Reisebericht Laos 27. Juni 2024

Magisches Laos: Eine Reise durch Vielfalt und Leichtigkeit

WORLD INSIGHT Reisegast

Von den charmanten Straßen Luang Prabangs bis zu den geheimnisvollen Höhlen von Kong Lor – erlebe die Vielfalt dieses einzigartigen Landes in Südostasien durch die Eindrücke und Erlebnisse von Reisegast Gertraud.

Ich habe mit WORLD INSIGHT die angebotene Erlebnisreise „LAOS – Die Magie der Leichtigkeit“ mitgemacht und zwar in der Zeit von Mitte Januar bis Anfang Februar, wo die beste Reisezeit ist, weil sie nicht in die Regenzeit hineinfällt.

Diese Reise ist ein besonderes Erlebnis! Sie ist so vielseitig! Die für uns doch fremde Kultur der Buddhisten, die abwechslungsreiche Landschaft – Berge, Karstgebirge, Wasserfälle, der Mekong, die Tropfsteinhöhlen, die riesigen Reisfelder – aber auch das Leben der Menschen dort unterscheidet sich sehr von der europäischen Lebensweise. Besonders interessant war die Besichtigung der Tonkrüge – ein einmaliges Weltkulturerbe! Und nicht vergessen darf ich auch die Märkte! Ein Wahnsinn, was da alles angeboten wird, was auch alles gegessen wird, was dort alles wächst und gedeiht! Wir haben auch einige verschiedene Volksgruppen besucht und ihren Alltag kennengelernt. Die Menschen sind fleißig, machen vieles selber in Handarbeit und leben in ihrem Familienkreis.

Eine Stadt voller Charme

Wenn ich die Reise Revue passieren lasse, so fange ich gleich mit der Ankunft in Luang Prabang an. Meine Lieblingsstadt! Unser Hotel war zentral gelegen, wir konnten vieles zu Fuß machen, z.B. den Nachtmarkt, den wir vorher mit unserem Reiseleiter kennengelernt hatten, Restaurantbesuche, auch ein Massagesalon war gleich in der Nähe. Die Stadt ist mit vielen Tempeln samt Mönchen gesegnet, liegt am Zusammenfluss vom Nam Khan-Fluss und Mekong und hat das typische Flair, das man von Südostasien erwartet: Menschen mit Strohhüten, fest beladene und viele Motorradfahrer, schwer bepackte Laotinnen!

Die Weiterreise ist per Boot Richtung Norden, wo wir unsere 1. Kalksteinhöhle bestaunen konnten, die mit tausenden Buddha-Statuen bestückt ist. Der Bus bringt uns dann zum Quartier am Fluss Ou. Diesen Fluss nutzen wir am Tag darauf zu einer Bootsfahrt mit Wanderung durch die Landschaft zu abgelegenen Dörfern. Die Menschen sind stets freundlich und heißen uns überall Willkommen. Zurück nach Luang Prabang begeistert mich besonders der Kuang-Si-Wasserfall, von dem zufällig ein paar Wochen vorher im Fernsehen ein Bericht gezeigt wurde.

 

Der Kuang-Si-Wasserfall versprüht eine magische Atmosphäre.

 

Das Programm führte uns weiter zu der Ebene der Tonkrüge im Osten. Die Straße über das Gebirge war sehr ruckelig und dadurch schwierig zu passieren. Jedoch sind diese Tonkrüge aus der Zeit 500 v. Chr. diese Strapazen wert – einmalig auf der Welt! Man fährt durch ein fast unbesiedeltes Gebiet mit vielen Wäldern, es gibt nur kleine Dörfer direkt am Straßenrand, geprägt von Landwirtschaft. Wie im ganzen Land muss der Fahrer aufpassen auf Kinder, Rinder, Ziegen, Hunde, Katzen, Hühner und Gänse, die immer wieder über die Straße laufen.  Schon hier fällt auf, wie freundlich alle Menschen sind, wenn wir durch die Siedlungen spazieren und wir uns ein wenig umschauen.

 

Die Ebene der Tonkrüge ist eine eindrucksvolle archäologische Fundstätte

Moderne Städte und ländliche Idylle

Zurück übers Gebirge schlagen wir schon die Richtung nach Süden ein. Wir kommen in das modernere Städtchen Vang Vieng, wo wir eine Bootsfahrt machen und unsere erste Kalksteinhöhle besuchen. Auf der Weiterfahrt geht es zur Hauptstadt Vientiane am Mekong, ganz an der Grenze zu Thailand, mit ein paar Sehenswürdigkeiten. Aber am Tag danach geht es wieder ins Ländliche! Herrliches Karstgebirge, aber auch große Reisfelder, abgeerntet oder schon grün leuchtend, begrüßen uns. Hier gibt es das nächste Abenteuer: eine 7 km lange Fahrt per Boot durch die Höhlen von Kong Lor! Ein paarmal steigt man aus, um die bizarren Stalagtiten und Stalagmiten in den 100 Meter hohen Höhlen zu bewundern – gigantisch! Wir verlassen das Karstgebirge Richtung Süden, wo uns wieder die buddhistische Architektur begegnet.

Kulinarische Entdeckungen

Immer wieder kommen wir zu Dörfern verschiedener Volksgruppen, sehen ihre Lebensweise und kommen auch auf Märkte, wo wir nur staunen. Gegessen wird hier alles, je nach Region! Gemüse, so vielseitig habe ich das nicht geahnt, Getier groß und klein, was man halt so findet in den Wäldern. Ich habe sogar einige ungewöhnliche Kostproben genommen, was gar nicht so schlecht geschmeckt hat (am besten waren die kleinen knackigen Heuschrecken!).

 

Die freundlichen Einheimischen sind typisch für Laos.

 

Und dann sind wir schon am Bolaven-Plateau mit herrlicher Landschaft und mildem Klima. Es ist nicht mehr weit zur Grenze von Kambodscha. Deshalb sehen wir hier auch bereits Tempelreste von den Khmer, die hier mit dem Bau von Tempeln begonnen haben und sich dann in Kambodscha weiterentwickelt haben.

Das Ende der Reise steht bevor, wir sind am Mekong und nahe der Grenze zu Kambodscha. Da genießen wir eine entspannte Fahrt per Boot in dem Gebiet der „4.000 Inseln“. Manche Inselchen sind nur ein Strauch, die größte jedoch ist über 120 km² groß. Jedenfalls kann dort der Mekong in der Regenzeit bis zu 14 km breit werden! Wir haben ihn noch begleitet bis zu den Wasserfällen. Es gibt deren 6 in einer Linie, wir haben einen davon besucht und über die tosenden Wassermassen gestaunt, die da hinabstürzen.

Die Heimreise steht an und wir sind erfüllt mit vielen wunderschönen Eindrücken, die wir erst daheim so richtig verarbeiten können und noch lange von dieser Reise zehren werden.

 

Reisfelder prägen das Landschaftsbild von Laos.

Hilfreiche Tipps

  • Das Mineralwasser ist im Bus immer gratis zu haben, wird von WI gespendet
  • Man sollte gerne mit dem Bus fahren, denn es sind trotz Auflockerungen lange Strecken bei schlechten Fahrverhältnissen zurückzulegen.
  • Alles ist spottbillig! Da ja meist nur das Frühstück inkludiert ist, muss man sich mittags und abends selbst versorgen. Ein normales Essen kostet ca. 2 – 3,00 €. Ein großes Bier dazu noch einmal ganz € 1,50! Und alles schmeckt und ist appetitlich.
  • Massagesalons gibt es viele, oft gleich neben dem Hotel. Für 1 Bodymassage zu 60 Minuten zahlst du höchstens € 5,00, nutze dazu die freie Abendzeit!
  • Ich habe am Markt vieles gekostet, was bei uns unüblich ist. Mach es, es passiert nichts und du hast den Kick, exotisches probiert zu haben!
  • Der Reiseleiter hilft dir immer und überall, vertraue ihm!
  • Vergiss nicht dein Badezeug. Manche Hotels haben einen Pool, den man nutzen kann.
  • Ich bin 76 Jahre alt und für mich war die Reise nicht anstrengend, sie ist für alle Normalbürger geeignet.

Mit den besten Wünschen für eine tolle Reise – Gertraud Oberneder

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