Ecuador und Galápagos Inseln 1. März 2019

Majestätische Gipfel, indigene Völker, fantastische Tierwelt

WORLD INSIGHT

Vor über 250 Jahren wurde Alexander von Humboldt geboren, der vor allem an Ecuador sein Herz verlor. Wir gehen ihm und Charles Darwin auf die Spur und entdecken magische Orte, die ihr selbst erleben könnt.

Im September 2019 jährte sich zum 250. Mal der Geburtstag von Alexander von Humboldt – einem der größten Forscher, Gelehrten und Weltbürger. Mehr noch als in Deutschland ist der Preuße in Lateinamerika nach über zwei Jahrhunderten in aller Munde, stößt man doch stets und ständig auf seinen Namen: Schulen, Parks, Berge, eine Meeresströmung, verschiedene Pflanzenarten und selbst eine Pinguinart sind nach ihm benannt. Wir reisen auf seinen Spuren durch Ecuador und lassen uns ebenfalls in den Bann der Naturschätze des Landes ziehen.

Unsere Country Managerin Regine Volland lebt bereits seit fünfzehn Jahren in Ecuador. Schau dir unser kleines Video an, in dem sie dir die Besonderheiten ihrer Wahlheimat vorstellt.

 

 

Abenteuer in den Anden

Humboldts legendäre Forschungsreise von 1799 bis 1804 führte ihn durch sechs Länder Lateinamerikas: Vom Orinoko in Venezuela reiste er durch das Amazonasgebiet, in die Karibik und über Land durch die Anden. Mehr als sechs Monate seiner Reise – und damit länger als an jedem anderen Ort – verbrachte er in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Ihre rund 500 Jahre alte Altstadt inmitten der Anden versetzt noch heute jeden Besucher in die Vergangenheit. Es ist ein Leichtes, sich auszumalen, wie Humboldt mit seinem Weggefährten Aimé Bonpland durch die kolonialen Gassen entlang der prachtvollen Herrenhäuser und barocken Kirchen spazierte. Auf unseren Gruppenreisen durch Ecuador erkunden auch wir die Hauptstadt intensiv: Wir schlendern durch „La Ronda“, die älteste Straße der Stadt und beobachten das gesellige Get-together der Quiteños auf der Plaza de San Francisco. Bei unserem Ausflug zum Hausberg Panecillo und der Sicht auf die umliegenden Andengipfel wir uns schnell bewusst, warum Humboldt Quito als das „Fenster zur Welt“ bezeichnete. Legendär war während dieser Zeit sein Aufstieg auf den Chimborazo, bei dem er gemeinsam mit seinen Begleitern eine Höhe von 5.900 m erreichte und so einen neuen Rekord aufstellte, der in der restlichen Welt für Aufsehen sorgte.

 

Der Vulkan Chimborazo ist der höchste Berg Ecuadors – mit  6263 m Höhe über dem Meeresspiegel.

 

Unterwegs auf den Spuren von Humboldt steht auch bei unserer 23-tägigen Erlebnisreise „Ecuador mit Galápagos Inseln“ der mächtige Bergriese auf dem Programm. Wir gehen es allerdings weniger ehrgeizig an und wandern von der Schutzhütte auf 4.800 m zum 200 m höher gelegenen Aussichtspunkt. Humboldts Faszination können wir dennoch sehr gut nachempfinden, wenn der Nebel die Aussicht auf den majestätischen Gipfel freigibt und unser Blick über die weite Landschaft der Anden schweift. Er selbst schrieb über Ecuador: „Die hohen schneebedeckten Gipfel, die tätigen Vulkane […], ihre Vegetation und die Sitten ihrer Bewohner machen die Gegend zu der interessantesten der Welt.“ Die Andenkette zwischen Quito und Cuenca hat es dem Forscher besonders angetan und es war Humboldt, der ihr den allseits gängigen Beinamen „Straße der Vulkane“ gab. Zahlreiche Feuerberge mit zungenbrecherischen Namen wie Tungurahua, Rumiñahui oder Illiniza reihen sich entlang der Panamericana wie Perlen auf einer Kette und werden begleitet von einzigartiger Páramo-Vegetation samt Orchideen und Bromelien sowie moosbewachsener Steppe und blauschwarzen Lagunen.

 

Blick auf den Kratersee – nahe der Stadt Quito

 

Auch heute noch übt die Gegend ihren verlockenden Reiz auf Reisende aus und zählt neben der Pazifikküste, dem Amazonasgebiet und den Galápagos Inseln zu den vier verschiedenen geografischen Zonen des Landes. Unvermeidlich zählt der Besuch der Andenregion zu den Highlights unserer Ecuador-Reisen – nicht nur wegen der weiten und unberührten Natur, auch die Menschen sind hier besonders. Die Indígenas in den kleinen Dörfern leben im Einklang mit „Pachamama“ (Mutter Erde), sprechen Kichwa, die Sprache ihrer Vorfahren, und richten ihr Leben nach dem Rhythmus der Erntezeiten aus. Sie pflegen jahrhundertealte Traditionen und sind dank ihrer farbenfrohen Kleidung ein wahrer Blickfang. Für viele unserer Reisegäste zählt daher der Besuch im Andendorf Guamote zum kulturellen Höhepunkt unserer Erlebnisreise: Jeden Donnerstag ist es mit der Ruhe in der beschaulichen Kleinstadt dahin und Bauern und Viehhändler aus der gesamten Region reisen in den Ort, um ihre Waren feilzubieten. Anders als im bekannteren Marktstädtchen Otavalo richtet sich das Angebot in erster Linie an die Einheimischen, nicht an Touristen, sodass wir authentischem Markttreiben beiwohnen.

 

 

Amazonas: Schatzkammer des Artenreichtums

Humboldts Motivation für seine private Forschungsreise lässt sich auf sein unbändiges Fernweh und eine ungestillte Entdeckerfreude zurückführen – diese Abenteuerlust ist uns auch bei WORLD INSIGHT bestens bekannt. Kein Wunder also, dass wir uns im ecuadorianischen Amazonasgebiet – ähnlich wie Humboldt – auf Expedition begeben: Unsere Tour gestaltet sich dabei jedoch weniger waghalsig und wir müssen nicht wie der berühmte Forscher und seine Gefährten mit dem Einbaum am Ufer nächtigen, umgeben von Krokodilen und Jaguaren, den Moskitos schutzlos ausgeliefert.

Durch das Amazonastiefland begeben wir uns nach Misahuallí. Vorher erwartet uns eine Wanderung zum Pailón del Diablo Wasserfall, der von einer Hängebrücke aus bewundert werden kann. Weiter geht es entlang der tief eingeschnittenen Schluchten des Río Pastaza ins Amazonasgebiet. Die letzten Kilometer fahren wir über eine holprige Straße und erreichen unsere rustikale Dschungellodge am Napo Fluss.

 

 

Darwins Labor der Evolution

Mit einer Fülle an botanischen und geologischen Proben sowie neuen Erkenntnissen im Gepäck kehrte Humboldt nach fünf Jahren nach Europa zurück und fasste seine Thesen und Beobachtungen in den nächsten Jahren in zahlreichen Büchern zusammen. Eines seiner Reisewerke gelangte in die Hände des jungen Charles Darwin, der erklärte, dass es diese Lektüre war, die ihn inspirierte, selbst eine Forschungsreise zu unternehmen. Angetrieben von dem gleichen Forscherdrang und großer Reiselust machte sich der Engländer auf den Weg nach Südamerika und erreichte schließlich den Galápagos Archipel, ca. 1.000 km vom ecuadorianischen Festland entfernt.

 

Schlafende Seelöwen am Strand auf den Galápagos Inseln.

 

Begeistert von der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt nahm Darwin intensive Beobachtungen und Untersuchungen vor, die schließlich zu seiner These über die Entstehung der Arten führte. In sein Tagebuch schrieb er „The archipelago is a little world within itself.“ und sinnierte darüber, dem Mysterium um das Erscheinen neuer Arten ein Stück näher gekommen zu sein. Was einst für Darwin ein Forscherparadies, ist für uns die Krönung jeder Ecuador-Reise. Wo sonst auf der Welt kann man mit neugierigen Seelöwen oder Weißspitzhaien um die Wette tauchen, Riesenschildkröten aus nächster Nähe beobachten oder Blaufußtölpel bei ihrem drolligen Balztanz beobachten? Ob während eines Inselhüpfens von den Hauptinseln Santa Cruz oder Isabela aus, wie bei unserer Erlebnisreise und ComfortPlus-Reise – ein Besuch auf den Galápagos Inseln ist mit nichts zu vergleichen und wird dir ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Und wer weiß, mit welchen revolutionären Erkenntnissen und besonderen Erlebnissen du nach deinem Aufenthalt in Ecuador zurück nach Europa reist?

 

Unser sympathisches Team in Ecuador freut sich auf euren Besuch.

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