Christine Wanyonyis Weg 20. Oktober 2016

Von Ferien in Nairobi und deutscher Salami

Lena Hooghiemstra

Ganz nach Christine Wanyonyis Motto „study never stops“ führt sie ihre schulische Laufbahn nun endlich auf die langersehnte Secondary School. Wenn alles gut geht, wartet im Januar ein Besuch in Deutschland.

Es ist der Morgen vor Christines erstem Schultag der Secondary School. Sie klingt nicht nervös, nein im Gegenteil: Sie kann es kaum abwarten, den nächsten Schritt in Richtung Schulabschluss anzutreten. Erst im Januar dieses Jahres meisterte die 27-jährige Kenianerin ihre Abschlussprüfungen der Primary School mit Bravour. „Primary school was very tricky and tough, Secondary School is going to be easier”, erzählt sie selbstbewusst. Besonders freut sie sich auf das neue Fach Biologie, denn neben ihrem Lieblingsfach Mathematik ist sie sehr interessiert daran, wie der menschliche Körper funktioniert. Um die Arbeit bei WORLD INSIGHT-Country Managerin Heike Hollwitz und die Schule inklusive Hausaufgaben unter einen Hut zu bekommen, entschied sie sich dafür, nicht wieder auf eine Abendschule zu gehen, sondern eine Schule mit Morgenstunden zu besuchen – so bleibt der Abend nach Unterricht und getanem Job für die Hausaufgaben frei.

Erlebnisreiche Ferien

Vor dem Start in das neue Kapitel „Secondary School“ stand für Christine allerdings erst einmal eine wohlverdiente Auszeit auf dem Programm. Zusammen mit ihrer „neuen Familie“, Heike und ihren Kindern, ging es über die Ferienzeit in die Landeshauptstadt Nairobi. Im Safari Walk des Kenya Wildlife Services am Rande der Stadt konnte Christine endlich ihren Wunsch erfüllen, einen Elefanten zu reiten. Sie schwärmt von dieser grünen Oase Nairobis, denn die lebensfrohe Kenianerin liebt die Natur und weiß jede Minute zu schätzen, die sie in Afrikas einzigartiger Landschaft und Tierwelt erleben kann.

Auch ergab sich nach langer Zeit die Gelegenheit, ihre Mutter und Großmutter im 800 km entfernten Moi’s Bridge zu besuchen. Dort stehen große Bauarbeiten an: Mithilfe des gemeinsam ersparten Geldes soll das kleinen Haus der Familie um ein neues Zimmer erweitert  werden. Obwohl sie  die Zeit in Nairobi und in der Heimat genossen hat, freut sich Christine nun wieder ihren alltäglichen Aufgaben nachkommen zu können, denn sie mag ihren Job und das Gefühl, gebraucht zu werden, so erzählt sie.

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Ihre Arbeit als Nanny macht Christine sichtlich Spaß.

Vorfreude auf Deutschland

Christine arbeitet hart und steckt sich immer wieder neue Ziele. Doch auch ihre Träume sollen nicht zu kurz kommen. Einen davon könnte sie schon bald leben: Zusammen mit Country-Managerin Heike plant sie nach Deutschland zu reisen und das Land zu sehen, das sie auf ihrem langen Weg zum Ziel begleitet. „Wir können das nur unterstützen – da sie uns in unser aller Hochsaison ebenfalls immer mit Leib und Seele unterstützt und so viel wie möglich abnimmt“, erzählt Heike.

In Deutschland war sie bisher noch nie, aber Christine liebt das Reisen und schwärmt davon, neue Dinge zu entdecken. Auf ein bestimmtes deutsches Lebensmittel freut sie sich dabei ganz besonders: die Salami! Zwar gibt es diese auch in Kenia zu kaufen, laut Christine schmeckt sie jedoch nicht annähernd so gut wie die Wurst aus Deutschland, die sie Dank deutscher Gäste probieren konnte.

Hoffen auf das Visum

Die Vorbereitungen für den Deutschlandbesuch sind in vollem Gange. In Kenia ist die Beantragung eines Reisepasses jedoch ein ganz schöner „Staatsakt“ und gar nicht so einfach. Mehrere Male wurde Ihr Antrag zunächst abgelehnt, doch Christine gab nicht auf und kann dank ihrer Zielstrebigkeit nun bald ihren ersten Reisepass in der Hand halten.

Ihr Optimismus ist beeindruckend, denn selbst in den langwierigen Behördenbesuchen sieht die junge Kenianerin das Positive: „This was my first time applying for a passport – with every step I take I learn something new.“ Nun wird nur noch um die Ausstellung eines Visums gebangt und auch wir drücken die Daumen, um Christine Wanjonji bald in Deutschland empfangen zu können!

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