Kolibri mit weißem Rahmen in Costa Rica
Dschungel, Vulkane und ganz viel Familienzeit 19. August 2026

Mit WORLD INSIGHT-Family durch Costa Rica

Maike Wessel

Sabine erkundete Costa Rica mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf einer WORLD INSIGHT Family-Reise – von San José über das Orosi-Tal, Tortuguero, Sarapiquí, La Fortuna und Monteverde geht es bis an die Pazifikküste

Costa Rica: Das wird unsere erste Familien-Fernreise mit unserer Tochter und das erste Mal mit WORLD INSIGHT – wir sind aufgeregt. Bereits am Flughafen in Frankfurt lernen wir unsere mitreisende Familie kennen. Sie ist – wie mein Mann – mit Fotorucksack ausgerüstet. Wir sind uns auf Anhieb sympathisch. Nach einem langen aber angenehmen Flug mit Edelweiß Air von Frankfurt über Zürich nach San José erwarten uns Sigi, unser Reiseführer, und Paulo, unser Fahrer, am frühen Nachmittag am Flughafen. Wir fahren durch das dicht besiedelte Valle Central rund um die Hauptstadt von Costa Rica. Unterwegs bestaunen wir eine Pferdeparade, bevor wir im Orosi Tal im Hotel Paraiso einchecken. Hier bleiben wir für zwei Nächte. Müde von der langen Reise fallen wir sehr früh in unsere Betten.

Brüllaffe beim Essen

 

OROSI TAL UND VULKAN IRAZÚ

Am nächsten Tag geht es auf den mit über 3.432 m höchsten Vulkan des Landes – den Irazú. Anschließend fahren wir nach Cartago, erkunden die Basilika “de Nuestra Senora de los Angeles”, die schwarze Madonna und „Las Ruinas“. Im idyllischen Garten der Ruinen von Ujarras picknicken wir und halten inne. Die kleine Sportsbar, in die uns Sigi am Abend führt, überrascht uns mit ihrer authentischen Küche und Vielfalt.

Gruppenbild am Vulkan Irazu

 

TORTUGUERO

Weiter geht die Reise mit Bus und Boot nach Tortuguero an die Karibikküste. Der kleine Ort und die umliegenden Lodges sind nur per Boot erreichbar. Wir sind beeindruckt von der Tierwelt und der Abgeschiedenheit unserer Unterkunft – der Lapa Verde Ecolodge. Nach einem Ausflug in den Ort verbringen wir den Nachmittag am “grünen” Pool, spielen Karten und beobachten die Affen bei ihrem frühen Abendessen. Es fühlt sich ein bisschen an wie im Paradies.

Geweckt von den Brüllaffen fahren wir in der Morgendämmerung durch die verzweigten Wasserwege um die Tierwelt zu entdecken. Nach einem kurzen Frühstücks-Stopp geht es erneut aufs Wasser – in das Nationalpark-Gebiet. Wir genießen die Weite und Stille der Wasserwelt und unserer Unterkunft – wir sind die einzigen Gäste! Am Abend wartet ein weiteres Highlight auf uns. Wir können die riesigen Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten. Wir sind uns einig: Tortuguero ist einzigartig.

Drohnenfoto im Tortuguero

 

SARAPIQUÍ

Wir entkommen der drohenden Regenfront mit unserem Schnellboot und fahren zurück nach Pavona. Von dort geht es wieder mit dem Bus durch nicht endend wollende Bananenplantagen Richtung Sarapiquí. Unterwegs stoppen wir und machen Bekanntschaft mit den Elefantenkäfern, bevor wir auf einer Farm alles über das organisierte Leben der Blattschneiderameisen lernen. Wir erreichen unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage, die Tirimbina Lodge. Von dort gelangt man über eine Hängebrücke direkt in den kleinen Nationalpark.

Am nächsten Morgen erfahren wir alles über den Kakaoanbau und die weitere Verarbeitung. Wir beteiligen uns rege – am Verarbeiten und Vernaschen des Kakaos. Das ein oder andere Tässchen vom göttlichen Trunk war vielleicht doch zu viel.

Kakaoschoten liegen auf dem Tisch in einer Schale

 

LA FORTUNA – ARENAL VULKAN

Unsere Weiterreise führt nach La Fortuna. Hier in der Nähe des Arenal Vulkans werden wir die nächsten beiden Tage verbringen. Ein Ausflug zu Rodolfos paradiesischer Farm hat so manche Überraschung parat: sehr giftige Schlange, Rotaugenlaubfrosch, süsse Ananas, zahlreiche uns unbekannte Früchte und Zuckerrohrsaftpressen inklusive. Wir wollten gar nicht Abschied nehmen. Unser Hotel “Montana des Fuego” kommt recht mondän daher und wir ignorieren im Hot Pool den einsetzenden Regen.

Heute wartet ein volles Programm auf uns. Los geht es im “Mistico Hängebrückenpark”. Die zahlreichen Fotostopps werfen Sigi’s Zeitplan gehörig durcheinander. Das Mittagessen muss einem kurzen Stopp im Supermarkt weichen, denn wir wollen noch zu den Lavafeldern des Arenal wandern. Und das Glück ist uns hold – die Wolken verschwinden und wir haben für einen kurzen Moment eine wunderschöne Sicht auf den Vulkankegel. Verschwitzt geht es zurück zum Bus und weiter zum Kochen bei Chela. Das frühe Abendessen schmeckt nach diesem vollen Tag allen hervorragend.

Vulkan Arenal in den Wolken

 

MONTEVERDE

Wir nehmen Abschied vom Arenal Vulkan und den heißen Quellen. Mit dem Boot fahren wir über den Arenal See. Danach geht es weiter mit dem Bus ins Hochland Richtung Monteverde. Die Landschaft macht dem Namen alle Ehre. “Verde = grün” ist in allen Tönen der Farbpalette zu bestaunen. Wir wohnen für zwei Nächte sehr abgeschieden in der Elida Lodge. Am Mittag schlendern wir durch den kleinen Ort – Shopping!

Am Nachmittag wandern wir durch den “Ewigen Wald der Kinder” und nach Einbruch der Dunkelheit können wir bei einer Nachtwanderung den Tieren beim Schlafen und Jagen zuschauen. Beim späten Abendessen fallen uns fast allen die Augen zu.

Am nächsten Tag hat das Wetter kein Erbarmen mit uns. Bei strömendem Regen laufen wir auf einer nur sehr kleinen Tour durch das Santa Elena-Schutzgebiet. Tiere? Fehlanzeige. Aber die Pflanzen zeigen auch bei diesem Wetter ihren eigenen Charme. Die Canopy-Tour verspricht allerdings keinen Spaß und muss leider ausfallen. Dafür entdecken wir ein kleines Café, leckerem Kuchen, spielen Karten und irgendwie war das auch sehr schön.

mistico park

 

MANUEL ANTONIO NATIONALPARK – PUNTA LEONA

Schon sehr früh machen wir uns auf den Weg vom Hochland an die Pazifikküste, denn wir besuchen noch am Vormittag den Manuel Antonio Nationalpark. Die unglaubliche Menge an Tieren und Menschen im Park erschlägt uns fast.

Lunch gibt es heute von der Hand, denn wir wollen noch weiter zu einer Krokodil-Tour auf dem Rio Grande de Tárcoles. Am Nachmittag sind schon alle Touristengruppen weg und so schippern wir alleine in der Flussmündung und genießen die frühabendliche Stimmung. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen müssen wir Abschied nehmen von Sigi und Paulo. Die nächsten Tage verbringen wir ohne die beiden an der Pazifikküste in Punta Leona.

Reisegruppe bei Wanderung durch den Urwald

 

PUNTA LEONA

Das Leben ohne Reiseleitung ist sehr ungewohnt. Aber diszipliniert wird früh aufgestanden, gefrühstückt und dann die riesige Anlage durchwandert. Auf dem Weg von unseren Bungalows zum Beach Club begegnen uns auch hier jede Menge Tiere und von fast jedem Baum schreit ein Ara. Wir gehen mit auf Tierbeobachtung und sehen Faultiere – sogar mit Baby – Tukane, Leguane, Schmetterlinge, etc. Unsere Fotografen sind gut beschäftigt und wir anderen genießen die Zeit beim Baden. Die Abende verbringen wir bei Karaoke, Tischkickern und Padel Ball spielen.

Unsere Rückflug führt uns nonstop mit Lufthansa nach Frankfurt. Während unsere Reise hier endet, verlängern unsere Reisegefährten noch eine Woche im Resort Punta Leona und verleben schöne Tage mit Reitausflug und Sonnenbaden. Die Reise war ein lang gehegter Wunsch und sie hat unsere Erwartungen übertroffen. Mit Sigi hatten wir einen Reiseleiter an unserer Seite, der sich um alles kümmerte, jede Pflanze und jedes Tier persönlich beim Namen kannte und uns trotzdem immer Freiraum gelassen hat. Paulo war unser umsichtiger Fahrer, der uns stets sicher kutschierte. Und mit unserer mitgereisten Familie haben wir uns bestens verstanden – Pura Vida!

Strand von Punta Leona

 

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