der Fauna: Flores ist das erste größere Glied in der Kette der Sunda-Inseln, das östlich der Wallace-Linie gelegen ist. Deshalb entspricht hier die Tierwelt nach wissenschaftlichen Kriterien nicht dem asiatischen, sondern bereits dem australischen Typ.

Die langgestreckte Form von Flores machte es uns möglich, die Insel mehrere Male von der Nord- zur Südküste hin zu queren. Mit dem Bus ging die Fahrt teilweise über das Gebirge und bot spektakuläre Ausblicke über lichten Regenwald, Savanne und üppige Reisfelder bis hin zum Meer.

Den 17 Inseln -Nationalpark bei Riung erkundeten wir an Tag 6 der Reise mit Schnorchel und Tauchmaske. Zwei Tage später erlebten wir in der Gegend von Bajawa die hochgezogene Architektur der strohgedeckten Häuser in den traditionellen Dörfern, welche zusammen mit der symmetrischen Anordnung der Bauten „in Reih‘ und Glied“ äußerst spektakulär wirkte.

Das hoch gelegene Ruteng erinnerte uns bei einem Besuch der Kathedrale an ein spezielles Merkmal der Insel Flores: Eine intensive Missionierung katholischer Gläubiger im 20. Jahrhundert hat dazu geführt, dass sich nach wie vor ca. 90% der Bevölkerung zum Christentum bekennen.

 

 

Der zweite Teil der Reise: Von Komodo nach Bali…

Am westlichsten Zipfel von Flores, in der Hafenstadt Labuan Bajo angekommen, orientierten wir uns schon allmählich in Richtung Hafen. Die folgende zweitägige Schiffreise bis zum Komodo-Nationalpark erfüllte alle unsere Erwartungen. Wir sahen Warane, besuchten aber auch weitere Inseln und Strände, an denen wir erneut die Gelegenheit hatten, Maske und Schnorchel zu verwenden. Während der Abendstunden sahen wir unserer Bootscrew beim Angeln zu. Es gelang ihr tatsächlich, einen kleinen Mantarochen zu fangen, der dann nach längerem Kampf allerdings wieder freigelassen wurde.

Viele ältere Reisende schwärmen noch immer vom „alten Bali“ und kommen nur schwer damit zurecht, dass die Welt und vor allem touristische Hotspots starken Veränderungen ausgesetzt sind. Wir raten dazu, sich vom mittlerweile pulsierenden Stoßverkehr in Ubud und dem Bauwahn in Sanur nicht weiter stören zu lassen und einfach jenseits der standardisierten touristischen Angebote ein wenig auf die Suche zu gehen. Denn es gibt an vielen Orten abseits der Besuchermassen Sehenswürdigkeiten, die für sich sprechen und – wie in unserem Fall – im Leben sogar einen zweiten Besuch wert sind: Die Tempelanlage Tirta Empul, die Schreine von Gunung Kawi und das Dorf Tenganan sind magische Plätze, an die wir gerne wieder zurückkehrt sind.

 

 

Der dritte Teil der Reise: Lombok und Gili Air

Eine kurze Fahrt mit dem Schnellboot brachte uns an Tag 17 auf die Insel Lombok, wo wir gerne noch länger als die vorgesehenen zwei Tage geblieben wären. Oft als „Balis kleine Schwester“ bezeichnet, wird der Nordteil der Insel vom zweithöchsten Vulkan Indonesiens, dem Rinjani beherrscht, der mit einem Ausbruch im europäischen Mittelalter schon einmal eine kleine Eiszeit ausgelöst hat. Der traditionelle Markt Kebon Roek in Mataram bietet eine Vielzahl an Waren, Speisen, Gewürzen und Gerüchen und es gab niemanden aus unserer Gruppe, der dort nicht eingekauft hat.

Für mich war der Besuch von Lingsar, dem religiösen Zentrum Lomboks, ein besonderes Erlebnis. Es ist in einem fast parkähnlichen Gelände gelegen und für seine „Heiligen Aale“ bekannt. Lingsar ist ein Andachtsort für alle in Lombok verbreiteten Religionen und wird von Hindus, Moslems, Christen, aber auch Animisten für deren jeweilige Rituale verwendet.

Ein Ausflug in die Gegend von Bonjeruk vermittelte uns schließlich Eindrücke vom Dorfleben, der alltäglichen Landwirtschaft, der Küche und dem Zusammenleben der Menschen auf der Insel. Unverkennbar sind die Bemühungen und auch schon Fortschritte, hier ein Bildungsprogramm zu realisieren und einen Community-Based Tourismus aufzubauen.

Viele Reisen mit WORLD INSIGHT, in welchem Strandbesuche eine besondere Rolle spielen, beenden das Reiseprogramm mit mehreren Tagen am Wasser. Dieses Erlebnis durften wir auch diesmal genießen. Die Gili-Inseln, fast unmittelbar vor Lombok gelegen, haben sich in den vergangenen Jahren zu einer Art Geheimtipp entwickelt, der immer größeren Zuspruch erfährt. Die Inseln liegen wenige Meter über dem Meer, sämtliche Unterkünfte sind niedrig gebaut und auf den Sandstraßen ist man in aller Regel mit Fahrrädern oder Pferdewagen unterwegs. (Die Perspektiven der nachhaltigen Klimaveränderung und der Anstieg des Meeresspiegels, werden hier wohl in der Zukunft als wahre Herausforderungen gelten.)

 

 

Fazit

Diese Reise ist ideal für alle, die nicht nur Neues entdecken, sondern ganz besonders viel auf und im Wasser erleben wollen. In diesen drei Wochen unterwegs erlebt man einiges an Ruhe und Entspannung, aber auch ein paar ungeahnte Überraschungen. Wie alle Reisen, die wir mit WORLD INSIGHT bisher unternommen haben, waren die Route sowie die Organisation wirklich perfekt. Und unsere immer sehr hohen Erwartungen wurden auch diesmal nicht enttäuscht, sondern in mancher Hinsicht sogar noch übertroffen.

An dieser Stelle ist die angenehme, engagierte und äußerst kompetente Betreuung durch unseren Reisebegleiter Wayan Sugita hervorzuheben. Seine fürsorgliche, unaufdringliche und humorvolle Art, sein Land mit großem Stolz vorzustellen, wird uns in Erinnerung bleiben.

Für das Gelingen einer Reise sehr wichtig sind vor allem auch die Mitreisenden: Diesbezüglich hat alles bestens funktioniert und jede:r Einzelne hat dazu beigetragen, eine für alle Teilneh­mer:innen angenehme Atmosphäre zu schaffen!

 

Weitere Eindrücke von Manfreds Reise:

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