Kaukasus mal anders 2. Juni 2015

Quer durch Aserbaidschan

Auf unserer Rundreise durch den Kaukasus entdecken wir mit Aserbaidschan ein Land zwischen Tradition und Moderne: Ursprüngliche Landschaften und orientalische Einflüsse stehen der aufstrebenden Hauptstadt Baku gegenüber.

Wer den Orient in direkter Nähe zu Europa verortet, liegt gar nicht so falsch. Aserbaidschan ist die Rettung für jeden Geographie-Muffel und eignet sich auch noch hervorragend als Reiseland: Dank kultureller Sehenswürdigkeiten, Halbwüsten mit spektakulären Naturschauspielen und einer sehenswerten Hauptstadt am Kaspischen Meer stillt das Land jeden Entdeckungshunger.

Wir erreichen Aserbaidschan über das im Westen angrenzende Georgien. In der Region Kachetien treffen wir auf David Gaerdscha – das älteste Kloster Georgiens. In karger, unendlich weiter Mondlandschaft in direkter Nähe zur aserbaidschanischen Grenze findet sich hier eine Art Oase. 15 teilweise in den Berghang gebaute Klöster eingerahmt von Bäumen und Pflanzen laden zum Verweilen ein. In manchen dieser mit Fresken verzierten Höhlenklöster wohnen noch Mönche, sodass hier eine respektvolle Stille geboten ist. Von hier aus lässt sich auch schon über die Grenze nach Aserbaidschan blicken. Wir ahnen bereits, dass uns dort eine besondere Mischung aus Natur und Kultur empfangen wird.

Aserbaidschan (c) WORLD INSIGHT 5

Felsenkloster David Garedscha

Ein Stück Orient nah an Europa

Aserbaidschan (c) WORLD INSIGHT 11

Auf den Märkten gibt es folkloristische Wahren zu bestaunen.

Unsere Reise führt uns quer durch das Land bis nach Baku an der Kaspischen See. Erster Stopp ist Sheki, eine kleine Stadt in grünen Berghängen. Seltsamerweise fühlen wir uns auch hier wie in einer Oase: Der Besuch des Khan-Palasts scheint uns in den Orient zu versetzen. Glasfenster bunt wie Perserteppiche und orientalische Fresken zaubern eine Atmosphäre wie in Märchen aus 1001 Nacht. Wieder unterwegs tauchen wir bald darauf in eine unendliche erscheinende Halbwüste ein. Auf dem Weg lassen sich immer wieder Geysire bestaunen: Nein, wir sind nicht in Island. Aktiv ist die Erde in Aserbaidschan. So war unser nächstes Ziel, die Stadt Schemacha, früher mal Provinzhauptstadt, musste diesen Titel nach einem verheerenden Erdbeben aber an Baku weitergeben. An der Seidenstraße gelegen ist Schemacha vor allem für seinen traditionellen Tanz bekannt. Und auch hier lässt sich wieder der Vergleich zum Orient ziehen: der Stil des Tanzes kommt dem persischen Tanz ziemlich nahe. Die kleine Stadt mit ihren ca. 38.000 Einwohnern ist dank ihrer kulturellen Schätze einen Stopp allemal wert.

Baku: neureich und kulturreich

Blick auf die Bucht von Baku und die futuristischen Flame Towers

Blick auf die Bucht von Baku und die futuristischen Flame Towers

Kulturelle Schätze gibt es auch in Baku zu Hauf. Doch von weitem stechen zunächst nur die futuristischen Wolkenkratzer ins Auge, die wir hier so gar nicht erwartet hätten, wüssten wir nicht, dass sich der Reichtum des Landes auf diese Stadt am Kaspischen Meer konzentriert. Die großen Gasvorkommen in der Region wirken wie Dünger für hochmoderne Gebäude. Uns zieht es natürlich in die Altstadt Icheri Sheher, die noch an eine Festung erinnert und zu Recht Weltkulturerbe ist. Dort besuchen wir den berühmten Maidan-Turm, von dem wir einen herrlichen Blick über die Stadt haben. Der Blick fällt auch auf die Peninsula, auf der noch weitere Entdeckungen auf uns warten wie etwa ein zoroastrischer Feuertempel und die Nardaran-Festung aus dem 14. Jahrhundert. Willkommen in Aserbaidschan – ein Land voller Überraschungen zwischen Tradition und Moderne.

 

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