Asien
Auf den Spuren Südindiens
Das Erlebnis Indien
Indien – ein Land von beeindruckender Größe und Vielfalt. Ein Land, bei dem man sich schnell fragt, wo man überhaupt anfangen soll. Vielleicht hilft es, ganz am Anfang zu beginnen.
Viele verbinden Indien zunächst mit Bildern aus dem Fernseher: farbenfrohe Bollywood-Filme, die an grauen Tagen Leichtigkeit, Musik und Lebensfreude vermitteln. Oder "Slumdog Millionaire", der die Zuschauenden durch enge Gassen führt, vorbei an Neonlichtern und mit Geschichten voller Hoffnung und der Härte des Alltags.
Solche Bilder haben unsere Vorstellung von Indien maßgeblich geprägt. Sie zeigen viele Facetten des Landes, doch erzählen dabei nur Ausschnitte einer Wirklichkeit. Wer Indien wirklich kennenlernen möchte, braucht mehr als Filmsequenzen. Man muss eintauchen – Schritt für Schritt, mit offenen Augen und Zeit. Genau das kannst du bei einer Reise mit WORLD INSIGHT.
[caption id="attachment_23000" align="alignnone" width="570"]Inhalt
1. Der Charme Indiens
2. Vorurteile über Indien abbauen
2.1 "In Indien gehen ich in den Menschenmassen unter"
2.2 "Weiße Reisende werden in Indien ständig angestarrt oder angefasst"
2.3 "Indien ist vor allem ein Land der Armut und der Slums"
2.4 "Das Streetfood in Indien ist für Europäer kaum essbar"
2.5 "Wer nach Indien reist, wird auf jeden Fall krank"
2.6 Was man sonst noch über Indien wissen sollte
3. Unterschied Nord- und Südindien
3.1 Unterschiede in Kultur, Sprache, Religion, Küche und Natur
3.2 WORLD INSIGHT-Reise nach Nordindien
3.3 WORLD INSIGHT-Reise nach Südindien
3.4 WORLD INSIGHT-Reise durch ganz Indien
4. Kulinarik in Indien
5. Spiritualität in Indien
6. Berichte aus Indien
[caption id="attachment_23002" align="alignnone" width="570"]1. Der Charme Indiens
Kaum ein anderes Land vereint so viele Kulturen, Sprachen, Religionen und Landschaften auf einem Subkontinent wie Indien. Von den Palästen Rajasthans über die Tempel Südindiens bis zu den spirituellen Ufern des Ganges in Varanasi zeigt sich Indien als ein Land mit jahrtausendealter Geschichte, die bis heute den Alltag prägt. Rituale, Feste und religiöse Praktiken sind fest im Leben der Menschen verankert und für Reisende allgegenwärtig. Ob bei spirituellen Zeremonien, farbenfrohen Prozessionen oder in der vegetarischen Küche vieler Regionen – gehst du mit WORLD INSIGHT auf Reisen, erlebst du Indien in seiner kulturellen Pracht. Gleichzeitig pulsiert das moderne Indien: Metropolen wie Delhi oder Mumbai stehen für wirtschaftliche Dynamik, Kreativität und Wandel. Diese Gleichzeitigkeit von Tradition und Gegenwart, von Spiritualität und Moderne, verleiht Indien seinen besonderen Reiz. Wer das Land bereist, entdeckt einen Ort, der sich nicht auf Sehenswürdigkeiten reduzieren lässt, sondern sich vor allem durch Begegnungen, Sinneseindrücke und gelebte Kultur erschließt.2. Vorurteile über Indien abbauen
Wer an Indien denkt, ohne je dort gewesen zu sein, verbindet das Land häufig mit Klischees. Kaum ein anderes Land ist so stark von diesen festgefahrenen Vorstellungen überlagert wie Indien. Wir möchten mit diesen Vorurteilen brechen – und gleichzeitig zeigen, worauf man sich bei einer Reise nach Indien einlässt. [caption id="attachment_22971" align="alignnone" width="480"]2.1 "In Indien gehe ich in den Menschenmassen unter"
Ein Klischee, welches sich hartnäckig hält und für viele Indien als Reiseziel erstmal unattraktiv erscheinen lässt. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, denn wer nach Indien reist, muss sich im Klaren sein, dass es das bevölkerungsreichste Land der Welt ist. Rund 1,46 Milliarden Menschen leben hier – rund 17-mal so viele wie in Deutschland. Und das auf einer Fläche, die "nur" ca. 9 bis 10-mal größer ist als Deutschland. Doch keine Sorge: Indien ist kein einziger Menschenstrom und mit dem Programm unserer WORLD INSIGHT-Reisen plus der Erfahrung unserer Reiseleiter, kannst du die Sehenswürdigkeit zu den optimalen Tageszeiten besuchen und wirst gekonnt durch die Gassen und Straßen der Millionenstädte navigiert. Und falls du dich fragst: Bis jetzt ist uns noch niemand verloren gegangen. ;) [caption id="attachment_22882" align="alignnone" width="570"]
Den Taj Mahal kann man sich zu geeigneten Tageszeiten problemlos anschauen[/caption]
2.2 "Weiße Reisende werden in Indien ständig angestarrt oder angefasst"
Die Sorge vor dem Verlust persönlicher Distanz, die uns Europäern ja bekanntlich sehr wichtig ist, schreckt viele davon ab, Indien überhaupt als Reiseziel in Betracht zu ziehen. Und tatsächlich erfordert eine Reise durch Indien eine gewisse Offenheit – gerade auf Märkten oder in beliebten Städten. Aber das Bild vom permanenten Angestarrt- oder Angefasstwerden ist eben auch nicht richtig. WORLD INSIGHT-Reiseleiter Ravindra, der seit Jahren Gruppen durch Indien begleitet, erklärt: "Bei uns im nördlichen Teil [Indiens] sind mehr dunkelhäutige Menschen. Deshalb sagen sie: 'Uh, das sind die Ausländer', wenn sie die hellhäutigen Menschen sehen." Doch statt diese einfach anzufassen, sind die Inder:innen laut Ravindra schon froh, Fotos zusammen zu machen, um ihrer Familie zu Hause zu zeigen, dass sie mit Ausländern gereist sind. Als Reisende:r muss man sich eben auch vor Augen führen, dass dies eben auch eine einmalige Begegnung im Leben der Einheimischen ist. "Daran haben die Leute viel Freude. Und eigentlich haben die Deutschen auch Freude, wenn sie die Leute, die in bunten Kleidern unterwegs sind, sehen und fotografieren können, mit dem vielen Schmuck und sowas", so Ravindra. [caption id="attachment_22885" align="alignnone" width="570"]2.3 "Indien ist vor allem ein Land der Armut und der Slums"
Viele Erstreisende tragen ein Bild extremer Armut im Kopf. Und diese existiert natürlich auch in Indien – so wie in vielen Ländern der Welt. Doch sie ist nicht die alleinige Realität. Unsere indische Partneragentur "Scenic Journeys" beschreibt das Land so: "Indien ist eine schillernde Demokratie und hat eine sehr vielfältige Gesellschaft. Auf einer Reise durch Indien werden Gäste die verschiedensten Menschen kennenlernen: Von sehr wohlhabenden, über die Mittelschicht bis hin zu denen die im unteren Einkommenssegment leben. In den letzten 10 Jahren hat die Regierung Indiens mehr als 300 Millionen Menschen aus der Armut geholt. WORLD INSIGHT zeigt diese Realität respektvoll und sensibel. Der Fokus zielt auf Verständnis und Empathie, anstelle von purer Beobachtung ärmerer Menschen." Kurz gesagt: Wer reist, begegnet kultureller Vielfalt – auch sozialer. In Indien ebenso wie anderswo. Dies macht für uns bei WORLD INSIGHT den Unterschied zwischen Tourist:in und Reisende:r sein aus.2.4 "Das Streetfood in Indien ist für Europäer kaum essbar"
Indien ist ein Paradies für kulinarisch Neugierige. Die Vielfalt der Küche reicht von würzigen Currys über aromatische Linsengerichte bis hin zu regionalen Spezialitäten. Streetfood gehört dabei ganz klar zur indischen Esskultur und ist durchaus auch für europäische Mägen gut verträglich. Entscheidend sind dabei einfache Regeln: Das Essen sollte frisch zubereitet und gut gegart werden sowie möglichst keine rohen Zutaten, wie Eier, beinhalten. Unsere WORLD INSIGHT-Guides kennen verlässliche, saubere Stände und beraten dich jederzeit bei der Auswahl deiner Streetfood-Spezialitäten. Also gönn dir das Curry und den frischen Chai! [caption id="attachment_22966" align="alignnone" width="480"]2.5 "Wer nach Indien reist, wird auf jeden Fall krank"
Um das zu vermeiden, gibt dir unsere WORLD INSIGHT-Partneragentur Tipps – damit du deinen Urlaub so richtig genießen kannst.- Trinke ausschließlich abgefülltes oder gefiltertes Wasser
- Eiswürfel nur nach Absprache mit deinem Guide ordern
- Esse heißes, frisch zubereitetes Essen - frag auch hier bei Unsicherheiten deinen Guide
- Wasche deine Hände regelmäßig
2.6 Was man sonst noch über Indien wissen sollte
Indien kann besonders beim ersten Besuch ziemlich überwältigend sein. Die Lautstärke, der dichte Verkehr, die Farben, Gerüche und Eindrücke wirken oft sehr intensiv. Umso wertvoller ist es, einen erfahrenen WORLD INSIGHT-Guide an der Seite zu haben, der dich durch die Anfangszeit begleitet, deine Fragen beantwortet und dir Orientierung gibt. Andere Länder, andere Sitten: Das gilt auch für deine Reise nach Indien! Feilschen auf Märkten ist Teil der Kultur, ebenso wie bedeckende Kleidung, dies gilt insbesondere für Frauen. In Tempeln wie z.B. dem Taj Mahal, werden die Schuhe aus Respekt ausgezogen. Aber keine Panik: die Böden sind sauber und werden meist mehrmals täglich sehr sorgfältig gereinigt, da dies für die Gläubigen als ein sehr besonderer, hochgeschätzter Dienst gilt. Indien kann insgesamt als sicheres Reiseland bezeichnet werden, besonders wenn du mit lokaler Begleitung reist. Dein WORLD INSIGHT-Guide steht dir während der gesamten Reise mit Wissen, Erfahrung und kulturellem Feingefühl zur Seite. [caption id="attachment_22979" align="alignnone" width="570"]3. Unterschied Nord- und Südindien
Wenn wir an Indien denken, sind die ersten Bilder die uns in den Kopf kommen meist imposante Gebäude, bunte Märkte und endlose Wüsten. Doch es gibt auch eine andere Seite Indiens. Eine, die mit endlosen Stränden, leuchtend blauem Wasser und tropischen Regenwäldern lockt. Hier erhältst du deinen Überblick über die Unterschiede zwischen Nord- und Südindien.3.1. Unterschiede in Kultur, Sprache, Religion, Küche und Natur
| Region | Nordindien | Südindien |
| Kultur & Atmosphäre | oft lebendig, dicht, traditionsreich, stark geprägt von Mogulgeschichte und großen Pilgerorten | häufig ruhiger, tropischer, stark tempelorientiert, vielerorts bildungsstark |
| Sprachen | überwiegend indoarische Sprachen (z.B. Hindi, Punjabi, Bengali) | überwiegend dravidische Sprachen (z.B. Tamil, Telugu, Malayalam, Kannada) |
| Schrift & Identität | Hindi in Devanagari-Schrift, Hindi teils als verbindende Sprache | eigene Schriftsysteme, starke regionale Sprachidentität, oft lieber Englisch als Hindi |
| Natur & Landschaft | Himalaya, Gangesebene, Wüstenlandschaften (Rajasthan), starke Kontraste | tropische Küsten, Regenwaldgebiete, Tee- und Gewürzberge, Backwaters (Kerala) |
| Klima | heißer Sommer, teils trockener; im Winter im Norden deutlich kühler | tropisch-warm, feuchter, weniger starke Temperaturunterschiede |
| Küche | Weizen, Naan, Roti, Paratha, Currys mit Ghee, Paneer und Joghurt; Kebabs, Biryanis, Tandoori-Gerichte | Reisgerichte wie Idli, Dosa und Sambar; Kokos, Tamarinde, Curryblätter; würziger und oft leichter, viel vegetarische Tradition |
| Religion & Tempel | große Pilgerorte, religiöse Rituale oft sehr öffentlich | monumentale Tempelarchitektur (Gopurams), stark ritualgeprägter Alltag |
| Typische Reise Highlights | Taj Mahal, Rajasthan, heilige Städte am Ganges | Backwaters, Palmenküsten, Teeplantagen, Tempelstädte |
3.2 WORLD INSIGHT-Reise nach Nordindien
Mit uns kannst du Nordindien in der 23-tägigen Reise "Indien: Rajasthan mit Khajuraho und Varanasi" ganz genau entdecken. Hier erkunden wir das rosafarbene Jaipur, staunen über das goldene Jaisalmer, streifen durch die blauen Gassen Jodhpurs und stehen ehrfürchtig vor dem Traum in Weiß – dem weltbekannten Taj Mahal! Wir erröten beim Anblick der erotischen Tempel von Khajuraho, fühlen uns wie Maharajas in unseren palastähnlichen Haveli-Hotels und sind überwältigt von der Spiritualität der heiligsten Stadt des Landes – Varanasi. Neben den kulturellen Highlights erwartet uns aber auch viel Natur! Auf einer Kamelsafari durch die Wüste Thar oder bei der Pirsch nach dem Königstiger im Ranthambore-Nationalpark erlebst du Indien hautnah. Und was wäre eine WORLD INSIGHT-Reise, ohne die abwechslungsreiche Art der Fortbewegung: Mal ganz typisch indisch mit dem Fernzug, mal mittendrin in der Metro durchs wuselige Delhi, mal gleitend auf einer Bootsfahrt auf dem Ganges, umgeben von unzähligen Gläubigen bei ihrem rituellen Bad. Eine Reise voller Abwechslung, so bunt wie Indien selbst!
Weitere Reisedetails findest du hier.
3.3 WORLD INSIGHT-Reise nach Südindien
3.4 WORLD INSIGHT-Reise durch ganz Indien
Du willst das Beste aus Nord und Süd? Dann komm mit uns auf die 25-tägige Reise "Indien: Umfassend"! Von den grünen Ausläufern des Himalayas über die Wüstenlandschaft Rajasthans bis zu den tropischen Stränden von Goa kombiniert diese Reise die größten Highlights des indischen Subkontinents. Vom wuseligen Delhi aus begeben wir uns zunächst ins nordindische Hügelland. Am Ganges besuchen wir den heiligen Ort Haridwar und wandeln auf den Pfaden der Beatles durch die spirituelle Yoga-Hauptstadt Rishikesh. Wir gehen auf die Pirsch in den weitläufigen Graslandschaften des Corbett-Nationalparks und können mit ein wenig Glück Bengalische Tiger und Asiatische Elefanten sichten. Monumental geht es weiter: Erst stehen wir staunend vor dem weltberühmten Taj Mahal, dann tauchen wir ein in die bunte Welt der Maharajas von Rajasthan. Ein Inlandsflug bringt uns schließlich nach Süden. In Mysore erwarten uns der opulente Stadtpalast und farbenfrohe Märkte voller aromatischer Düfte. Die außergewöhnliche Tempel- und Felslandschaft um Hampi entdecken wir bequem per Fahrrad. Zum krönenden Abschluss kannst du an den legendären Stränden von Goa das süße Nichtstun genießen. Gewürzt wird unser Abenteuer mit zahlreichen Begegnungen und kulinarischen Erlebnissen, wie bei unserem Gespräch mit einem Chai-Verkäufer oder dem Bananenblatt-Abendessen bei einer indischen Familie. Erlebe mit uns Indien hautnah und in seiner ganzen Vielfalt!
Du willst mehr über diese Reise erfahren? Dann klicke hier.
4. Kulinarik in Indien
"Viele Europäer assoziieren die indische Küche hauptsächlich mit 'Curry'", verrät Sharma von unserer Partneragentur "Scenic Journeys" in Indien. "Indisches Essen ist aber vielseitiger. 'Curry' ist kein einzelnes Gericht in Indien, sondern ein Überbegriff der außerhalb Indiens benutzt wird, um Soßen mit bestimmten Gewürzen zu beschreiben." Tatsächlich ist die indische Küche deutlich vielfältiger, als viele zunächst vermuten. Laut Sharma spiegelt sie Geographie, Religion, Geschichte und Klima des Landes wider, wobei jede Region ihre eigene einzigartige Note mit einbringt. Gleichzeitig räumt er mit einem weiteren verbreiteten Missverständnis auf: Indisches Essen ist nicht automatisch scharf. "Gewürze sind dazu da, den Geschmack und das Aroma zu verstärken, nicht nur die Schärfe. Viele Gerichte sind mild und ausgewogen und Schärfegrade können immer angepasst werden." Die Auswahl an Gerichten ist groß: Von Weizenprodukten über Reisgerichte bis hin zu Kebabs ist für jeden Geschmack etwas dabei. Besonders Vegetarier können sich freuen – denn Indien gilt als eines der spannendsten Länder, wenn es um fleischlose Küche geht. "Indien hat eine der weltweit vielfältigsten vegetarischen Traditionen", so Sharma. Diese sei fest in Religionen wie dem Hinduismus, Jainismus und Buddhismus verankert. In der vegetarischen Küche arbeiten die Inder viel mit Linsen, Getreide, Gemüse, Milchprodukten, Nüssen und Gewürzen. Gleichzeitig variiert die Art der Gerichte stark – je nach Region und Kulturgemeinschaft. Wie zuvor schon beschrieben, spielen Gewürze eine zentrale Rolle in der indischen Küche. Sharma erklärt: "Viel benutzte Gewürze sind Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Kardamom, Gewürznelken, Senfsamen und Chili (wird in vielen Regionen moderat eingesetzt). Jedes Gewürz hat eine kulinarische wie auch medizinische Bedeutung, verankert in Ayurveda. Gewürzmischungen (masalas) werden häufig an Gericht und Haushaltstraditionen angepasst." [caption id="attachment_23001" align="alignnone" width="570"]5. Spiritualität in Indien
In Indien gibt es eine große religiöse Vielfalt. So prägen beispielsweise Hinduismus, Islam, Christentum, Sikhismus, Buddhismus und Jainismus das Land – teils seit Jahrhunderten. Trotz ihrer Unterschiede leben sie vielerorts selbstverständlich nebeneinander. WORLD-INSIGHT-Reiseleiter Ravindra beschreibt es so, dass sie "unter einem Dach" existieren. In einem Interview berichtet er uns, dass er an alle Religionen und ihre Koexistenz glaubt – obwohl er in den Hinduismus hineingeboren wurde. Spiritualität ist in Indien kein abstraktes Konzept, sondern Teil des Alltags. Gebete, Rituale und Glaubenszeremonien sind fest in tägliche Routinen eingebunden und für viele Menschen selbstverständlich. Doch was bedeutet die indische Spiritualität eigentlich? Sharma von unserer Partneragentur "Scenic Journeys" erklärt: "Indische Spiritualität legt den Fokus auf Balance, moralische und soziale Pflicht (Dharma) und Harmonie. Es existieren viele Lebenswege, die von einer Philosophie der Koexistenz geführt werden." Auf einer Reise durch Indien mit WORLD INSIGHT erfährt man diese Spiritualität ganz nah. Zum Beispiel bei der Ganga Aarti Zeremonie, die wir in Varanasi miterleben. Das abendliche Ritual am Ufer des Ganges gehört zu den eindrucksvollsten spirituellen Zeremonien des Landes. Flammen von Öllampen, gesungene Mantras und der Duft von Räucherwerk schaffen eine besondere Atmosphäre. Für viele Reisende ist dieser Moment sehr bewegend. Auch Sharma beschreibt es so: "Während der Ganga Aarti Zeremonie machen Reisende eine spirituell inspirierende Erfahrung mit rhythmischen Mantras, Öllampen, Räucherwerk und hingebungsvoller Musik. Es ist ein visuell atemberaubendes und ruhiges Ritual, das Einblicke in die lokalen religiösen Traditionen gibt und die tiefe Ehrfurcht für den Ganges aufzeigt." [caption id="attachment_22957" align="alignnone" width="570"]
Erlebe die Spiritualität des Landes ganz nah[/caption]
Ein weiterer Begriff, der eng mit indischer Spiritualität verbunden ist, ist Yoga. In Europa wird Yoga heute oft vor allem als Sport oder Ausgleich zum Arbeitsalltag verstanden. In Indien hingegen ist es weit mehr als eine stumpfe Abfolge von Übungen. "Yoga repräsentiert eine alte, holistische und spirituelle Disziplin, die darauf abzielt, den Geist, den Körper und die Seele zu vereinen. Sie basiert auf einer jahrtausendalten Tradition und signalisiert einen Lebensweg, der eine mentale, physische und spirituelle Gesundheit fördert – auch abseits der Yogaübungen auf der Matte", berichtet Sharma.
So zeigt sich Spiritualität in Indien nicht nur in großen Zeremonien, sondern auch in kleinen Gesten des Alltags – als Haltung, als Praxis und als Teil einer lebendigen Tradition.
6. Berichte aus Indien
Vielleicht bist du inzwischen so neugierig auf Indien, dass dein Blick schon zur "Buchen"-Taste wandert. Vielleicht wünschst du dir aber auch noch einen letzten Impuls, bevor du dich für eine Reise entscheidest. Dann lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungen unserer Reisenden. Sie haben Indien bereits mit WORLD INSIGHT entdeckt – und berichten von intensiven Eindrücken, herzlichen Begegnungen und Momenten, die noch lange nachwirken. Ihre Erlebnisse zeigen: Indien ist nicht nur ein Reiseziel, sondern eine Erfahrung, die bleibt. Manfred beispielsweise hat schon viel von der Welt gesehen. Für eine Reise nach Indien mit WORLD INSIGHT hat er sich entschieden, "da wir die Kombination der verschiedenen Attraktionen (Paläste, Tempel, Grabmäler, Naturparks, Einführung in die vielen Facetten des Hinduismus mit besonderer Berücksichtigung des Totenkults) als einmalig und spannend empfanden. Und unsere hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht – in mancher Hinsicht sogar noch übertroffen." Manfreds ganzen Reisebericht liest du hier. [caption id="attachment_22380" align="alignnone" width="570"]
Reisender Manfred vor dem Taj Mahal[/caption]
Auch Silvia hat bereits die Erlebnisreise durch Rajasthan mit Khajuraho und Varanasi mitgemacht. Hier findest du ihren Bericht dazu.
Wenn du noch mehr Insights aus und über Indien haben möchtest, klicke hier und stöbere dich durch unsere weiteren Berichte. Reise ins Herz Nepals: Tradition, Gemeinschaft und Gelassenheit
Ramesh, was macht dein Heimatland als Reiseziel eigentlich so besonders, warum sollte man es unbedingt kennenlernen?
Nepal ist das Land des Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt. Aber nicht nur das: Nepal hat über 1.000 Gipfel, die höher als 6.000 Meter sind. Die Berge und die atemberaubende Landschaft machen einfach die Besonderheit des Landes aus.
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Ramesh steht uns Rede und Antwort.[/caption]
Daneben ist auch die Topographie Nepals eine der vielfältigsten weltweit. In kurzer Zeit kann man vom subtropischen Süden in die alpinen Regionen des Himalaja reisen. Wenn man mit dem Auto vom Süden in den Norden fährt, hat man mit komplett unterschiedlichen Landschaften, Klimazonen und Höhenlagen zu tun – von etwa 300 Metern bis über 3.000 Meter Höhe.
Diese extreme geografische Vielfalt auf kleinem Raum gibt es kaum anderswo auf der Welt. Nepal ist ungefähr 800 Kilometer lang und etwa 200 Kilometer breit, aber in diesem relativ kleinen Land gibt es enorme Höhenunterschiede und einen erstaunlichen Facettenreichtum.
Und natürlich wäre da auch die kulturelle Vielfalt: Es gibt viele verschiedene ethnische Gruppen, Sprachen, Kulturen und Religionen. Der Großteil der Bevölkerung ist hinduistisch (etwa 87 %), aber es gibt auch Buddhisten, Muslime, Christen und andere religiöse Gruppen. Und alle leben weitgehend in Harmonie miteinander.
Was sind für dich die Highlights einer Reise mit WORLD INSIGHT nach Nepal?
Ein Höhepunkt ist zum Beispiel das Kathmandu-Tal. Dort liegen drei historische Städte: Kathmandu, Patan und Bhaktapur. Zusammen mit vier Tempelanlagen gehören sie alle zum UNESCO-Weltkulturerbe. In einem Umkreis von etwa 30 Kilometern gibt es sieben bedeutende kulturelle Orte und das macht das Tal zu einem ganz besonderen Ort.
Dann fahren wir etwa 200 Kilometer weiter westlich nach Pokhara. Dort steht man auf rund 900 Metern Höhe – und direkt vor einem ragen Berge mit über 8.000 Metern in den Himmel. Nur 25 Kilometer Luftlinie entfernt. Man sieht den Machhapuchare, den Annapurna und andere gewaltige Gipfel. In Pokhara kann man wandern, Boot fahren, Dörfer besuchen – ich kann das sehr empfehlen!
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Verwunschene Schönheit im Chitwan-Nationalpark[/caption]
Ein weiteres Highlight ist der Chitwan-Nationalpark im Süden Nepals, der ist bekannt für Dschungel-Safaris, Kanufahrten und seine Wildtiere. Man kann Nashörner, Elefanten und mit etwas Glück auch Tigern begegnen. Aber auch für Vogelbeobachtungen ist Chitwan sehr bekannt: Im Winter kommen die Zugvögel aus Sibirien nach Nepal. Sie bleiben in Gruppen zusammen, landen in den Feuchtgebieten und man kann sie gut beobachten. Für Naturfreunde echt toll!
Dann sind da auch noch die vielen Mountainbike-Touren, vor allem rund um Pokhara. Hier geht es nicht um Extremsport, eher um gemütliches Fahren durch Hügel, Wälder und kleine Dörfer. Außerdem kann man Klöster besuchen, Mönchen beim Meditieren zuschauen und einen Einblick in das spirituelle Leben bekommen. Diese Mischung aus Kultur, Natur und lokalem Leben macht eine Reise mit WORLD INSIGHT nach Nepal in meinen Augen einzigartig.
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Ein Hauch von Nepal im Kölner Büro[/caption]
Gibt es bei der Reise auch Begegnungen mit Einheimischen?
Ja, klar! Wir haben verschiedene Aktivitäten, bei denen Reisende mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommen. Zum Beispiel organisieren wir manchmal Besuche in Schulen oder kleine Kochkurse mit einheimischen Familien. Dort kann man lernen, wie man nepalesisches Essen zubereitet, wie z. B. Dal Bhat oder Momos. Das lieben unsere Gäste!
In einigen Dörfern übernachten wir auch ein oder zwei Nächte. Das sind dann kleine Siedlungen, wo die Menschen noch sehr einfach und traditionell leben. Man erlebt dort den Alltag der Dorfbewohner, wie sie kochen, wie sie mit Tieren arbeiten oder gemeinsam in großen Familien leben.
Man merkt schnell, wie anders das Leben dort ist im Vergleich zur Stadt. In Kathmandu ist heute alles viel moderner, aber auf dem Land leben die Menschen noch sehr naturnah – mit eigenen Feldern, einfachen Häusern, Tieren und gemeinsamen Festen. Viele Gäste sagen, das sind die eindrücklichsten Momente der Reise, diese Begegnungen mit Menschen, die ganz anders leben, aber so offen und freundlich sind.
Apropos offen und freundlich: Was können Europäer vom nepalesischen Lebensstil lernen?
Der nepalesische Lebensstil ist in der Tat sehr anders. Die Menschen hier sind sehr ruhig und gelassen, man legt viel Wert auf das Miteinander und auf einfache Dinge im Leben. Viele Sachen sind hier einfach weniger kompliziert, die Leute machen sich nicht so viel Stress wegen Materiellem oder Luxus. Das ist meine persönliche Erfahrung. Ein Mensch in einem nepalesischen Dorf lebt aber ganz anders als in der Stadt. Wenn wir in die Stadt kommen, sieht man den großen Unterschied.
Was ich besonders mag, ist die bunte Kultur und die vielen Feste, die wichtiger Teil des Lebens hier sind. Die Leute feiern zusammen, egal ob es das Wetter oder andere Umstände gerade erlauben. Es ist nicht so, dass man hier alles genau planen oder kontrollieren muss. Europäer können von dieser entspannten Haltung viel lernen. In Europa sind die Menschen oft gestresst, wollen alles perfekt machen und ärgern sich, wenn es mal nicht klappt. Hier probiert jeder einfach sein Bestes und akzeptiert, wie das Leben nun mal spielt.
Die Nepalesen haben eine natürliche Gelassenheit – und von der kann man einfach viel lernen.
Sri Lanka ComfortPlus: Erleben, entspannen, eintauchen
Persönlicher Austausch mit unseren Partnern in Köln
Zu Gast bei uns in Köln: Dilan, unser langjähriger Country Manager in Sri Lanka, und Dilhani, die vor Ort mit großem Engagement die Organisation unserer Reisen unterstützt. In einem spannenden Gespräch erzählten sie uns, was die ComfortPlus-Reise auf Sri Lanka so besonders macht – von echten Begegnungen über spektakuläre Natur bis hin zu Hotels mit dem gewissen Extra.
Komfort und Erlebnis in perfekter Balance
Die WORLD INSIGHT ComfortPlus-Reise durch Sri Lanka verbindet zwei Welten: das intensive Erleben eines faszinierenden Landes und erholsamen Komfort. „Wenn wir eine ComfortPlus-Reise planen, denken wir daran, dass unsere Gäste das Land erleben, aber auch Zeit im Hotel verbringen wollen“, so Dilan. „Sie möchten am Pool entspannen, das Hotel erkunden und die Annehmlichkeiten genießen.“
Deshalb werden sorgfältig ausgewählte Unterkünfte eingeplant – viele mit traumhaftem Ausblick, besonders im Hochland auf über 1.800 Metern.
UNESCO-Welterbe trifft Landschaftskino
Auf dem Programm stehen drei der eindrucksvollsten UNESCO-Welterbestätten des Landes: Sigiriya, Dambulla und Kandy. „Diese drei
Orte stammen aus ganz unterschiedlichen Epochen und haben je einen eigenen Charakter: Sigiriya ist eine alte Festung, Dambulla ein buddhistisches Höhlensystem mit über 200 Kammern und Kandy besticht durch seinen kulturellen und architektonischen Stil“, so Dilan.
Ein weiteres Highlight: zwei Wanderungen durch Sri Lankas eindrucksvolle Natur – durch den Horton-Plains-Nationalpark und zum Bambarakanda-Wasserfall, dem höchsten des Landes. „Man begegnet dabei vielen Vogelarten, besonderen Eidechsen und mit etwas Glück sogar einem Leoparden“, erzählt Dilan. Die Guides sind geschult und wissen, wo sich die Tiere aufhalten – ein klarer Vorteil für alle Naturfreund:innen.
Zugfahrt durch grüne Träume
Als eine der landschaftlich schönsten Bahnstrecken Asiens gilt die Route nach Nanu Oya, die natürlich auch Teil der ComfortPlus-Reise ist. „Diese Zugfahrt führt durch leuchtend grüne Teeplantagen und Hügelketten. Der Zug fährt langsam – das gibt unseren Gästen genug Zeit, um das Panorama durch die offenen Fenster zu genießen und tolle Fotos zu machen“, beschreibt Dilan die Strecke.
Begegnungen mit Einheimischen
Auch authentische Einblicke in das Alltagsleben Sri Lankas kommen nicht zu kurz: Beim Spaziergang durch das kleine Dorf Hiriwadunna, kombiniert mit einer Floßfahrt und einem Farmbesuch, erleben unsere Gäste das ländliche Leben hautnah. Die ComfortPlus-Reise schafft dadurch Raum für echte Momente abseits der bekannten Pfade.
Zusätzlich entstehen bei der Zugfahrt nach Nanu Oya immer wieder spontane Begegnungen mit Einheimischen – sei es beim gemeinsamen Blick aus dem Fenster oder im Gespräch mit neugierigen Mitreisenden. So wird das Reiseerlebnis lebendig und persönlich – ganz im Sinne von WORLD INSIGHT.
Safari-Abenteuer im Udawalawe-Nationalpark
Natürlich darf auch eine Jeep-Safari nicht fehlen. Im Udawalawe-Nationalpark warten Elefanten, Wasserbüffel und zahlreiche Vogelarten. „Unsere Gäste erleben das echte Sri Lanka – in der Natur, aber mit Komfort“, sagt Dilan.
Strandzeit deluxe: Erholung Ost und Süd
Gleich zweimal wird entspannt: Zur Reisehalbzeit in Passikudah an der Ostküste, zum Abschluss an der Südküste in Talpe. „Wir wollen, dass unsere Gäste auch mal durchatmen, den Strand genießen und neue Energie tanken, bevor sie den nächsten Abschnitt antreten – oder zurück nach Hause fliegen“, erklärt Dilan. Beide Orte bieten perfekte Bedingungen zum Relaxen – und wunderschöne Sonnenuntergänge.
Fazit: Die besondere Mischung macht's
„ComfortPlus steht für die perfekte Balance aus Aktivität und Entspannung“, sagt Dilan. „Unsere Gäste erleben das echte Sri Lanka – aber sie dürfen es sich auch gutgehen lassen. Und am Ende nehmen sie nicht nur schöne Bilder mit, sondern echte Erinnerungen.“
Vilabounes Rezept für Bananenblütensalat – ein laotischer Klassiker
Unser Reiseleiter Vilaboune aus Laos begeistert nicht nur mit seinem umfangreichen Wissen über Land und Leute, sondern auch mit seiner Leidenschaft fürs Kochen. Zwischendurch überrascht er unsere Gäste unterwegs mit spontanen, landestypischen Gerichten. Besonders in Erinnerung bleibt sein selbstgemachter Bananenblütensalat – frisch, aromatisch und typisch laotisch.
Hier kommt das Rezept zum Nachmachen:
📝 Zutaten für 4 Personen- 1 Bananenblüte (ersatzweise auch Palmherz oder Chinakohl verwenden)
- 2 Eier
- 2–3 Knoblauchzehen
- 1 EL Pflanzenöl
- 2 EL Zitronensaft
- 1 EL Fischsoße
- 1 TL Zucker
- ½ TL Salz
- Frische Minze (gehackt)
- Frischer Koriander (gehackt)
- Optional: Lao-Chili oder frische rote Chili nach Geschmack
- Die Bananenblüte vorsichtig von außen nach innen schälen, die zarten Blätter in feine Streifen schneiden und in kaltem Zitronenwasser einlegen (verhindert das Braunwerden).
- Eier hart kochen, schälen und klein hacken.
- Knoblauch fein hacken und in Pflanzenöl goldbraun anbraten.
- Bananenblütenstreifen abtropfen lassen und in einer Schüssel mit Zitronensaft, Fischsoße, Zucker und Salz vermengen.
- Die Eier, den gebratenen Knoblauch sowie die Kräuter unterheben.
- Nach Geschmack mit Chili würzen.
Bohol & Siquijor – Magie, Mangroven und die sanfte Seele der Philippinen
Bohol – wo die Landschaft flüstert
Bohol begrüßt uns mit einem Rhythmus, der langsamer schlägt. Auf dieser Insel in den Visayas scheint alles etwas sanfter zu sein: die Farben, die Menschen, das Licht. Und doch ist sie voller Überraschungen. Unsere erste Station ist das Tarsier-Schutzgebiet bei Corella. Die Tarsiere – winzig, scheu, mit übergroßen Augen – wirken, als wären sie einem Märchen entsprungen. Hier lernen wir nicht nur über ihre bedrohte Existenz, sondern auch über den achtsamen Umgang mit Natur. Der Schutz dieser Tiere ist Symbol für eine neue, sanftere Tourismusform, die auf Bohol spürbar wird.
Dann geht es weiter zu den berühmten Chocolate Hills. Über 1.000 symmetrische, grasbewachsene Hügel, die sich wie Zuckerkegel über das Land streuen – in der Trockenzeit färbt sich das Gras braun und verleiht den Hügeln ihren Namen. Ein geologisches Wunder, das mit seiner surrealen Ästhetik einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Am Nachmittag verlassen wir die Straße und gleiten mit dem Kajak über den Abatan River. Mangrovenwälder spenden Schatten, Eisvögel huschen über das Wasser, Fischer gleiten in Stille an uns vorbei. Unser Guide erzählt Geschichten vom Leben mit dem Fluss, von Hochzeiten im Dorf, von alten Heilpflanzen. Es ist ein Moment der Ruhe – und des Eintauchens.
Was uns auf Bohol besonders auffällt: Hier hat sich das Tempo bewahrt. Es gibt Hotels – ja. Es gibt Gäste – ja. Aber vieles ist noch familiär, bodenständig, respektvoll. Und das macht Bohol zu einem Ort, an dem man nicht einfach nur Urlaub macht, sondern an dem man ankommt.
Siquijor – Insel der Heiler, der Geister und des Lichts
Dann geht es weiter zur kleinen Schwesterinsel: Siquijor. Schon die Überfahrt ist wie eine Schwelle: Die Touristen werden weniger, die Boote kleiner, die Fragen im Kopf größer. Denn Siquijor hat einen Ruf – einen geheimnisvollen. Fragt man die Menschen auf den Nachbarinseln, bekommt man oft ein Lächeln – und dann ein leises: „Da leben die Hexen.“ Und tatsächlich: Siquijor gilt seit jeher als Insel der
Heilerinnen und Schamanen, der alten Rituale, der Naturmagie. Doch wer hierherkommt, entdeckt keine düstere Mystik, sondern eine tiefe, stille Spiritualität.
Wir treffen eine traditionelle Heilerin, die mit Kräutern, Gebeten und Ritualen arbeitet. Nichts Show, kein Touristenprogramm – sondern ein echtes Gespräch über Vertrauen, über das Zusammenspiel von Körper, Seele und Umgebung. Es sind diese Begegnungen, die hängen bleiben.
Die Insel selbst ist ein Idyll: Wasserfälle wie der Cambugahay Falls, türkisblau und von Lianen umgeben. Korallenriffe, die wir beim Schnorcheln erkunden. Kleine Dörfer, in denen Kinder lachen, Mopeds knattern und Bougainvillea blüht. Und dann dieser Moment: Sonnenuntergang am Salagdoong Beach, wenn das Meer glitzert und die Welt ganz weit wird.
Zwei Inseln – zwei Seelen
Bohol und Siquijor – sie könnten kaum unterschiedlicher sein. Bohol ist offen, sanft, landschaftlich beeindruckend. Siquijor ist stiller, geheimnisvoller, spiritueller. Und doch ergänzen sie sich perfekt: Wer beide Inseln erlebt, spürt die Tiefe der Philippinen. Ihre Wurzeln. Ihre Magie. In unserer neuen Philippinen-Erlebnisreise ab 2026 werden beide Inseln eine wichtige Rolle spielen – als Orte der Entschleunigung, der Begegnung und des Staunens.Zwischen Himmel und Reisterrassen – unterwegs in Banaue
„You know, we call ourselves the people of the mountains – Ipugo.“
London, unser charismatischer Guide, der eigentlich Bixente heißt, aber sich lieber nach seiner Lieblingsstadt benennt, führt uns mit sicherem Gespür durch die faszinierende Welt der Ifugao. Gemeinsam mit unserem kambodschanischen Partner Mey Path und begleitet von Ramon, einem Gastgeber aus dem Dorf Batad, sind wir auf Inspektionsreise. Es ist Teil unserer Philosophie: Bevor ein Ziel in unser Programm aufgenommen wird, bereisen wir es selbst, sprechen mit den Menschen, sehen, hören, schmecken, spüren.
Ein Wunderwerk von Menschenhand – die Reisterrassen
Die Reisterrassen von Banaue sind das Herz dieser Region. „Zweitausend Jahre alt“, sagt London mit leuchtenden Augen. „Erbaut von unseren Vorfahren, um das steile Land fruchtbar zu machen.“ Noch heute werden viele der Terrassen bestellt – obwohl es harte Arbeit ist, kaum lohnend im Vergleich zur Arbeit in der Stadt. Und doch: Wer hier geblieben ist, lebt im Rhythmus der Natur und der Ahnen.
Einige Terrassen werden aufgegeben, weil die Jugend in die Tieflandstädte zieht – in der Hoffnung auf Bürojob und Studium. „Aber die Alten“, so London, „die bleiben und bewahren das Erbe. Es ist unsere Pflicht.“ Wir besuchen die abgelegenen Dörfer, erleben, wie sich das Leben hier in Jahrhunderten kaum verändert hat, und lernen die komplexe Stammesstruktur der Ifugao kennen: Tuwali und Ayangan – zwei Hauptgruppen, deren Dialekte sich wie die deutschen unterscheiden: ähnlich, aber eigen.
Ramon aus Batad – Hüter der Tradition
„Ich bin 1962 geboren“, erzählt uns Ramon, während wir auf der Terrasse seines kleinen Homestays sitzen, das wir künftig für unsere Gruppen nutzen möchten. Der Blick schweift über ein Meer aus grünen Stufen. „Als Kind trugen wir G-Strings aus Rindenstoff. Wir gingen barfuß, spielten nackt, lernten das Leben mit der Natur.“
Ramon erinnert sich an Schulwege, die vier Stunden dauerten. An das Tragen von Reis auf dem Rücken. An harte Zeiten. Und an Werte: „Unsere Familie ist unser Anker. Auch wenn viele Kinder in die Städte gehen – sie kommen immer zurück.“
Sein Homestay ist einfach, aber herzlich. Wenn wir dort zu Gast sind, werden wir nicht nur schlafen – wir werden eintauchen: in Tänze ohne Ritualbedeutung, aber mit viel Stolz, in das einfache, gesunde Essen – Sayote-Gemüse, Kamote-Blätter, Hühnersuppe direkt aus dem Garten. Und in Gespräche, die uns das Land verstehen lassen.
„The jeepneys are like puzzles“, lacht London.
Während wir auf einer kurvenreichen Straße durch die Berge fahren, erzählt London die Geschichte der Jeepneys – bunt lackierte Überbleibsel amerikanischer Militärfahrzeuge, die nach dem Zweiten Weltkrieg verlängert, modifiziert und liebevoll verziert wurden. „Sie bestehen aus Teilen aus aller Welt – genau wie das Team von WORLD INSIGHT“, scherzt er. Ein Gedanke, der hängen bleibt: Wir sind eine internationale Familie. Was uns verbindet, ist der Respekt vor den Kulturen, die wir besuchen.
Warum wir Banaue in unser Programm aufnehmen
Wir bei WORLD INSIGHT glauben an Reisen, die berühren. Nicht an Schnellfotografie und „Sehenswürdigkeiten abhaken“. Banaue ist kein Ort, den man einfach „besichtigt“. Es ist ein Ort, den man erfahren muss – mit den Füßen auf alten Reismauern, mit den Ohren voller Geschichten, mit dem Herzen bei Menschen wie Ramon und London. Ab 2026 wird Banaue Teil unserer neuen Philippinen-Erlebnisreise sein – eine Reise voller Eindrücke zwischen der faszinierenden Hauptstadt Manila, den weißen Stränden von Palawan, dem quirligen Leben in Cebu und eben jenen stillen Momenten in den Bergen von Ifugao.Bald buchbar – und garantiert unvergesslich
Die Vorbereitungen laufen. Die Routen stehen. Unsere Partner vor Ort sind begeistert. Und unsere Gäste können sich freuen: Auf eine Reise, die zeigt, wie lebendig altes Wissen sein kann. Wie gastfreundlich Menschen sind, die wenig besitzen. Und wie wunderschön eine Welt ist, wenn man ihr mit offenem Herzen begegnet. Wie sagte London so schön, als wir abends bei einer Tasse lokalen Reiseschnapses in die Sterne blickten?„If you go to Banaue, you won’t be the same again.“
Er hat recht.Mongolei unvergessen: Ein Abenteuer inmitten unermesslicher Weite
In Ulaanbataar findet man zahlreiche Kontraste. Hier: alt neben neu.[/caption]
Die Mongolei ist ein sehr beeindruckendes, riesengroßes und, abgesehen von der Hauptstadt Ulaanbataar, von Menschen dünn besiedeltes Land.
Als leidenschaftliche Großtiertierärztin war ich ganz besonders von den freilebenden, grasfressenden Haustieren begeistert.
Zwischen den kleinen Wiederkäuern wie Schafen und Ziegen grasten große Wiederkäuer wie Rinder, Yaks, Kamele und natürlich Pferde.
Auf die typischen mongolischen Pferde muss ich eine Lobeshymne anstimmen. Mit ihrem perfekten Exterieur sind sie außergewöhnlich gesunde, ausdauernde, freundliche, leistungsbereite, willige und sehr fleißige Geschöpfe. Ich liebe diese Tiere.
In der Mongolei werden menschliche Behausungen eingezäunt und im Gegensatz dazu sind die grasfressenden Haustiere omnipräsent und völlig frei.
Ihre Besitzer sind Nomadenfamilien die, abhängig von der Weidesituation, mehrmals im Jahr samt ihren Jurten ihren Haustieren nachfolgen.
Herdenschutzhunde in ihrem Element
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Unverzichtbar bei den Jurtenansammlungen: der Herdenschutzhund[/caption]
Zu diesen Jurtenansammlungen gehörten immer auch, offensichtlich typische, Herdenschutzhunde. Wie ich soeben nachgelesen habe, sind es sogenannte Bankhars, mongolische Mastiffs.
Wenn wir mit unseren russischen, sehr geländetauglichen, Bussen an einsamen Jurten vorbeifuhren, konnten wir den Wachinstinkt dieser Hunde ehrfürchtig beobachten. Dann liefen sie zähnefletschend und laut bellend den Bussen entgegen und nebenher.
Als wir „unsere“ vier Nomadenfamilien besuchten und wegen Regens zweimal vor Ort übernachten durften, akzeptierten uns diese klugen Hunde aber sofort als zu den Jurten zugehörig.
Es war faszinierend, diese instinktsicheren und besonderen Hunde zu beobachten. Tagsüber hielten sie sich sehr unauffällig, fast schläfrig, am Nomadengelände auf. In der Nacht jedoch konnten wir alle die Verwandlung in laut bellende, beschützend patrouillierende Wachhunde mitverfolgen. Hunde aus weiter entfernten menschlichen Behausungen schlossen sich zu schlagkräftigen, sehr bellfreudigen Truppen zusammen und beschützten dadurch Nacht für Nacht Menschen und ihre Haustiere. Dort, wo Wölfe vermehrt eine Gefahr für die weidenden Haustiere darstellten, das ist vor allem in den Bergen der Fall, werden kleine Wiederkäuer abends in sogenannte Nachtpferche getrieben. Dort konnten sie, zusätzlich geschützt durch Bankharts, eine sichere und geruhsame Nacht verbringen.
Bei unseren Wanderungen wurden wir auch von einem besonders „reiselustigen Rüden“
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Nachtpferche bieten den Tieren Schutz.[/caption]
begleitet. Dieser fröhliche vierbeinige Geselle hatte großen Spaß dabei, uns Menschen tagsüber zu begleiten.
Die mongolische Kultur hautnah
Unsere Gastnomadenfamilie schlachtete, uns zu Ehren, ein Schaf auf traditionelle Art und Weise. Bei der Zubereitung des leckeren Eintopfes durften wir dabei sein und genossen die Gastfreundschaft in fröhlicher Runde.
Apropos Essen, das mongolische Essen ist extrem fleischlastig.
Unsere mitreisenden Köche waren aber international erfahren und zauberten täglich köstliche, frisch zubereitete Mahlzeiten.
Die Tatsache das Nomaden, naturgemäß, keine Gemüsebauern sind, wurde mir auch erst auf dieser Reise bewusst!
Dass die Weidewirtschaft eine grundsätzlich natürliche und nachhaltige Landwirtschaftsform ist, kann in meinem Lieblingsbuch von Dr. Anita Idel „Die Kuh ist kein Klimakiller“ nachgelesen werden.
Die Reise war, wie schon anfangs gesagt, perfekt organisiert und wurde von zahlreichen sehr erfahrenen Einheimischen gemanagt. Unsere geländetauglichen Busse ließen uns, dank regelmäßer prophylaktischer Wartung durch unsere Fahrer, niemals im Stich.
Über Yaks und Kaschmirziegen
Asphaltierte Straßen gab es vor allem zwischen der Hauptstadt Ulaanbaatar und den Aimagzentren. Der Rest des Landes ist nur auf Steppenpisten zu befahren bzw. mit Tieren zu erreichen.
Solche typischen Tiere durften wir während unserer Trekkingtour nutzen. Es waren Yaks.
Wegen der grunzähnlichen Laute wird der Yak treffend auch „Grunzochse“ genannt. Diese domestizierten Rinder haben 1-2 Rippenpaare mehr als gewöhnliche Hausrinder. Dadurch haben die Atmungsorgane besonders viel Platz. Das Leistungsvermögen dieser, für uns seltenen, Rinderart zeigte sich uns. Vollgepackt mit unserem nötigen Gepäck wurden sie von reitenden Nomaden getrieben und benötigten dabei ihre besonders große Atemkapazität. Sie atmeten heftig bei offenem Maul und herausgestreckter Zunge, erholten sich aber sehr rasch von der Anstrengung.
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Auch beim Yak-Melken war Jutta mit von der Partie.[/caption]
Aus der Wolle von Yaks können, ähnlich der berühmten Kaschmirziegen, Wollprodukte hergestellt werden. Ein Paar Yaksocken erstand ich zum Beispiel im großem Einkaufszentrum in der Hauptstadt.
Alles über Kaschmirziegen konnten wir durch das Befragen einer besuchten Nomadenfamilie erfahren. Insgesamt durften wir viermal in Jurten von echten Nomadenfamilien Platz nehmen und vieles über Schafe, Ziegen, Pferde, Rinder, Yaks und Kamele erfahren. Die aus diesen Tieren gewonnenen Produkte durften wir mit allen Sinnen genießen.
In der Hauptstadt schloss sich der Produktionszyklus, Kaschmirziegen betreffend, beim Besuch einer Kaschmirfabrik.
Eine Ode an das Nomadenleben
Wie man merkt, ist mein Bericht ein Ode an das nomadische Leben und die nomadische Natur.
Bei dieser Reise kam jedoch auch die mongolische Kultur ausreichend zu ihrer Ehre. Wir besuchten zahlreiche buddhistische Klöster und konnten die mongolische Spiritualität erfahren. Durch den Besuch von Denkmälern und Museen klappte die Wissensvermittlung interessant und spannend.
Alles in allem war es für mich eine zutiefst beeindruckende und tief berührende Erfahrung, in diesem herrlichem Land Gast gewesen zu sein. Auf unbekannten Pfaden: Reiseabenteuer Laos
d Raclette erinnerte. Ein wenig komisch kamen wir uns vor, weil sie selbst an einem Nachbartisch aßen und uns die ganze Zeit bedienten, aber das scheint dort normal zu sein. Die Herzlichkeit der Familie war beeindruckend, ein guter Start in Laos!
Die Fahrt nach Vang Vieng war bereits ein Abenteuer, aus dem Fenster schauen ein Muss. Kongsy ließ uns Laos direkt sehen, riechen und schmecken. Beim Halt an einem einheimischen Markt konnten wir Gemüse- und Obstsorten entdecken, lebendige Fische und unseren Snack für später betrachten. Der Geruch der Hühner, welche in kleinen Körben gehalten und direkt geschlachtet, gerupft und gekocht wurden, war allerdings etwas speziell so früh am Morgen. Zurück im Bus gab’s ein zweites Frühstück: frittierte Maden, Kakerlaken und Grashüpfer.
Höhlenabenteuer und ein Sprung in die Lagune
Nach einem Willkommensgetränk und einer kleinen Geburtstagsfeier für einen Mitreisenden, stiegen wir ins Tuk Tuk. Hier sind das umgebaute LKWs, bei denen man auf der Ladefläche sitzen kann. Die „Blaue Lagune“ zog an dem Tag einige Einheimische an, weshalb großer Trubel war. Daher suchten Andreas, Amke und ich die Ruhe in der Höhle „Tham Pou Kham“. Ich war begeistert, dass dort weder Absperrungen waren noch haufenweise Touristen durchgeschleust wurden. Über die Wegzeichen an den Wänden waren wir aber froh, sonst wäre es in der dunklen und rutschigen Höhle ein noch größeres Abenteuer geworden. Was natürlich nicht fehlen darf in der hintersten Ecke: Eine Buddhastatue. Zurück bei der Lagune wagte ich unter Jubel der Einheimischen gemeinsam mit Amke einen Sprung ins Wasser.
Abends schlenderten wir durch die Stadt, kauften uns ein Gebäck (sofort essen empfohlen, denn Liegenlassen im Zimmer freut die Ameisen), tranken Mangoshakes, entspannten uns bei einer Lao-Massage und entdeckten unseren ersten Nachtmarkt der Reise.
Exotisches Essen und Begegnungen mit Mönchen
Dank des chinesischen Zuges waren wir innerhalb einer Stunde in Luang Prabang, statt in über sieben Stunden mit dem Bus. In der Stadt gibt es etwa 1000 Tempel, wir besuchten ein paar davon. Alle ähneln sich, aber es gibt trotzdem immer wieder etwas Neues zu entdecken. Besonders die Mönche, welche oft am Handy hingen, fielen auf. Mit einem haben wir gemeinsam gefacetimt. In Luang Prabang tauchten wir weiter ein ins laotische Leben. Wir probierten typische Speisen, tranken einheimisches Bier, besuchten den Nachtmarkt, schauten den Sonnenuntergang vom Mount Phou Si aus an, gönnten uns eine Fußmassage, fuhren mit dem Boot über den Mekong und wurden von Reiswein und –schnaps überzeugt. Auf dem Einheimischenmarkt entdeckte ich meine Liebe für laotische Bananenchips und Ingwer und wir schauten interessiert die Schlangen, Ratten, Frösche und weiteres für uns exotisches Essen an. Wir durften den Almosengang der Mönche morgens um sechs Uhr miterleben und abends gingen wir in einen Tempel, um das Abendgebet der Mönche zu beobachten. Es war lustig zu sehen, dass die jungen Mönche teilweise wie in der Schule unaufmerksam durch die Gegend oder auf ihr Handy schauten.
Zu Besuch bei den Khmu- und Hmong-Völkern
Nach dem Almosengang frühstückten wir direkt am Mekong, langsam hatten wir uns an die Gerichte gewöhnt. Normal waren Reis oder Nudeln mit Gemüse, Omelette, verschiedenes Obst, Suppe, Toast und Marmelade. Fleisch gab es auch immer, aber das ließ ich morgens lieber aus. Danach fuhren wir endlich über eine Straße, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. „Massagestraße“ wird sie liebevoll genannt. Der Besuch eines Dorfes der Völker der Khmu und Hmong und eine Wanderung zu den Kuang Si-Wasserfällen standen auf dem Programm. Auf dem Weg konnten wir bereits Einheimische sehen, die mit ihren Rollern über die Schotterpiste fuhren, teilweise saßen ganze Familien auf einem Roller. Im Dorf angekommen wurden wir von kleinen Mädchen verzückt, welche uns sofort zuwinkten und nicht mehr aufhörten. Ein paar Jungs schauten wir bei einem Kreiselspiel zu, Andreas versuchte sogar mitzumachen, scheiterte aber kläglich. Beim Gang durchs Dorf war es beeindruckend zu sehen, wie diese Völker leben. Wir waren wie eine Attraktion und ein paar Kinder schlossen sich uns an. Kongsy konnte leider schwer mit ihnen kommunizieren, da sie eine eigene Sprache sprechen. Die Mädels wollten an unseren Händen laufen, schenkten uns Blumen und Irene brachte allen das Zählen auf Englisch bei. Hätte Kongsy sie nicht zurückgebeten, wären sie uns wahrscheinlich noch sehr weit gefolgt. Auf dem Weg entdeckten wir Gummibäume, Spinnennetze, sahen mitten im Nirgendwo zwei riesige geschminkte Buddhas und bekamen für den Eintritt in eine Höhle jeweils eine Stirnlampe und eine Banane.Beeindruckende Natur
Nach einigen Stunden kamen wir an der Quelle der Kuang Si-Wasserfälle an. Ich fühlte ein riesiges Glücksgefühl, weil ich von der Schönheit so beeindruckt war. Dieses satte Grün, die Brücke aus Holz und eine Schaukel am Wasser. Und das Beste: keine anderen Leute.
Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, wir tauchten ein paar Meter weiter wortwörtlich ins Wasser ein und genossen die eisige Abkühlung, wobei es an dem Tag gar nicht so warm war. Das absolute Highlight erwartete uns nochmal ein Stück weiter. Das Hellblau der Wasserfälle faszinierte uns. Einer ist schöner als der andere und in echt noch viel beeindruckender als auf den Fotos. Dort hätte ich noch Stunden verbringen können, aber nach einem Picknick, natürlich Reis oder Nudeln mit Gemüse oder Fleisch und Obst als Nachtisch, ging es wieder zurück nach Luang Prabang. Auf dem Heimweg schauten wir uns nochmal einen Tempel an und testeten das einzige aus Büffelmilch hergestellte Eis. Der Geschmack Lemongrass überzeugte uns am meisten.
Nach dem Besuch im Ock Pop Tok-Weberzentrum mussten wir uns leider von Laos und unserem Reiseleiter Kongsy verabschieden. „Khobchai“ Laos, es war uns eine Ehre! Usbekistan: Eine Reise zur Seidenstraße
Ein wichtiger Ort an der Seidenstraße ist Samarkand. Die Stadt hat historisch und kulturell einiges zu bieten.[/caption]
Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt auf der Seidenstraße lag im heutigen Usbekistan. Primär die Städte Samarkand, Buchara und Chiwa. Obwohl die Seidenstraße im 15. Jahrhundert durch die Entdeckung alternativer Seewege an Handelsbedeutung verlor, bleibt sie bis heute in den Köpfen der Menschen präsent – besonders im Tourismus.
Auf den Spuren der Seide in Usbekistan
Das historische Erbe der Seidenstraße zieht viele Reisende an, die die beeindruckenden Städte und Monumente entlang der Route besuchen, um in die faszinierende Geschichte, Architektur und Kultur der Region einzutauchen. Das merkt auch Reiseleiter Siroj, der viele WORLD INSIGHT-Gruppen durch sein Heimatland begleitet. Usbekistan begeistert die Gäste besonders aufgrund der spannenden Geschichte, herausragenden Kultur und natürlich wegen der Seidenproduktion. „Man kann in Usbekistan den gesamten Produktionsprozess der Seide erleben: von den Kokons der Seidenraupen bis hin zu fertigen Stoffen und Schals,“ berichtet Siroj. [caption id="attachment_21063" align="alignnone" width="745"]
Hier entsteht Seide.[/caption]
Auf unserer ComfortPlus-Reise erleben wir diesen Prozess der Seidenproduktion bei unserem Abstecher in die Stadt Margilan im Ferganatal, die „Seidenhauptstadt Zentralasiens,“ erklärt Siroj.
In Samarkand steht außerdem der Besuch einer Seidenpapiermanufaktur auf dem Programm. Hier erfahren wir, wie das Seidenpapier Schritt für Schritt aus der Rinde des Maulbeerbaums entsteht.
Ein vielfältiges und faszinierendes Reiseziel
Samarkand begeistert jedoch nicht nur mit der Geschichte der Seidenproduktion, die bis heute andauert und das Kulturerbe zelebriert. Die Stadt hat viele weitere spannende Sehenswürdigkeiten zu bieten. So flanieren wir beispielsweise durch entzückende Basare, begeben uns zur Ulugh-Beg-Sternwarte, bestaunen den Registan-Platz, das Herzstück von Samarkand sowie das Gur-Emir-Mausoleum. Es ist die letzte Ruhestätte von Amir Timur, dem Gründer des Timuridenreichs. Das Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert zeichnet sich durch eine markante, türkisfarbene Kuppel und fein dekorierte Fassaden aus. [caption id="attachment_21067" align="alignright" width="330"]
Siroj vor der Bibi-Khanum-Moschee.[/caption]
Ebenso beeindruckt werden wir vom Anblick der Bibi-Chanum-Moschee. Obwohl die Moschee im Laufe der Jahrhunderte teilweise verfallen ist, fasziniert ihr Anblick noch immer mit den hohen Minaretten und filigranen Mosaiken.
Siroj ist überzeugt: „Usbekistan ist absolut vielfältig. Die WORLD INSIGHT-Reisenden erleben noch viel mehr als Seide.“ Auch die Keramikherstellung können wir auf unseren Reisen in einem traditionellen Familienbetrieb in Gujduvan erleben. Gleichzeitig kommen wir hier mit den Einheimischen in Kontakt und erleben neben ihrem traditionellen Handwerk die herzliche Gastfreundschaft.
Weite Wüsten und malerische Bergpanoramen
Usbekistan können unsere Reisenden auch gemeinsam mit den benachbarten Ländern erleben. Zum Beispiel mit der Verlängerung Turkmenistan im Anschluss an die Usbekistan-Erlebnisreise. Oder in Kombination mit Kasachstan und Kirgistan. Siroj weiß, dass Letztere besonders beliebt bei Reisenden ist. „Europäer schlagen gerne zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie lernen also am liebsten gleich mehrere Länder auf einer Reise kennen,“ erklärt er. Kasachstan und Kirgistan haben faszinierende Landschaften zu bieten, während die kulturellen Highlights in Usbekistan zu entdecken sind. Aber nicht nur! Auch in Usbekistan entdecken wir landschaftliche Highlights. Etwa 80% der Landesfläche besteht aus Wüsten. Klar, dass wir Teile der Wüsten und Oasen auch auf unseren Reisen bestaunen, zum Beispiel auf dem Weg von Buchara nach Chiwa. [caption id="attachment_21064" align="alignnone" width="745"]
Usbekistan bietet auch atemberaubende Bergpanoramen, grüne Wiesen und türkisfarbene Seen.[/caption]
Einen Kontrast zur Wüste bildet das Tian Shan-Gebirge, durch das wir eine kleine Wanderung über Naturpfade und Wiesen, stets mit zauberhaften Ausblicken auf das Bergpanorama, unternehmen. Ein Stopp am malerischen Charvak-Stausee steht im Anschluss ebenfalls auf dem Programm.
Usbekistan gilt noch immer als Geheimtipp für Reisende, die etwas Besonderes erleben möchten. Siroj glaubt jedoch, dass das Land in den kommenden Jahren einen touristischen Boom erleben wird. Genau jetzt ist also die perfekte Zeit, um ins Zentrum der Seidenstraße zu reisen, die Kultur aus erster Hand zu erleben.
Wer noch mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte, könnte sich für unsere ganz neue Reise interessieren. „Die große Tour entlang der Seidenstraße“ zeigt unseren Gästen in 27 Tagen die Highlights von Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kasachstan und Kirgistan.
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Der Besuch auf einem typischen Basar darf in Usbekistan ebenfalls nicht fehlen. Zum Beispiel in Chiwa.[/caption] 


