Anders reisen 2. Juni 2015

Durch die Weite Namibias

Oleg Zurmühlen

In Namibia lockt die unendliche Weite, die wir im Alltag gern vergessen. Kilometerweite Steppen, eine Schotterstraße, die sich bis zum Horizont erstreckt und mittendrin stehen wir und unser Fahrrad.

Etwas längliches Sandfarbenes schlängelt sich durch den Staub einer Schotterstraße, die sich vorbei an knorrigen Baumresten bis in den Horizont erstreckt: Wir befinden uns in Namibia, wo die unendliche Weite lockt. Hier spürt man die schiere Größe des Planeten Erde, die man im Alltag gerne vergisst. Das vermeintliche Nichts lässt Raum für Fantasie und lenkt den Blick auf die kleinen Dinge. Kleine Dinge wie die Schlange, die sich auf der Schotterstraße windet, oder neugierige Erdmännchen am Wegesrand. Etwas, das sich besonders gut auf dem Fahrrad erfahren lässt.

Auf Entdeckungsreise mit dem Fahrrad

Die in Namibia „Pad“ genannten Straßen aus Staub und Sand spiegeln die Ursprünglichkeit dieses Landes wider. Denn so groß wie die Distanzen, so reich an Geschichte ist Namibia. Von der mit 80 Mio. Jahren ältesten Wüste der Welt, der Namib, über 20.000 Jahre alte Felsgravuren in Twyfelfontein, bis hin zu Kolonialbauten in Windhoek hat jedes Zeitalter seine eigenen Spuren in der Landschaft Namibias hinterlassen. Das Landschaftsbild ist im Westen durch die Küstenwüste Namib und im Osten durch die Kalahari-Wüste geprägt, die das Hochland im Inneren des Landes flankieren. Dank dieser einzigartigen naturräumlichen Aufteilung wartet Namibia mit zahlreichen Schätzen auf, die es zu entdecken gilt.

Auf diese Entdeckungsreise begibt man sich – ob der riesigen Distanzen – zumeist auf vier Rädern. Kaum jemand würde auf die Idee kommen, mit dem Fahrrad zu reisen. Doch große Distanzen können etwas Positives sein in Zeiten der Globalisierung, in der Distanzen immer kleiner werden. Sie können Highlights in Belohnungen verwandeln, Naturwunder hautnah erlebbar und Kulturen intensiver erfahrbar machen. Auf dem Fahrrad werden Distanzen überwunden, wo Fensterscheiben Distanzen schaffen würden. Mit WORLD INSIGHT gibt es die Möglichkeit, Namibia mit dem Fahrrad zu entdecken und dabei all das mitzunehmen, was dieses Land zu bieten hat.

Der Ausblick ist die Anstrengung wert!

Der Ausblick ist die Anstrengung wert!

Auf 10-60 km langen Tagesetappen geht es mal bergab, mal über Hügel, durch Wüste und sogar an der Atlantikküste entlang. Abwechslung ist garantiert und die Wege werden zu Highlights – beispielsweise der Gamsberg-Pass entlang grüner Wiesen und an dem ein oder anderen Bergzebra vorbei. Kilometer mit Kilometer verändert sich die Landschaft und scheint sich wie ein Chamäleon an die eigene Kondition anzupassen – von saftigen Wiesen des Hochlands hin zur Wüstenlandschaft der Namib. Belohnt wird jegliche Anstrengung bei der Ankunft im Namib Naukluft-Park. Majestätisch erheben sich die berühmten Sanddünen von Sossusvlei aus der kargen Landschaft, das Rot der Dünen an den Flanken mit grünen Flecken durchsetzt. Während man den fantastischen Ausblick von der Spitze der erklommenen Sanddüne aus genießt, füllt der Gedanke an die eigene Leistung und das erreichte Ziel den Körper mit Glücksgefühlen.

Intensive Erlebnisse

Auf dem Weg zum Küstenstädtchen Swakopmund saugt man die würzige Meeresluft ein – das Blau des Ozeans in ständigem Kontrast zu den rostroten Sanddünen. So lässt sich die wunderschöne Szenerie in besonderer Intensität erleben und die Vorfreude auf das, was noch kommen wird, wächst stetig. Auf dem Fahrrad ist man nicht mehr nur Beobachter, man wird Teil dieser Welt, die sich einem eröffnet. Oft passiert man kleine Dörfer der hier ansässigen Himba und Herero und wird von begeisterten Kinderaugen begrüßt, die noch nie ein Fahrrad gesehen haben. Und auch wenn auf dem Weg zum Etosha-Nationalpark die Sonne auf dem Rücken brennt und sich der Geschmack des Staubes auf die Zunge legt, weiß man: Das Erlebnis ist die Anstrengung wert.

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