Island 24. Januar 2020

Wildes Europa: Abenteuer, fast vor der Haustür

WORLD INSIGHT

Man muss nicht immer weit reisen, um die Welt zu entdecken! Unglaubliche Naturschönheiten und Erlebnisse sind manchmal näher als man denkt – man muss sie nur entdecken!

Zu Fuß durch wilde Fluss- und Waldlandschaften im Baltikum, mit dem Fahrrad auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke in Portugals Dão-Tal, ein Streifzug durch Georgiens Höhlenlabyrinth von Vardsia oder in Albanien durch herrliche Landschaft wandern und bei Einheimischen übernachten – Europa steckt voller Überraschungen, die es zu entdecken gilt. Ein Beispiel für spektakuläre Erlebnisse auf unserem Kontinent ist natürlich auch Island: Wir waren an der nördlichen Grenze Europas auf Entdeckungstour für unsere neue Erlebnisreise „Insel aus Feuer und Eis“.

Auf Entdeckungstour durch Island

Es sind diese Momente, in denen du glaubst, die Ewigkeit zu fühlen. In denen du zwischendurch die Augen schließen musst, damit sie sich in deine Seele einbrennen, um wie ein Schatz für immer gelagert zu werden. Was du siehst, wenn du sie wieder öffnest – die Wildnis, die Weite, die Vulkane – erinnert dich an einen surrealen fernen Planeten, von dem du als Kind geträumt hast. Nach nur vier Stunden Flug, drei Stunden im allradgetriebenen Fahrzeug und einem halbstündigen Anstieg auf einen Lavahügel liegt diese Fantasie nun wahrhaftig in ihrer ganzen Schönheit vor dir: zu deinen Füßen der Kratersee Bláhylur, der „blaue Pool“, entstanden auf dünner Erdkruste durch eine Explosion vor 1.100 Jahren, in der Ferne die Welt der Vulkane, in denen Hollywoods bemerkenswerte Science-Fiction- und Fantasystreifen wie „Interstellar“ oder „Game of Thrones“ entstanden. Wir sind auf Entdeckungsreise im Hochland von Island, wo wir nach den schönsten Routen für unsere Gäste schauen. Wir, das sind neben meiner Person unser Country Manager Andreas Damson und der Videograf Marco Dück. Marco fällt die nicht leichte Aufgabe zu, das Erlebte in Film zu fassen; doch so exzellent er auch arbeitet, den ganzen Zauber Islands erlebt man freilich nur, wenn man auch wirklich hier ist.

Abenteuer Hochland

Hier im Hochland von Island ist alles rau: die Natur, die Schotterpisten, das Klima. Wenn man also die fein geteerten Straßen der Küste verlässt, die die meisten Orte, in denen nette Hotels stehen, verbindet, verlässt man auch die Komfortzone. Nur im allradgetriebenen Bus geht es auf holprigen Strecken durch atemberaubende Landschaften in eine Welt, die aufgrund des früh einsetzenden Schneefalls nur zwischen Juli und September bereisbar ist; in eine Welt, in der man alles Equipment bei sich haben muss, in der es keine Hotelbetten gibt, die Unterkunft am Abend ein Zelt ist und bei schönem Wetter die Sterne darüber in der Nacht prächtig funkeln. Bei schlechtem Wetter peitschen dagegen Wind und Regen über die Ebenen, so als hätte Thor persönlich seine Schleusen geöffnet. Nein, dieses Hochland ist nichts für Touristen, es ist etwas für echte Entdecker und das sind die Gäste von WORLD INSIGHT. Der große Luxus hier ist die Natur, die intensiven Erlebnisse mit den Urgewalten, die unvergesslichen, für jedermann machbaren Wanderungen inmitten herrlicher Natur, die immer wieder spektakulären Ausblicke. Zum Beispiel in der Askja-Region: Seit Tausenden von Jahren brodelt es hier unter der Erde, es entstehen Calderen jenseits des größten Gletschers von Island, dem Vatnajökull. Im Herzen der Gegend liegt der tiefblaue Öskjuvatn, einer der tiefsten Seen des Landes. Wunderbare Lapilli-Felder, auf denen mitunter zarte Flechten wachsen, erstrecken sich endlos in die Ferne und der Götterberg „Herđubreiđ“ erhebt sich mit fast 1.700 Metern magisch aus der Ebene in die Höhe: Nur selten hat man das Glück, seinen Gipfel frei von Wolken zu sehen, aber vielleicht macht gerade dieser watteähnliche Schleier seinen Charme aus. Unsere abenteuerliche Reise führt über Geröll und durch zahllose kleine Gletscherbäche und -flüsse (Brücken gibt es hier keine!) bis zu den Rhyolith-Bergen von Landmannalaugar – hier hat sich ein Camp von Trekkern und Wanderern aus aller Welt entwickelt, das in Kargheit, Leben und Abenteuer-Spirit an das Basislager für Everest-Expeditionen erinnert. Wir verfolgen von hier aus den sogenannten Obsidianstrom, ein Meer aus besonders schnell erkalteter Lava, dann durchqueren wir die spektakuläre Schlucht Vondugil, um anschließend einen Kaffee im Camp und ein Bad in den nahegelegenen heißen Quellen zu genießen. Hier übernachten wir heute jedoch nicht: Stattdessen stellen wir unsere Zelte in Landmannahellir auf, „ein echter Geheimtipp“, wie Andreas verrät, „unsere Gäste werden den Ort lieben!“

Andreas Damson und Otfried Schöttle, WORLD INSIGHT-Geschäftsführer und Abenteurer aus Leidenschaft, entdecken das raue Island außerhalb der Komfortzone.

Wenn der Schlafplatz zum Erlebnis wird

„Und wie sie ihn lieben werden“, denke ich bei mir, als wir dort sind. Der Name Landmannahellir steht für eine Höhle, die früher den Bauern einen Platz zum Schlafen und Schutz vor Kälte bot. Der Platz liegt herrlich am Fuß des Berges Hellisfjall. Obwohl wir im August und damit mitten in der Saison reisen, stehen nur wenige Zelte hier. Wir sind umgeben von malerischen Hügeln, Bergen und kristallklaren Seen, ein Flüsschen bahnt sich rauschend den Weg durch die Ebene, auf der unsere Zelte stehen. Auch wenn Hochsommer ist, wird es abends und vor allem in der Nacht empfindlich kalt. Deshalb sind wir froh über eine warme Dusche in den geteilten sanitären Anlagen, über unsere warmen Schlafsäcke (eine Komfortzone bei mindestens -5°C ein MUSS!) und vor allem über unser Gemeinschaftszelt, dass durch die Wärme des Gaskochers schön behaglich ist – und das nach erlebnisreichen Tagen Raum bietet für allerlei Geschichten der Mitreisenden unserer super-sympathischen WORLD INSIGHT-Reisegruppe. Den ganzen Zauber des Ortes erleben wir am nächsten Morgen, wenn wir aus unseren Zelten kriechen: So wie unsere Reiseleiter demnächst unsere Gruppen begrüßen werden, wartet heute Andreas mit einer heißen Tasse Tee oder Kaffee auf uns. Das strahlend helle Blau des Himmels gibt die ganze Schönheit der umliegenden Landschaft preis und sofort ist unsere Entdeckerlust für einen weiteren spannenden Tag geweckt.

Von Wasserfällen und Geysiren ins schillernde Reykjavík

Während wir im Hochland beim Camping auf herrlichen Plätzen der Natur ganz nahe sind, nutzen wir an der Küste die Annehmlichkeiten von soliden, netten Hotels und Gästehäusern. Auch wenn die leicht zugänglichen Sehenswürdigkeiten der Küstenlandschaften Touristen aus aller Welt anziehen, wollen wir diese natürlich auch erleben: Statt sie, wie manch andere Reisegruppe, jedoch nur abzuhaken, kommen wir hier auch wirklich an. Wir nehmen uns Zeit, um die weltberühmten Wasserfälle des Skógarfoss und Gullfoss zu entdecken, um auf die riesigen Fontänen des legendären Geysirs zu warten, um die Landschaft der Vulkan-Halbinsel Snaefellsnas zu genießen oder um uns in der herrlichen Fjordlandschaft des Nordens zu verlieren.

Und natürlich gibt es da auch noch das bunte Reykjavík: Das Merian Magazin beschreibt die Hauptstadt Islands auch als die „kleinste Großstadt der Welt“. Obwohl sie nur 180.000 Einwohner zähle, habe man eher das Gefühl, es seien eine Million, schließlich hätten Parapsychologen und internationale Medien nachgewiesen, dass die Gegend um Reykjavík auch einer der weltgrößten Treffpunkte der Unsichtbaren, der Elfen und Trolle sei, so das Blatt weiter. Ein wenig verrückt sind die Isländer also auch noch, aber das im positivsten und sympathischsten Sinne. Und das zeigt sich in einer schillernden Szene, tollen Musik- und Sportfestivals, Künstlern oder Rockbands wie Björk, Of Monsters and Men oder Sigur Rós und natürlich in einem trendigen Nachtleben. Andreas hat dazu einen ganz besonderen Tipp für uns: die Bierbar Ölstofan. Ein wenig erinnert sie an eine Kneipe in der Düsseldorfer Altstadt – und auch die anwesenden Isländer erweisen sich eher als rheinisch offen denn als verschlossen-kühle Nordlichter. Unser Country Manager plaudert bei einem Glas Einstök Icelandic Pale Ale aus dem Nähkästchen seiner Islanderfahrungen. Bei einem Satz spitze ich besonders die Ohren: „Was wir bis jetzt erlebt haben, sind nur etwa 20 Prozent dessen, was unsere Reisegäste auf ihrer Tour erleben werden.“ Auch wenn wir natürlich auf einer straffen Dienstreise sind, werde ich doch ein bisschen neidisch auf unsere Gäste, die auf unserer neuen Island-Erlebnisreise das Land in seiner ganzen Vielfalt, Schönheit und mit viel Muße erleben werden. Aber wie sagt man im Rheinland so schön: Mer muss och jünne könne – man muss auch gönnen können, deshalb schon jetzt allen eine schöne Reise!

 

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