Reisebericht Sri Lanka 1. August 2018

Die Perle im Indischen Ozean

Sri Lanka ist die Perle des Indischen Ozeans. Auch unsere Reisende Saskia lockten die einzigartige Vielfalt und die atemberaubende Schönheit der Insel sowie die überaus freundlichen Einheimischen auf die spannende Reise.

Auf ins Abenteuer!

Morgens gegen 4 Uhr ging es für uns über Abu Dhabi nach Colombo. Kleiner Tipp: Man sollte direkt am Flughafen Geld für mindestens eine Woche umtauschen, da die nächste gute Gelegenheit erst wieder in Kandy ist. Zudem ist es von Vorteil, wenn man ein bisschen Bargeld dabei hat, weil unsere Geldkarte leider nicht an jedem Automaten akzeptiert wurde. Jetzt aber zum Spaßigen: Mit Upul, unserem Reiseleiter, ging es direkt vom Flughafen zu einem Fischmarkt in Negombo. Kurz vor dem Sonnenaufgang konnten wir riesige Thunfische, Rochen und wunderschöne und vor allem bunte Fischerboote bewundern. Danach ging es weiter mit einer kleinen Stadtrundfahrt durch Colombo und von dort aus an die Küste zu unserem ersten Hotel. Nach einer kurzen Abkühlung im Pool auf dem Dach mit Blick aufs Meer, ging es am Nachmittag nach Galle. Hier konnten wir durch das sehr schöne Küstendorf schlendern und einen Leuchtturm unter Palmen anschauen. Der erste Tag endete für uns mit einem Abendessen am Meer.

Entdeckungstour im Udawalawe-Nationalpark

Nach unserer Ankunft in Udawalawe und einer kurzen Abkühlung im Hotelpool ging es für uns auf Safari. Auf dem Weg dorthin stoppten wir an einem kleinen Tempel, um zahlreiche Buddha-Figuren zu bestaunen. Hier hatte ich auch eine sehr nette Begegnung mit einem kleinen Mönch, einem Kind, das mir zulächelte und nach einem kurzen Winken grinsend davonflitze. Ebenfalls konnten wir auf dem Weg eine Zimtplantage anschauen. Die anschließende Safari gehört zu meinen absoluten Reise-Highlights. Mit zwei Jeeps ging es für uns zu den Elefanten, Pfaue und Adler, denen wir ganz nah waren. Wir konnten einen Adler beim Fischen beobachten und einen Elefanten, wie er sich fast auf einen unserer Jeeps setzte. Dieser lief uns dann auch relativ lange hinterher und ich hatte das Glück hinten zu sitzen und ihn die ganze Zeit fast neben mir zu haben.

Little Adam’s Peak

Der nächste Tag startete mit einem riesigen Frühstücksbuffet mit Blick auf den See. Nach morgendlicher Stärkung machten wir uns auf den Weg zu einem Waisenhaus für Elefanten – einfach nur zum Knuddeln. Jeder Minielefant hatte einen älteren „Buddy“, wo er sich alles abschauen konnte wie zum Beispiel, wie man Blätter zerpflückt. Auf unserer Weiterfahrt nach Ella hielten wir an, um uns Mangos zu kaufen. Hier war Upul so freundlich, Dolmetscher zu spielen, damit ich mich mit einem Mädchen am Mango-Stand unterhalten konnte. Sie war mindestens zwei Köpfe kleiner als ich und schon 18 Jahre alt, was mich sehr überraschte. Auf der gesamten Reise durften wir fünf verschiedene Mango-Sorten probieren, die alle unterschiedlich und trotzdem irgendwie nach Mango geschmeckt haben. Die Wanderung zum Little Adam’s Peak war kürzer und leichter als erwartet und man wurde mit einer gigantischen Aussicht belohnt. Da wir schon mal in Schwung waren, sind wir gleich weiter zu einer Eisenbahnbrücke gewandert. Hierzu muss man sagen, dass es dort mehr Blutegel als Menschen gab. Die Brücke lohnt sich aber trotzdem auf jeden Fall, nur sollte man am besten geschlossene Schuhe und eine Hose mit festem Gummizug anziehen. Neben den Egeln gab es aber auch sehr süße Tiere. Auf dem Rückweg sprang mich erstmal ein flauschiger Hundewelpe an.

Ella Rock

Noch vor Sonnenaufgang machten wir uns mit Frühstückspaketen im Rucksack auf den Weg zum Gipfel des Ella Rocks. Wir wanderten über Bahngleise, die umgeben von Bananenstauden, Palmen und kleinen Hütten waren. Alle vier Stunden kommen hier zwei Züge vorbei. Wenn man den Leuten im Zug zuwinkt, wird man begeistert zurück gegrüßt. Nach den Bahngleisen ging es weiter durch Teeplantagen und nach einem etwas längeren steilen Aufstieg hatten wir unser Ziel erreicht. Auf Ella Rock hatten wir dann erstmal ein Picknick mit gigantischer Aussicht und drei sehr süßen Hunden. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf zum Dowa-Tempel, der halb in einen Berg gebaut wurde und beeindruckende Wandmalereien über die Geschichte von Buddha besaß.

Begegnungen auf Augenhöhe

Was als spontaner Zwischenstopp geplant war, wurde für uns auch zu einem absoluten Highlight: Wir besuchten einen sehr bunten Hindutempel. Neben dem Tempel war ein Kindergarten angeschlossen und wir wurden von den Lehrerinnen völlig begeistert hereingebeten. Die Kinder präsentierten sehr stolz ihre gerade gebastelten Kunstwerke und die Lehrerinnen kamen alle angewuselt, um meinen Sari, der mir für auf dem Markt in Kandy für umgerechnet 20 Euro innerhalb von 15 Minuten passgenau zugenäht wurde, zu bestaunen und zurecht zu zupfen. Mehr Begegnung auf Augenhöhe geht eigentlich nicht mehr!

Anfängerkurs im Handtuchfalten

Das Oak Ray Elephant Lake Resort war für mich das schönste Hotel. Wir hatten eine riesige Anlage nur für uns und der Pool war ein Traum, allerdings haben erst die Mittarbeiter das Ganze wirklich besonders gemacht. Nicht nur, dass der Koch extra für uns Hoppers machte, auch die Roomboys zeigten ihr Können mit Handtuchelefanten. Als wir Upul davon erzählten, gab es beim Abendessen erstmal einen Serviettenfaltkurs à la Upul – ja, der 1. Versuch war extrem traurig, aber mit etwas Hilfe kann ich jetzt auch eine Lotusblüte falten.

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