Reisebericht Kambodscha 24. Mai 2023

Abseits von Touristenpfaden

WORLD INSIGHT Reisegast

Kambodscha im April? Außerhalb der Saison zwischen Trocken- und Regenzeit? Erst einmal unvorstellbar für unsere zwei Reisenden Doris und Karlheinz. Doch manchmal sorgt das Leben für ein glückliches Zusammenspiel.

Wir wussten, dass der April nicht der Monat mit dem idealsten Reisewetter für Kambodscha ist. Es ist der Übergang zwischen Trocken- und Regenzeit mit sehr hohen Temperaturen. Da aber nur dieser Termin mit der Arbeit meiner Frau harmonierte, entschieden wir uns trotz einigem Unbehagen für eine Reise zu dieser Jahreszeit. Zumindest sollten weniger Touristen unterwegs sein…

Willkommen in Kambodscha

Am späten Vormittag des 8. April landen wir bei bestem Wetter mit einer Propellermaschine auf dem Flughafen von Siem Reap. Mit einem herzlichen „Susaday – Willkommen in Kambodscha“ begrüßt uns Bun Sam – unser Reiseleiter für Kambodscha – in der Ankunftshalle. Die Sonne scheint und wir können es kaum erwarten, das neue Land zu entdecken.

Mit dem Bus fahren wir zu unserem netten Hotel. Wir legen unsere Koffer ab und machen uns kurz frisch. Nur am Pool zu liegen, kommt für unseren freien Nachmittag nicht infrage, deshalb sprechen wir Bun Sam gleich darauf an, wie wir zum APOPO Besucherzentrum kommen könnten. Noch in Deutschland haben wir uns darüber informiert: Bei APOPO werden afrikanische Riesenratten zu Minensuchern ausgebildet. Für uns ein spannendes Highlight, das wir uns nicht entgehen lassen wollen. Mehrere Mitreisende scheinen ebenfalls interessiert und schließen sich uns an. Ein Anruf später und Bun Sam hat drei Tuk Tuks für den Weg organisiert – klassisch kambodschanisch eben.
Bis zur Abfahrt dauert es noch etwas, weshalb wir uns auf eine Erkundungstour in der näheren Umgebung unseres Hotels begeben. Unser kleiner Spaziergang führt uns zum Siem Reap Fluss. An allen Ecken glitzern uns bunte Wimpel und Fahnen in der Sonne entgegen. Für einen kurzen Moment wundern wir uns über die vielen Dekorationen. Kurz darauf erfahren wir jedoch, dass am 14. April das vier-tägige buddhistische Neujahrsfest beginnen soll, das jährlich zahlreiche kambodschanische Besucher anzieht. Was ein glücklicher Zufall, dass wir zur selben Zeit noch im Land sein werden. Bei solchen Festen kann man sich prima unter die Einheimischen mischen und die Kultur hautnah erleben.

An der Uferpromenade des Siem Reap Flusses wird Lotos-Schmuck anlässlich des buddhistischen Neujahrsfestes gebastelt.

Nach unserem kleinen Ausflug durch die Straßen Siem Reaps geht es endlich los zum APOPO Besucherzentrum. Hier erwartet uns eine interessante Ausstellung über Landminen, gefolgt von einer Vorführung der HeroRATs, die bei der Suche von Landminen zu sehen sind. Über das Niedlichkeit-Potenzial der Tierchen lässt sich streiten, mit ihrem Talent und Köpfchen können sie jedoch jeden begeistern und sogar Leben retten. Wie wir erfahren, sind Landminen bis heute noch ein großes Thema und trauriges Zeugnis der bewegten Vergangenheit des Landes.

Eine HeroRAT auf Übung im APOPO-Besucherzentrum.

Zum Abend hin widmen wir uns einem fröhlicheren Teil Kambodschas: seiner Tanz-Kultur. Bei leckeren kambodschanischen Speisen bewundern wir zu rhythmischen Klängen die Kunst der anmutigen Apsara-Tänzerinnen. Sie tragen glitzernde Seidentuniken, Pailletten-besetzte Oberteile und kunstvolle goldene Kopfbedeckungen. Atemberaubend bewegen sie sich zur Musik.
Außer uns sind nur wenige weitere Gäste im Restaurant, wir bekommen quasi eine Privatvorstellung. Ein Vorgeschmack auf das Reisen in der Nebensaison – einfach klasse!

Nach einem fantastischen Abend mit bester Unterhaltung legen wir uns in unsere gemütlichen Betten, denn morgen müssen wir fit sein für die berühmt-berüchtigten Highlights Siem Reaps …

Apsara-Tänzerinnen in Siem Reap.

Die Geheimnisse von Angkor

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Am nächsten Morgen stehen die berühmten Tempel der alten Khmer auf dem Programm.
Unser erster Stopp: Angkor Thom. Erbaut wurde die Tempel-Anlage von König Jayavarman VII. zwischen dem späten 12. Jahrhundert bis Anfang des 13. Jahrhunderts. Neben der Terrasse der Elefanten und der Statue des Lepra Königs fasziniert uns vor allem der Bayon-Tempel.
Von den rund 54 Türmen schauen die meterhohen Gesichter des Bodhisattva Lokeshvara (Lokeshvara – Herrscher der Welt) lächelnd in alle vier Himmelsrichtungen: einmal charmant, dann traurig, dann schenkt er uns ein frohes und schließlich ein schönes Lächeln – Das soll die vier Arten des Lächelns widerspiegeln. Insgesamt sind rund 216 Gesichter des Bodhisattva in die Türme des Bayon-Tempels eingemeißelt. Er soll die Menschen segnen und sie beschützen. Daher hat er aus allen Ecken seinen Blick auf uns gerichtet.

Bayon Tempel in Angkor Thom.

Weiter geht es zum nächsten berühmten Tempel, bekannt als Kulisse für die Tomb Raider Verfilmung mit Angelina Jolie: Ta Prohm, mit seinen eingestürzten Gängen, dem mit Wurzeln riesiger Bäume umranktem Mauerwerk und den durch herabgefallene Steine versperrten Gängen. Kein Wunder, dass er als Kulisse genutzt wurde – beim Durchstreifen der Gänge bekommen wir das Gefühl, wir selbst entdecken eine längst verschollene Zivilisation. So ähnlich muss sich wohl auch Indiana Jones fühlen, wenn er wieder einmal auf der Suche nach einem tief im Dschungel verborgenen Schatz ist.

Der Schatz unserer Expedition liegt glücklicherweise nicht mehr allzu verborgen, weshalb wir dank unseres fachkundigen Guides auch nicht lange danach suchen müssen:
Angkor Wat, welcher als wichtigster Tempel die Fahne von Kambodscha ziert, ist unser persönliches Highlight. Allein die schiere Größe der Tempel-Anlage ist überwältigend und die zahlreichen Flachreliefs sind auch heute noch so gut erhalten, dass sie einem die vergangenen Geschichten des Landes in prachtvollen Farben erzählen. Es gibt viel zu entdecken, weshalb wir uns ausgiebig Zeit nehmen, die drei Terrassen bis ins heilige „Zentrum der Macht“ zu erkunden.

Die zweite Ebene von Angkor Wat. Die dritte Ebene ist bis heute ein heiliger Ort, zu dem nur begrenzt Besucher zugelassen werden.

Das buddhistische Neujahrsfest zeigt auch in Angkor seine Vorboten, denn die Wiesen vor dem Tempel sind mit abertausenden Herzen im Origami-Stil geschmückt. Wie wir später herausfinden, soll damit ein Weltrekord im Guinnessbuch der Rekorde 2023 aufgestellt werden.

Ein Meer aus Origami-Herzen – Mit 3.917.805 Herzen wurde der bisherige Weltrekord von 53.704 Origami-Herzen 2019 in Großbritannien weit übertroffen.

Nach einem ausgiebigen Tag Tempel-Erkundungen ist es Zeit für Unterhaltung. Für den Abend hat Bun Sam für einen Teil unserer Gruppe auf eigenen Wunsch Karten im Phare, dem kambodschanischen Zirkus reserviert. Die Artisten stammen zum Teil aus sozial benachteiligten Familien und nutzen Theater, Musik, Tanz oder moderne Zirkuskünste, um einzigartige historische, volkstümliche und moderne kambodschanische Geschichten zu erzählen. Die knapp einstündige Show kann sich sehen lassen und ist definitiv eine Empfehlung wert.

Und Action: Akrobaten im Zirkus Phare.

Wenn Seen schrumpfen

Der dritte Tag Kambodscha führt uns aufs Wasser, genauer gesagt zum Tonle-Sap-See, dem größten See Südostasiens und einem der fischreichsten Binnengewässer der Welt. Mit unserem Bus machen wir in dem kleinen Fischer-Dorf Kampong Khleang, in der Nähe der Pagode Halt. Wo während der Regenzeit alles überflutet sein soll, ist im April am Ende der Trockenzeit alles trocken.

Kampong Khleang am Tonle-Sap-See.

In der Regenzeit nimmt der Tonle-Sap-See bis zu 25.000 km2 ein, am Ende der Trockenzeit sind es nur noch 3000 km2. Die Häuser, die auf bis zu 15 Meter hohen Stelzen stehen, liegen an einer staubigen Straße. Wir gehen von der Pagode zur Bootsanlagestelle und besteigen ein kambodschanisches Fischer-Boot. Auf unserer Fahrt auf dem nun schmalen Kanal sehen wir dennoch das authentische kambodschanische Leben: Fischer, die mit Netzen Fische fangen, Bauern, die auf den jetzt trocken liegenden Feldern arbeiten oder Boote, die Waren transportieren. Obwohl wir noch nicht das Endziel erreicht haben – ein schwimmendes Dorf – setzt sich unser Boot auf dem schlammigen Grund fest. Hier ist Endstation. Es geht nicht mehr weiter. Der Wasserstand ist einfach zu niedrig – Trockenzeit im April eben! Ein kleineres Boot wird angefordert, mit dem wir wieder zurückfahren.

Selbst kleinere Boote können sich manchmal in den während der Trockenzeit niedrigen Gewässer festfahren.

Am Dorf-Eingang steigen wir aus unserem Ersatz-Boot. Jetzt sind wir die einzigen Touristen, die das abwechslungsreiche Dorfleben betrachten und mit den netten Menschen in Kontakt kommen. Überall werden Fische getrocknet und geräuchert, Netze und Reusen liegen zum Trocknen aus. So authentisch werden nur wenige Reisende die Einheimischen am Tonle-Sap-See kennenlernen.

Pfahl-Bauten in der Trockenzeit.

Auf dem Rückweg besuchen wir noch ein wahres Juwel der Baukunst der Khmer: Banteay Srei, die Zitadelle der Frauen. Er ist zwar einer der kleinsten, aber dafür auch einer der schönsten Tempel Kambodschas. Der Besuch ist deshalb kurzweilig, dennoch genießen wir den aufgrund seiner Ornamentik kunstvollsten, 1000 Jahre alten Tempel.

Grandiose Basreliefs zieren die Mauern von Banteay Srei.

Verwunschene Tempel-Anlagen und Königsgräber

Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von Siem Reap. Auf unseren Wunsch hin fahren wir noch einen kurzen Umweg zum Tempel Beng Mealea, der 2020 erneut auf die Vorschlagsliste der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Mit unserer Anwesenheit verdoppelt unsere Gruppe dort die Zahl der Besucher. Einst bildete die Anlage eines der Handels-Zentren des Khmer-Reiches Angkor. Die Tempel sind weitgehend so belassen, wie man sie gefunden hat und teilweise von der Natur überwuchert.

Die verwucherten Tempel von Beng Mealea erinnern optisch an den Ta Prohm-Tempel.

Weiter geht es zu unserem ersten offiziellen Programmpunkt, zu den Tempel-Anlagen von Koh Ker: Die südlichste – Prasat Pram – besteht aus fünf Prasats (Ziegeltürme), von denen zwei über- und über mit Wurzeln umschlungen sind. Der nördlichste Tempel – der Lingam Tempel – beherbergt einen knapp zwei Meter hohen Lingam, eine Statue in Form eines Phallus, der sinnbildlich für Shiwa, den indischen Gott der Zeugungskraft steht. Früher waren an den innen liegenden Wänden noch kunstvollen Reliefs zu sehen. Diese gelten jedoch wie bei so vielen Tempeln, seitdem sie von Plünderern abgeschlagen wurden, bis heute als verschollen.

Drei der fünf Türme von Prasat Pram.

Den krönenden Abschluss unseres Besuches in Koh Ker bildet der Palast Prasat Thom mit der siebenstufigen Pyramide Prang, die man eher in Mexiko vermutet hätte. Direkt hinter der 36 Meter hohen Pyramide befindet sich eine Erdaufschüttung – das Grab des weißen Elefanten, oder, wie manch anderer vermutet, das Grab von Jayavarman IV. So wirklich genau, weiß es bisher keiner.

Die Stufenpyramide Prang erinnert an Maya-Stätten in Zentralamerika.

Besuch auf dem Land

Mit dem Bus fahren wir nach einem kurzen Stopp mit Besichtigung einer Kautschukplantage weiter nach Kampong Thom – unser Ziel für die nächsten zwei Nächte. Unsere Hotelanlage hat eine herrliche, fast schon ländliche Lage am Stoeng-Sen-Fluss. Von hier aus starten wir am nächsten Morgen eine Fahrradtour am Fluss entlang. Mit unser Gruppe treten wir entspannt in die Pedale. Vorbei an Gemüse-Feldern, grasenden Kühen, einem buddhistischen Hochzeitsfest und vielen netten Menschen, die uns grüßen. Immer mit im Gepäck: der fantastische Blick auf den Stoeng-Sen-Fluss.

Am Stoeng-Sen-Fluss tauchen wir in das kambodschanische Landleben ein.

Einer der zentralen Ziegeltürme in Sambor Prei Kuk.

Den freien Nachmittag nutzen wir, um auf eigene Faust ein weiteres Tempel-Highlight zu betrachten: Sambor Prei Kuk. Die Ruine besteht aus über 150 Tempeln und Türmen auf rund 400 Hektar. In den drei ummauerten Hauptkomplexen findet man auf Sandstein-Plattformen stehende quadratische, rechteckige oder achteckige Ziegeltürme. Die meisten Tempel stammen aus dem 7. Jahrhundert und sind damit die ältesten, die wir bisher besucht haben. Seit 2017 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir stellen uns die Frage, welche Bauwerke in dieser Zeit wohl in Deutschland erbaut wurden und bis heute erhalten geblieben sind?

Bevor wir Kampong Thom am nächsten Morgen in Richtung Phnom Penh verlassen, schlendern wir zwischen vielen Menschen und Motorrädern über den Morgenmarkt. Hier kaufen wir noch etwas Reiseproviant in Form von leckeren Mangostan und kleinen, knapp 10 cm großen Bananen, die für Kambodscha typisch sind. Wirklich lecker und mal etwas anderes, die Früchte direkt im Erzeugerland zu probieren.
Auf dem Weg zur Hauptstadt machen wir gleich mehrere Stopps:
Bei den Steinmetzen in Samnak, können wir für wenig Geld kleine Statuen von Vishnu, Garuda oder Buddha erwerben. Die ebenfalls angebotenen, bis zu 5 Meter hohen Buddhas, die teilweise noch mit der Flex bearbeitet werden, passen leider nicht ins Handgepäck.
In Skone heißt es „Tarantel gefällig?“. Für einen Dollar kann man hier frittierte Tarantel probieren. Aber auch Schaben und weiteres Krabbel-Getier stehen zum Verkauf. Ein Paradies für abenteuerliche Feinschmecker.

Proteinhaltiger Snack für zwischendurch gefällig? Diese Tarantel hatte bisher Glück und wurde noch nicht gegrillt.

Lauter Hasen in Phnom Penh

Gegen Mittag erreichen wir die kambodschanische Hauptstadt. Da am nächsten Tag der Beginn des neuen buddhistischen Jahres gefeiert werden soll, machen wir uns schon kurz nach dem Einchecken ins Hotel auf den Weg zum Königspalast und der prachtvollen Silberpagode. Hier zu sehen sind unter anderem zwei wertvolle Buddha-Statuen: Eine aus Smaragd und eine mit Diamanten besetzte Statue. Während des Bürgerkrieges wurde jedoch ein Großteil der Diamanten entfernt.
Zum Abschluss unserer Stadtbesichtigung machen wir noch einen Abstecher zum 27 Meter hohen Tempelberg Wat Phnom. Hier befindet sich der Schrein der Großmutter Penh, der Legende zufolge die Stadtgründerin von Phnom Penh. Auch am Tempelberg ist überall der buddhistische Jahreswechsel präsent. Mehrere Hasenstatuen aus Plastik und Spanholz stehen auf dem Platz vor dem Hügel, denn 2023 wird das Jahr des Hasen. Alles ist mit bunten Wimpeln und Fahnen geschmückt. Die ersten Kinder fangen mit den Feierlichkeiten schon an, bevor sie überhaupt begonnen haben: Einige bespritzen sich gegenseitig und auch Passanten mit Wasserpistolen, ein kleiner Junge bestreut Vorbeigehende mit weißem Pulver.

Zum Jahr des Hasen steht eine hölzerne Hasenstatue zu den Füßen des Wat Phnoms.

Reise in die Vergangenheit und neue Hoffnungen

Heute ist es so weit: Das buddhistische Neujahrsfest soll um 16 Uhr offiziell beginnen. Den Morgen nutzen wir, um mit einer Fahrrad-Rikscha zuerst den Unabhängigkeitstempel und anschließend die Statue des Königs Sihanouk Norodoms anzufahren. Einzelne Straßen rund um den Königspalast sind aufgrund des buddhistischen Neujahrsfestes bereits gesperrt. Deswegen geht es für uns zu Fuß weiter zum Nationalmuseum. Hier werden wir für den kurzen Spaziergang mit dem Anblick prächtiger Kunstwerke belohnt. In der Sammlung des Museums finden sich zahlreiche Artefakte der Khmer-Kunst, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen.

Unser anschließender Besuch entführt uns in die jüngere Vergangenheit des Landes: Das Tuel-Sleng-Genozid-Museum, oder ehemaliges Gefängnis S-21, ist Zeugnis der brutalen und traurigen Geschichte Kambodschas. Von 1975 bis 1979 wurden hier von den roten Khmer unter dem Schreckens-Regime von Pol Pot geschätzte 18.000 Menschen unter entsetzlichen Bedingungen inhaftiert, gefoltert und ermordet. Der Schrecken dieser Periode wird noch greifbarer, als wir die teils unfassbar engen Zellen, eingesetzten Folterinstrumente und Bilder der Opfer vor uns sehen. Der Besuch ist beklemmend, dennoch ist dies ein wichtiger Teil der kambodschanischen Geschichte, der weiterhin erzählt werden muss.

Mey Cham – ein Überlebender. 2015 durfte unser Geschäftsführer Otfried Schöttle einen der lediglich sieben Überlebenden von Tuel Sleng kennenlernen. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und zeigt uns seine ehemalige Zelle im heutigen Museum.

Wie sich auch der Verlauf der Geschichte des Landes zum Guten gewandt hat, sollte auch der Abschluss unserer Reise fröhlich und hoffnungsvoll enden:
Am späten Nachmittag fahren wir zur Anlegestelle für Ausflugsschiffe, um den abschließenden Sonnenuntergang über den Häusern von Phnom Penh vom Boot aus zu genießen. Auf der Rückfahrt zum Hotel ist das buddhistische Neujahrsfest bereits in vollem Gange. Jugendliche bespritzen sich gegenseitig mit Wasserpistolen und auch unser Bus wird mit einem Schlauch geduscht. Die Menschen sitzen beisammen und feiern. Auch wir mischen uns unter die Leute und feiern mit: auf eine gute Zukunft, ein neues Jahr und eine gute Reise!

Abend- und Abschiedsstimmung am Tonle-Sap-Fluss.

Am nächsten Morgen heißt es Abschiednehmen von Kambodscha. Zum Ende unserer Reise lässt sich sagen: Wir hatten einen wunderschönen Urlaub mit vielen unvergesslichen Eindrücken, gerade auch im April. Unsere Erwartungen wurden also voll übertroffen.

 

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