Reisebericht Vietnam 17. Juni 2015

Auf zwei Rädern sieht man mehr

WORLD INSIGHT Reisegast

Mit dem Fahrrad haben sich Klaus Höhn und Evi Wuth Vietnam aktiv erradelt. Ihr außergewöhnlicher Reisebericht mit detaillierten, liebevollen Illustrationen erzählt von kleinen Dörfern, wilder Natur und einem Hotelschiff.

„Alles, was ich in mir trage, habe ich mir erwandert“, sagte einst Goethe. – „Etwas von dem, was wir über Vietnam wissen, haben wir uns erradelt.“

Eines sei gleich am Anfang gesagt: Die Stimmung in unserer Truppe war bis zum Reiseende immer gut. Daran konnte auch das manchmal besch***e Wetter nicht rütteln. Mit unserem Reiseleiter Dung haben wir einen Volltreffer gelandet: gutmütig, hilfsbereit, allumfassend, kompetent und immer gut drauf! In der ehemaligen DDR ausgebildet, spricht er unsere Sprache sehr gut. Einige Relikte des Sächsischen, das „eene“, „keene“ und vor allem „weeste“ sind ihm erhalten geblieben.

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„Unser Ort der Verkehrsbeobachtung“

2. Tag
Unsere Reise beginnt in der Altstadt von Hanoi. Der erste Spaziergang bringt uns zum Ho Chi Minh-Mausoleum, bevor wir am Abend von der Dachterrasse des Cafés Highland Coffee das faszinierende Treiben in uns aufnehmen. Der chaotische Verkehr ist für uns kaum durchschaubar. Unsere Devise: Einfach losgehen, losfahren und du wirst mitgetrieben!

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„Ninh Binh“

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„Halong Bucht“

3.-4. Tag
Der Reisebus bringt uns nach Mai Chau, in dessen Umgebung wir mit dem Fahrrad einige kleine Dörfer erkunden. Nach einer Übernachtung im Pfahlhaus auf Matten unter Moskitonetzen fahren wir auf kleinen Umwegen durch herrlich wilde Natur nach Ninh Binh. Von hier aus unternehmen wir eine Fahrradtour durch grüne Landschaften nach Hoa Lu und Tam Coc, besichtigen den Dinh- und Le-Tempel.

5.-7. Tag

Die Halong-Bucht, UNESCO-Weltnaturerbe, erleben wir vom Wasser aus. Mit dem Boot erreichen wir die Tam Coc-Höhlen auf dem Boi-Fluss. Nach einem Besuch der Thien Cung- und der Sung Sot-Höhlen fahren wir mit dem Bus wieder nach Hanoi, wo wir am Abend das Wasserpuppentheater besuchen – eine beeindruckende Vorstellung!

Hanoi ist wunderbar. Die gemeinsame Fahrradrikscha-Tour lässt uns die Altstadt hautnah erleben.
Anschließend spazieren wir zum Hoan Kiem-See, besuchen das Ethnologie-Museum und den Literaturtempel. Hanoi ist wunderbar!

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„Phouc-Duyen-Turm“

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„Japanische Brücke“

8.-11. Tag
Guten Morgen Hue! Mit dem Wiedervereinigungsexpress hatten wir eine sehr lustige Nachtfahrt ohne viel Schlaf und freuen uns nun auf die anstehende Fahrradtour, die uns zu den Königsgräbern von Tu Duc, zur Königsstadt und zur Purpurnen Verbotenen Stadt bringen wird. Die Fahrten verlaufen unter erschwerten Bedingungen – teilweise kräftiger Regen, unbequeme Regenumhänge, Verkehrsgewimmel in Hue. Nach so viel Anstrengung sind wir froh, dass tags darauf wieder eine schöne Bootsfahrt ansteht:
Auf dem „Parfüm-Fluss“ fahren wir zur Thien Mu-Pagode und anschließend mit dem Bus über den Wolkenpass nach Hoi An, wo wir zwei Nächte bleiben werden. Auch die schöne Umgebung von Hoi An erkunden wir auf dem Fahrrad und genießen im Anschluss den Badetag am Strand von Cua Dai.

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„Saigon“

12. Tag
Mit dem Flugzeug geht es weiter nach Saigon. Wir erkunden die Stadt, besuchen den bekannten Wiedervereinigungspalast, die Notre Dame-Kathedrale und das Alte Postamt. Der Ben Thanh-Markt, eine Markthalle von 1914, umfasst ganze 13.000 m2 und ist der helle Wahnsinn. Das Abendessen im Drehrestaurant des „Sapphire Saigon Hotels“ ist wie immer Spitzenklasse der vietnamesischen Kochkunst – grandioser Blick über Saigon inklusive!

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„Mekongdelta“

13.-15. Tag
Nach Long An kommen wir mit dem Bus. Es wartet die nächste Fahrradtour durch die reizende Landschaft nach Tien Giang auf uns. Mit Booten geht es auf dem Mekong weiter und über die Kanäle des Mekong-Deltas nach Vinh Long zur Übernachtung in einer „Homestay“-Unterkunft (ähnlich einer Lodge). Für alles ist gesorgt, auch an den Monsunregen mit sehr viel Wasser wurde gedacht. Abends gibt es gemeinsame Kochgaudi!
Das nostalgische Kreuzfahrtschiff Le Cochinchine bringt uns nach Can Tho. Hier steigen wir in kleine Boote und machen einen Ausflug zum schwimmenden Markt des Deltas. Mittagessen gibt es noch an Bord des Schiffes, bevor wir Can Tho erreichen. Nach einem kurzen Stadtbummel folgt bereits das Abschiedsessen mit unserem Reiseleiter Dung – es gibt auch Froschschenkel, köstlich! Wir genießen den letzten gemeinsamen Abend mit Dung und freuen uns auf die abschließenden Tage am Strand. Mit dem Bus fahren wir in den Badeort Mui Ne.

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„Reiseverlauf“

16.-17. Tag
In Mui Ne sind wir in einem guten Hotel mit Pool direkt am Südindischen Meer untergebracht. Bei idealem Badewetter, viel Sonne, angenehm warmen Temperaturen ist Nichtstun und Entspannen angesagt. Abends probieren wir die lokale Straßenküche aus. Eine letzte Fahrradtour zu den Roten Sanddünen unternehmen wir dann aber doch: Der Sand ist weiß, die Getränke gut gekühlt, es ist sehr warm – wir fühlen uns wohl. Am Abend trifft sich die Gruppe zum „Umtrunk des Gedenkens“ an unseren lieben Reiseleiter Dung unweit vom Strand des Hotels – Wein und Reisschnaps hat Dung gesponsert! Unser Fazit: Eine tolle Reise, es war sehr schön mit euch allen! Unser besonderer Dank gilt Dung: „Weeste“ Dung, du warst für uns der beste Reiseleiter der Welt – wir haben „eenen“ neuen Freund kennengelernt!

– Evi Wuth und Klaus Höhn

 

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