Höhlen, Tempel und verborgene Landschaften 16. April 2026

Laos hautnah: Facetten einer Reise

Louisa Knorn

Thomas und seine Frau Esther reisten von Luang Prabang bis in den Süden von Laos und lernten die Vielfalt des Landes kennen. Dabei erhielten sie Einblicke in die laotische Kultur, Geschichte und Natur.

Unser Traumziel für 2025: Laos! Esther und ich hatten uns schon früh voller Vorfreude an die Planung dieser Reise gesetzt. Die Entscheidung, mit WORLD INSIGHT zu reisen fiel uns daher leicht und wir waren ziemlich gespannt, was das Land für uns bereithalten würde.

Bei all den vielen schönen, spannenden und abenteuerlichen Sachen, die wir auf unserer Laos-Reise erlebt haben, nehme ich euch hier an einzelne Tage und Highlights der Reise mit – sonst würde der Bericht wohl zu lang werden.

 

Tag 1: Ankunft in Luang Prabang

In Luang Prabang angekommen begrüßte uns Vila, unser Reiseleiter für die nächsten Wochen, herzlich am Flughafen. Von dort aus machten wir uns auf den Weg ins Hotel, wo wir unsere Sachen ablegten und uns dann wieder mit der gesamten Gruppe trafen, um den restlichen Tag in der Stadt zu verbringen. Abends nahmen wir an der Baci-Zeremonie teil, bei der wir für die bevorstehende Reise gesegnet wurden und weiße Armbändchen umgebunden bekamen, die uns Glück und gutes Karma auf der Reise spenden sollten. Anschließend aßen wir das traditionelle Essen Sindad – es erinnerte mich an eine Mischung aus Fondue und Raclette – und genossen den ersten Abend in vollen Zügen.

 

Reiseleiter Vila am Flughafen

 

Tag 4: Almosengang in Luang Prabang und Weiterfahrt nach Pak Ou

Einen tieferen Einblick in die Kultur und Spiritualität vor Ort bekamen wir beim Almosengang der Mönche, dem wir am vierten Tag unserer Reise in Luang Prabang beiwohnten. Wir beobachteten, wie die Mönche Gaben in Form von Klebereis von gläubigen Menschen am Straßenrand überreicht bekamen. Ein Ritual, das es den Mönchen ermöglicht, sich tagsüber auf Meditation und Seelsorge zu konzentrieren, ohne sich um die Beschaffung von Nahrung kümmern zu müssen.

 

Almosengang der Mönche

 

Eine anschließende Bootsfahrt auf dem Mekong führte uns weiter flussaufwärts. Unterwegs hielten wir bei einer einheimischen Weberei sowie einer “Schnapsfabrik” an. Es war schon recht skurril, eingelegte Skorpione, Schlangen oder andere Tiere in den Schnapsflaschen zu entdecken. Nach unserer Besichtigungstour ging es mit dem Boot weiter zur berühmten Kalksteinhöhle Tam Ting in Pak Ou. Die Höhlenräume waren mit tausenden Buddha-Statuen geschmückt, die Pilger über die Jahrhunderte als Opfergabe hinterlassen haben und die wir nun in all ihrer Pracht bestaunen konnten.

 

Tiere in Schnapsflaschen

 

Tag 8: Die Ebene der Tonkrüge und eine Pastafabrik in Phonsavan

Wusstest du schon?
Manche vermuten, dass die Krüge keine Grabstätten waren, sondern zur Lagerung von Reiswein oder Schnaps dienten. Wieder andere behaupten, Riesen hätten sie als Trinkbecher benutzt – ein Mysterium!

In Phonsavan besichtigten wir am achten Tag die Ebene der Tonkrüge. Die riesigen Krüge sind ca. 2.000 – 2.100 Jahre alt, doch keiner weiß so genau, woher sie kommen und was sie bedeuten. Anders als der Name vermuten lässt, bestehen die Krüge aber nicht aus Ton, sondern wurden aus den Felsen der umliegenden Gegend herausgehauen und bearbeitet. Rund um die Krüge wurden außerdem Knochenreste gefunden. Ob dort Opfer oder Grabbeilagen für die Toten hinterlegt wurden, ist nicht bekannt und bis heute können auch nur Mutmaßungen angestellt werden. Spannend!

 

Die Ebene der Tonkrüge

 

Weiter ging es zu einer lokalen Nudelmanufaktur, wo wir der manuellen Herstellung von Reisnudeln zusehen konnten. Dabei lernten wir, dass der Reis zuerst eingeweicht und anschließend gemahlen wird. Danach wird die Masse in einem Bottich gekocht und zähflüssig in ovalen Scheiben auf eine Art Sieb aus Bambus verteilt, wo sie in der Sonne getrocknet wird. Vollständig getrocknet werden die Scheiben mit Öl bestrichen und in mehreren Lagen aufeinandergelegt, bevor sie in einer Art Pastamaschine zu dünnen Fäden zerkleinert werden.

 

Herstellung von Reisnudeln

 

Nachdem wir uns diesen Prozess angeschaut hatten, ging es weiter zur Wat Phia-Stupa, ein bedeutender Tempel, der stark von Thailand beeinflusst ist. Durch Zufall ließen sich dort einige Touristen fotografieren, die sich die einheimische Kleidung der Hmong ausgeliehen hatten um dort zu posieren. Wir durften sie netterweise ebenfalls fotografieren.

Zurück in Phonsavan lernten wir schließlich viel über die Geschichte der Region. Die Gegend war damals stark vom Vietnamkrieg betroffen und wurde schwer zerbombt. Das sieht man deutlich an einigen Bombenkratern sowie den Bombensuchern, die heute noch mit Metalldetektoren unterwegs sind und nach Streubomben, Handgranaten und weiteren Kriegshinterlassenschaften suchen.

 

Tag 10: Unterwegs in, um und über Vang Vieng

Eine Wanderung entlang des Flusses Nam Song ließ uns frisch in den Tag starten. Sie führte uns zunächst zu den Höhlen von Sang Thong, bevor es mit Tuk-Tuks weiter zur “Blauen Lagune” ging – eine Art Freibad am Fluss. Wer wollte, konnte hier schwimmen gehen. Esther und ich beobachteten einfach das Treiben drumherum und genossen das schöne Wetter. Nach einer weiteren Bootsfahrt am Mittag entschied sich ein Teil unserer Reisegruppe, den freien Nachmittag mit einer Ballonfahrt zu verbringen. Es war einfach grandios: die Landschaft von oben, die romantische Stimmung, das wunderschöne Abendlicht und das entschleunigende Gleiten in luftiger Höhe über die Stadt Vang Vieng.

 

Aussicht aus dem Ballon

 

Tag 11: Klosterbesichtigung auf dem Weg nach Vientiane

Auf der Fahrt Richtung Vientiane besuchten wir eine Art Kloster, das von einem sehr progressiven Mönch betrieben wurde. Vila übergab unsere Spende von vier großen Wasserpackungen an junge Novizen, die es zu einer Art Altar brachten. Dort wurden sowohl die Spenden als auch wir von einem der Mönche gesegnet. Auf dem Weg zur Besichtigung der Unterkünfte des Klosters begrüßte uns dann auch der “Obermönch”. Er lud uns kurzerhand zu einer weiteren Zeremonie ein, die wir sehr interessant fanden. Vila spendete privates Geld und erhielt dafür eine spezielle Segnung für seine Familie und auch nochmal für unsere Reisegruppe – so stand dem weiteren Verlauf der Reise nichts mehr im Wege.

 

Der progressive “Obermönch”

 

In Vientiane angekommen, stiegen wir dann das erste Mal am Ufer des beeindruckenden Mekong aus und konnten bis nach Thailand auf der anderen Uferseite sehen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit der Besichtigung verschiedenster Tempel, darunter der Wat Si Saket, die Stupa That Luong mit dem liegenden Buddha, der Triumphbogen mit dem naheliegenden World Peace Gong und das Ho Phrakeo Museum.

 

Tag 13: Abenteuer in den Höhlen von Konglor

Die Konglor-Höhlen waren ein weiteres persönliches Highlight dieser spannenden Rundreise. Nach einer kurzen Einweisung zogen wir uns auch schon unsere Schwimmwesten an. Dazu wurden uns LED-Kopflampen ausgeteilt und wir gingen ca. 300 – 400 Meter zu Fuß über eine Bambusbrücke entlang des Flusses Nam Hinboun zum Eingang der Höhle Konglor. Dort stiegen wir immer zu dritt in ein Longtail-Boot und fuhren im Zick-Zack-Kurs durch die sieben Kilometer lange Höhle. Unterwegs gab es sogar einen Stopp und wir besichtigten besonders schöne Felsformationen sowie die Stalaktiten und Stalagmiten. Bei der Ausfahrt aus dem Höhlensystem bekamen wir zum Ende noch eine großartige Sicht auf die Umgebung. Am späten Mittag besuchten wir noch einmal den Aussichtspunkt des gestrigen Nachmittags – diesmal allerdings, um den Sonnenuntergang mitzuerleben.

 

Vor den Konglor-Höhlen

 

Abendessen gab es heute in dem hoteleigenen Restaurant. Aber wir waren nicht alleine: Eine laotische Partei hatte sich für eine Veranstaltung eingebucht, die parallel zu unserem Essen lief. Es war recht interessant mit anzusehen, wie eine Parteifeier des Landes abläuft. Später kamen der stellvertretende Ortsvorsteher und der lokale Justizminister auch noch zu unserer Gruppe, um mit uns anzustoßen. Sie gaben uns sogar eine Runde Beerlao aus!

 

Tag 16: Wanderung auf dem Bolaven-Plateau

Heute stand dann Bewegung auf dem Programm: Ca. anderthalb Stunden dauerte die Wanderung mit unserem örtlichen Reiseleiter und führte durch Kaffeeplantagen und weites Gelände, bis wir schließlich den Tad-Champee-Wasserfall erreichten. Über einen kleinen Abstieg konnten wir uns dem Wasserfall gut nähern und wer wollte, durfte sogar darin baden! Dann stand ein zweiter Wasserfall auf dem Programm: Der Tad Gneuang, den wir allerdings mit dem Bus erreichten. Auch dieses Naturschauspiel war sehr imposant. Und da drei Wasserfälle auf jeden Fall besser sind als zwei, besuchten wir danach noch den Tad-Fane-Wasserfall! Zwar hatte jeder der heute gesehenen Wasserfälle seinen eigenen Charme, doch genau diesen empfand ich persönlich als am beeindruckendsten. Die Fallhöhe von nahezu 120 m über zwei Etagen war die höchste der drei Fälle. Durch die Lage und Perspektive mitten im Wald in einer großen Schlucht, wirkte alles sehr imposant.

 

Der Tad-Champee-Wasserfall

 

Tag 20: Von Pakse nach Vientiane

So langsam neigte sich unsere Reise dem Ende zu. Heute stand nochmal ein Reisetag an, der uns zunächst nach Pakse führte, wo wir einen großen Markt besuchten. Hier wurden neben Obst, Gemüse und Fleischprodukten auch Non-Food-Artikel wie Handys und Zubehör sowie Haushaltswaren angeboten. Anschließend ging es weiter zum Flughafen, von dem aus wir in die laotische Hauptstadt Vientiane flogen. Hier verbrachten wir noch einen schönen gemeinsamen Abend und sogar die Tochter von unserem Guide Vila stattete uns einen Besuch ab. Und dann verabschiedete uns Laos noch einmal gebührend: Im Nam-Phou-Park konnten wir ein spektakuläres Feuerwerk betrachten, welches anlässlich des 50. Nationalfeiertages stattfand. Was ein Abend!

 

Ein Feuerwerk am letzten Abend

 

Tag 21: Rückflug aus Vientiane

Nun war der letzte Tag unserer Reise angebrochen. Esther und ich erkundeten noch ein letztes Mal die Stadt Vientiane, bevor wir nachmittags vor dem Hotel abgeholt wurden. Am Flughafen mussten wir uns zunächst von Vila verabschieden, der mit uns für ein abschließendes Gruppenfoto posierte. Dann machten wir uns auf den Weg zum Flugzeug und landeten letztendlich gesund und glücklich wieder in Frankfurt. Es war eine wunderbare und gelungene Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und unsere Planungen für das nächste Jahr laufen bereits auf Hochtouren!

 

Weitere Eindrücke der Reise

 

 

Mit WORLD INSIGHT nach Laos

Du willst wie Thomas eine Reise mit uns nach Laos erleben? Dann findest du hier eine Reihe von Reisen, mit denen du in das Land abtauchen kannst.

» zu unseren Laos Rundreisen

 

 

 

 

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