20. August 2021 Costa Ricas Lebensmotto

Pura Vida – Ein Lebensstil zum Nachahmen

Daniel Küng

Was der Ausdruck “Pura Vida” für die Costa Ricaner bedeutet und wieso wir von ihnen lernen können.

„¿Buenos días, cómo estás?“ begrüßt unsere Reiseleiterin Ellen unseren Fahrer beim Frühstück. „Pura Vida, gracias y tú?“ antwortet er mit einem Lächeln im Gesicht und hochgestrecktem Daumen. Pura Vida – diese zwei Worte hört man in Costa Rica bei jeder Gelegenheit. Doch was bedeutet dieser Ausspruch denn eigentlich?

„Pures Leben“ ist die direkte Übersetzung und es geht dabei um sehr viel mehr als nur um einen Ausdruck. Es ist ein Lebensstil, eine dankbare und positive Einstellung zum Leben, eine respekt- und würdevolle Haltung gegenüber anderen Menschen und der Natur. Ja, es ist der Schlüssel zum glücklich sein. Das spüren auch unsere Gäste tief in ihrem Inneren während der Reise und manch einer schwört sich, nach der Rückkehr eine gehörige Portion „Pura Vida“ fix in sein Leben integrieren zu wollen.

Dass die Costaricaner zu den glücklichsten Menschen der Welt zählen, belegt auch der „Happy Planet Index“. Hier belegt Costa Rica regelmäßig Plätze unter den Top 10. Der Index misst unter anderem die subjektiv empfundene Zufriedenheit der Menschen, die Lebenserwartung und der ökologische Fußabdruck jedes Landes. Doch was macht der „Tico“ – so nennen sich die Costaricaner selbst – und der Staat denn konkret um dieses Glück zu erlangen? Der Costaricaner stellt zuerst einmal Familie und Freunde ins Zentrum und begegnet allen Menschen authentisch und auf Augenhöhe. Er feiert Feste wie sie fallen und ein Besucher ist immer auch ein „amigo“. Er sieht das Leben als Geschenk und weiß es zu schützen und zu genießen. Er arbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt. Er liebt sein Land und verbringt so viel Zeit wie möglich draußen in der freien Natur. Costaricaner sind zudem sehr aktiv: ein Land der Mountainbiker, Wanderer, Surfer und natürlich Fussballspieler.

Schulen und Krankenhäuser statt Panzer und Kasernen

Das Lebensmotto Pura Vida hat Costa Rica auch dazu veranlasst, viele Dinge aus anderen Blickwinkeln zu sehen und andere Wege einzugehen. Beispielsweise wurde bereits 1948 das Militär komplett abgeschafft. Die dadurch entstandenen Einsparungen wurden stattdessen in das Bildungs- und Gesundheitswesen investiert: „In jedem Dorf, in dem mindestens sechs Kinder leben, muss per Gesetz eine Schule errichtet werden“, erzählt Daniel. Und ähnlich läuft es mit der medizinischen Versorgung, so sind in ganz Costa Rica flächendeckend Schulen und Krankenhäuser zu finden. Denn „Gut ausgebildete und gesunde Ticos führen zu einer starken Wirtschaft“, erklärt unser Country Manager stolz. Mit dieser einfachen, aber tiefgreifenden Entscheidung hat die Regierung schon früh einen Grundstein gelegt, dass es Costa Rica heute wirtschaftlich besser geht als anderen vergleichbaren Ländern in Lateinamerika.

Die Politik hat mit weitsichtigen Entscheiden eine Basis für eine glückliche Bevölkerung gelegt. So hat Costa Rica 1948 die Armee abgeschafft und alles Geld ins Gesundheitswesen und die Bildung gesteckt: In jedem Dorf, in dem mindestens sechs Kinder leben, muss per Gesetz eine Schule errichtet werden. Und ähnlich läuft es mit der medizinischen Versorgung: in ganz Costa Rica sind flächendeckend Schulen und Krankenhäuser zu finden. Ein solides Sozialsystem sichert alle Bevölkerungsschichten. Hinter dieser einfachen, aber tiefgreifenden Entscheidung steckt die Überzeugung, dass gut ausgebildete und gesunde Ticos zu einer starken Wirtschaft führen. Damit hat die Regierung schon früh einen Grundstein gelegt, dass es Costa Rica heute wirtschaftlich besser geht als anderen vergleichbaren Ländern in Lateinamerika.

Es wurden zahlreiche Nationalparks und Reservate gegründet und heute steht fast ein Drittel des Landes unter Naturschutz. Dank eines Fonds zur Finanzierung von Waldschutz und Aufforstung hat es Costa Rica geschafft, seine Waldflächen seit 1970 wieder zu verdoppeln. Heute sind über 55% des Landes wieder bewaldet und die Tiere erobern sich ihren Lebensraum zurück. Das Land produziert zu 98 % erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Geothermik, Wind- und Solaranlagen. Ziemlich vorbildlich für ein kleines lateinamerikanisches Land.

Liebe und Respekt zur Umwelt

Das Pura Vida spiegelt auch den respektvollen Umgang der Ticos mit Natur und Mensch wider. Es wurden zahlreiche Nationalparks und Reservate gegründet und heute steht fast ein Drittel des Landes unter Naturschutz. Dank eines Fonds zur Finanzierung von Waldschutz und Aufforstung hat es Costa Rica geschafft, seine Waldflächen seit 1970 wieder zu verdoppeln. Heute sind über 55 % des Landes wieder bewaldet und die Tiere erobern sich ihren Lebensraum zurück. Und darum ist auch wichtig, dass die Reisenden wieder ins Land kommen, denn die Nationalparks müssen natürlich unterstützt werden, damit die Natur sich weiterhin so schön entwickeln kann.

Costa Rica produziert zu 98 % erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Geothermik, Wind- und Solaranlagen. Ziemlich vorbildlich für ein kleines lateinamerikanisches Land. Ebenso respektvoll wie mit der Natur gehen die Costaricaner auch mit ihren Mitmenschen um. Deshalb, und auch aufgrund der exzellenten medizinischen Infrastruktur, wird der Großteil der Bevölkerung schon im September komplett gegen das COVID-19 Virus geimpft sein. Auch unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter stehen hier mit auf der Impfliste, denn auch für sie ist es selbstverständlich die Risiken zu minimieren und sich selbst und andere zu schützen. Hier schließt sich wieder der Kreis zum Pura Vida. Geschützt und mit Bedacht können wir wieder wunderbar durch Costa Rica reisen. In diesem Sinne, Pura Vida, kommt nach Costa Rica!

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