Naadam-Fest in der Mongolei 21. Februar 2017

Reiten, Ringen und Schießen wie Dschingis Khan

Einmal im Jahr erweckt die Mongolei ihre Vergangenheit mit sportlichen Wettkämpfen, Kulturveranstaltungen und viel Nationalstolz wieder zum Leben – eine aufregende Zeitreise zurück zu den großen Kriegern des Landes.

Das traditionelle Naadam-Fest ist in der Mongolei unangefochten der Höhepunkt des Jahres. Die altertümlichen Spiele und Feierlichkeiten, die bereits zu den Zeiten der Hunnen veranstaltet wurden, finden jährlich immer zur selben Zeit statt, vom 11. bis zum 13. Juli. Ursprünglich „Drei Spiele der Männer“ (eriyn gurwan naadam) genannt, dienten sie unter Dschingis Khan noch zur Wehrertüchtigung für die Krieger des Kaisers. Heute werden sie zur Erinnerung an die Revolution im Jahr 1921 gefeiert und sind eine Mischung aus Nationalfeiertag und Sportturnier.

Ein rauschendes Fest

Mehrere hunderttausend Mongolen aus allen Ecken des Landes machen sich – oft noch zu Pferd – jedes Jahr auf den Weg, um als Zuschauer die offiziellen Feierlichkeiten in der Hauptstadt Ulaanbaatar mitzuerleben. Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, das Naadam-Fest möglichst pompös und glanzvoll auszurichten. Eine feierliche Eröffnungszeremonie mit Rede des Staatspräsidenten und einem Marsch von Soldaten in alter Kriegerkleidung läutet das Naadam im Nationalstadion ein.

Spannende Sport-Turniere, traditionelle Musik und quirlige Menschenmassen in farbenfrohen Trachten beherrschen für die nächsten Tage die Hauptstadt. Die belebten Straßen bieten den Besuchern ein großes Angebot an landestypischen Speisen, Gesang, Tanz und Kunsthandwerk. Aber auch moderne Events und Partys fehlen heutzutage beim Naadam-Fest nicht. Abends locken Pop-Musiker und DJs die Menschen zu großen Konzertbühnen und auf die Tanzflächen. Das Musik-Event auf dem Sukhbaathar-Platz, welcher das Zentrum der Stadt markiert, ist besonders beliebt und gut besucht. Viele Bands und Solo-Künstler spielen dort einen ganzen Abend lang ein abwechslungsreiches Programm.

Es überrascht nicht, dass dieses bunte und stimmungsvolle Fest inzwischen auf vielen Plänen neugieriger Reisender steht. WORLD INSIGHT führt seine Mongolei-Gäste im Juli ebenfalls zu diesem spannenden Event. Fasziniert verfolgen wir das trubelige Geschehen, tauchen ein in die mongolische Geschichte und Kultur und werden mitgerissen von der fröhlichen, feierlichen Stimmung. Hautnah erleben wir so das für die Mongolen bedeutsame Fest. Neben dem bunten Treiben auf den Straßen der Stadt und der Party-Stimmung verfolgen wir natürlich auch die sportlichen Wettkämpfe, die im Mittelpunkt des Festes stehen.

Die Paradedisziplinen des Dschingis Khan

Veranstaltet werden Turniere in den drei Sportarten Reiten, Ringen und Bogenschießen. Denn den Nachfahren des großen Herrschers Dschingis Khan wird nachgesagt, diese am besten zu beherrschen.

Die Ringkämpfe sind ein fester Bestandteil unseres Besuches auf dem Naadam. Die wichtigste der drei Disziplinen ist auch außerhalb des Festes mit Abstand der populärste und angesehenste Sport des Landes, was den großen Erfolg der mongolischen Ringer bei internationalen Turnieren erklärt. Über 500 Teilnehmer treten in der Regel bei den Naadam-Kämpfen an, die sehr streng nach dem K.o.-System ablaufen und zeitlich nicht begrenzt sind. Es kann schon einmal vorkommen, dass sich ein Kampf viele Stunden hinzieht. In diesem Fall werden auch wichtige Staatsempfänge verschoben. Der Sport hat Vorrang!

Die Ringer beginnen einen Kampf stets mit sehr auffälligen Bewegungen, die den Flug eines mächtigen Adlers imitieren sollen. Neben viel Jubel und hohem Ansehen erhält der Sieger einen Geld- oder Sachpreis sowie einen von vier Titeln: Vergeben werden die Auszeichnungen Falke, Elefant, Löwe und Riese. Letzterer steht für einen mehrmaligen Sieg beim Naadam und ist somit am begehrtesten. Nach dem Kampf muss der Verlierer unter den Armen des Gegners, also symbolisch unter den Schwingen des Adlers, hindurchgehen, um dem Gewinner seinen Respekt zu zeigen.

Beim Bogenschießen können wir dann die besten Schützen des Landes beobachten. Mit traditionell hergestellten Pfeil und Bogen wird hier nicht etwa auf Scheiben, sondern auf Ziele aus Leder, die in ihrer Form an Cola-Dosen erinnern, geschossen. Ziel ist es möglichst viele dieser Leder-Objekte zu treffen. Jeder Schütze, der alle Ziele abschießt, gewinnt. Hier ist es also nicht ungewöhnlich, dass es mehrere Sieger gibt.

Wildes Rennen in der mongolischen Steppe

Zum Schluss des Festes finden die aufregenden Pferderennen außerhalb von Ulaanbaatar statt. Die Zuschauer begeben sich auf einen kleinen Ausflug in die umliegende Steppe. Dort verfolgen sie dann gebannt die rasend schnellen Pferde, die von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren geritten werden. Die Kids, die das Reiten von früh auf lernen, sind bereits echte Profis und wegen ihres geringen Gewichts besonders gut geeignet für die rasanten Naadam-Rennen. Im wilden Galopp preschen die Tiere über die freie Ebene, wobei die jungen Jockeys oft noch nicht einmal Sättel benutzen.

Je nach Reiseverlauf verfolgen auch wir eines der packenden Rennen während des Festes oder besuchen den Pferderennplatz in der weiten mongolischen Landschaft vor Beginn des Festes und beobachten die spannenden und trubeligen Vorbereitungen.

 

Naadam (c) WORLD INSIGHT 02

Die jungen Reiter treiben ihre Rennpferde über die mongolische Steppe.

Das Naadam ist ohne Frage für jeden Besucher ein spannendes und aufregendes Erlebnis und bietet Reisenden einen einmaligen Einblick in die facettenreiche mongolische Kultur, Tradition und Lebensweise.

Erleben Sie mit uns eine unvergessliche Reise durch die Mongolei. Dieses Jahr bieten wir vier Termine an, die auch einen Besuch des Naadam-Festes einschließen:

  • 24.06.–12.07.2017
  • 25.06.–13.07.2017
  • 28.06.–16.07.2017
  • 08.07.–31.07.2017

 

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