Die Highlights unserer Expert:innen 10. Juli 2026

Die 5 faszinierendsten Naturwunder in Island

Louisa Knorn

Island ist das spektakulärste Land in Europa, wenn es um landschaftliche Vielfalt geht. Auf kleinstem Raum treffen hier tosende Wasserfälle, tiefblaue Fjorde und endlose Gletscher aufeinander.

Wer eine Island-Rundreise plant, wird von der ungezähmten Kraft der Natur überwältigt sein. Doch welche Highlights darfst du auf keinen Fall verpassen? Country-Manager Andreas und Reiseleiterin Gabriela verraten die 5 faszinierendsten Naturwunder Islands, die auf jede Bucket List gehören.

 

Reisende einer Island-Rundreise stehen vor einer gewaltigen Gletscherlandschaft.

 

1. Das isländische Hochland und die geheime Askja-Region

Abseits der klassischen Ringstraße wartet das echte Abenteuer: das isländische Hochland. Die Region rund um die Askja, einem Vulkan nördlich des Vatnajökull, ist eine atemberaubende Kulisse aus Geröll, Moränen (Schuttablagerungen des Gletschers) und Sand. Die raue Weite und die karge Vulkanlandschaft lassen die gewaltigen Kräfte erahnen, die Island geformt haben und noch immer formen – denn durch vulkanische Aktivität wächst Island jedes Jahr rund zwei bis fünf Zentimeter weiter. Da die Region, die an eine Mondlandschaft erinnert, nur im Sommer (Juli und August) befahrbar ist, bist du hier fernab der Touristenmassen in absoluter Einsamkeit unterwegs. Für Country Manager Andreas ist das etwas ganz Besonderes: “Als Wüstenfan ist es für mich jedes Mal ein Genuss, diese atemberaubende Kulisse zu bestaunen. Sie findet kaum ein gebührendes Publikum, weil sich dorthin kaum Touristen trauen. Trotzdem, und vielleicht auch genau deshalb, lässt die Landschaft wie eine große Oper den Pathos der gerade entstehenden Erde spüren.”

 

Panorama-Aussicht auf die Askja-Region in Island mit einem großen, ruhigen Kratersee, umgeben von dunklen Bergen. Im Vordergrund erstreckt sich eine beige Vulkanlandschaft mit vereinzelten Schneefeldern unter bewölktem Himmel.

 

2. Island Geheimtipp: Ein Bad in den „heißen Pötten“

“Ein absolutes ‘Muss’ bei einer Reise durch Island ist ein Bad in einem der vielen heißen ‘Pötte’. Am besten natürlich in den Naturpools und heißen Quellen, die meist etwas versteckt liegen und mit Temperaturen von bis zu über 40 Grad zum traditionellen isländischen Pool-Sitting einladen”, verrät Andreas. Die geothermische Wärme stammt direkt aus dem vulkanischen Untergrund und macht das Baden zu einem Erlebnis, das es so kaum anderswo gibt. “Hier trifft man die Isländer, wie sie leben, kommt ganz unkompliziert ins Gespräch und erlebt, welchen Stellenwert die Badekultur im Alltag des Landes hat.” Bei unserer ComfortPlus-Reise nach Island bekommst du die Möglichkeit, die weniger touristischen und dafür sehr mystischen Myvatn Nature Baths zu erleben. Hier erwartet dich pure Entspannung. Solltest du die bekanntere Blue Lagoon auch auf deiner Bucket List haben, bieten wir dir die Möglichkeit, einen Ausflug dorthin optional dazuzubuchen!

 

Menschen entspannen im hellblauen, milchigen Thermalwasser des Mývatn Naturbads in Island. Das weitläufige Außenbecken ist von dunkler Vulkanerde umgeben, im Hintergrund stehen sanfte Hügel unter blauem Himmel.

 

3. Die berühmte Geysir-Zone

Island ist komplett vulkanischen Ursprungs. Nirgendwo wird das so deutlich wie in der berühmten Geysir-Zone. “Die dortigen Springquellen haben allen Geysiren weltweit ihren Namen gegeben”, erzählt Andreas. Zwar bricht der Große Geysir heute nur noch selten aus, doch der benachbarte Strokkur schießt etwa alle fünf bis zehn Minuten eine bis zu 30 Meter hohe Wasserfontäne in den Himmel. Neben diesem Naturschauspiel faszinieren dampfende Erdspalten, brodelnde, heiße Quellen und blubbernde Schlammpötte in der Geysir-Zone. Mineralhaltige Ablagerungen sorgen außerdem für ein weiteres Spektakel: Sie färben den Boden in Gelb-, Orange- und Grüntönen.

Zur Info: Der Begriff Geysir stammt vom isländischen Wort geysa (“herausspritzen”). Er bezeichnet eine heiße Quelle, die in regelmäßigen Abständen Wasser und Dampf explosionsartig in die Luft schleudert.

 

Der isländische Geysir Strokkur bricht aus und schießt eine riesige, weiße Dampf- und Wassersäule in die Luft. Im Hintergrund erstreckt sich eine weite, flache Landschaft unter einem bewölkten Himmel.

 

4. Die majestätischen Gletscher

“Sage und schreibe 11 % der Landfläche Islands sind von ewigem Eis bedeckt. Die Gletscher formen nicht nur die Landschaft, sie sind auch das Herz des Ökosystems. Das Besondere: Unter einigen Gletschern schlummern aktive Vulkansysteme, aus denen mächtige Gletscherfluten entstehen können, die ganze Landstriche verändern. Das Schmelzwasser der Gletscher speist die unzähligen Flüsse und Seen des Landes und ist die Basis für die isländische Energiegewinnung. Der Gletschersand ist reich an Mineralien und nährt wiederum den Erdboden und das Meerwasser”, berichtet Reiseleiterin Gabriela. Unsere AktivPlus-Reise, auf der wir gemeinsam eine Gletschertour machen, bietet einen Platz in der ersten Reihe, um sich die majestätischen Riesen genauer anzuschauen.

 

Ein blau-weißer Gletscher in einer kargen Eislandschaft in Island.

 

5. Das sauberste Trinkwasser der Welt

Ein echtes Naturwunder kommt in Island direkt aus der Leitung. Da das Wasser über lange Zeit und weite Strecken durch natürliches, poröses Vulkangestein gefiltert wird, ist es außergewöhnlich rein und kann ohne weitere Aufbereitung getrunken werden. Viele Isländer schmunzeln deshalb über Reisende, die Wasser in Flaschen kaufen – eine wiederbefüllbare Trinkflasche genügt vollkommen.

Gabrielas Insider-Tipp: Das gilt allerdings nur für das kalte Wasser. Das heiße Wasser kommt oft direkt aus geothermischen Quellen und riecht und schmeckt daher typischerweise nach Schwefel. Verantwortlich dafür ist natürlicher Schwefelwasserstoff, der für viele Besucher ungewohnt ist, aber völlig unbedenklich zu trinken ist. 

 

FAQ zu deiner Island-Rundreise

Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Island ist nicht nur im Winter ein Ereignis, sondern ein hervorragendes Ganzjahresziel. Die beste Reisezeit für das isländische Hochland sind die Sommermonate Juli und August, da die Pisten den Rest des Jahres wegen Schnee und Schmelzwasser gesperrt sind. Wer Polarlichter in Island sehen möchte, reist am besten in den Wintermonaten von November bis April. Für eindrucksvolle Erlebnisse ohne viele Touristen eignen sich das Frühjahr und der Herbst.
Was macht man in Island bei schlechtem Wetter?
Ein isländisches Sprichwort sagt: „Wenn du in Island schlechtes Wetter hast, warte eine Viertelstunde“ – das Wetter wechselt extrem schnell. Mit der passenden Outdoor-Kleidung lässt es sich auch im Regen hervorragend wandern. Alternativ machen es Reisende wie die Einheimischen: Ab in den nächsten heißen Naturpool zum Entspannen und Plaudern.
Was gehört für eine Island-Rundreise unbedingt ins Gepäck?
Das Wetter in Island macht gerne mal, was es will – und das oft innerhalb von fünf Minuten! Daher gilt für unsere Reisen das goldene Gesetz: Das Zwiebelprinzip ist dein bester Freund. Atmungsaktive Funktionskleidung, warme Fleece- oder Wollpullover sowie eine absolut wind- und wasserdichte Regenjacke samt Regenhose sind empfehlenswert. Knöchelhohe Wanderschuhe (gerne auch wasserfest), Mütze und Handschuhe für kühle Tage sowie Badesachen für den Besuch in den heißen Quellen sind ebenfalls ein Muss. Für die hellen Nächte im Sommer empfiehlt sich außerdem eine Schlafmaske. Island ist bargeldlos, also nimm gerne auch eine Kreditkarte mit PIN mit. Und wenn du als Tourist nicht auffallen willst, besorge dir noch eine wiederbefüllbare Wasserflasche!
Was isst man in Island?
Die isländische Küche ist stark von der Inselnatur geprägt, setzt auf frische, regionale Zutaten und bietet ein paar echte Spezialitäten. Fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte (z. B. Kabeljau, Lachs, Forelle oder Hummer) kommen hier fast täglich auf den Teller. Auch isländisches Lamm von den freilaufenden Schafen ist ein großer Hit bei den Isländern. Das Fleisch ist zart und schmeckt leicht nach Wildkräutern. Ein Klassiker ist die traditionelle Lammfleischsuppe (Kjötsúpa). Skyr und Bäckerei-Spezialitäten wie Snúður (große Zimtschnecken, oft mit Schokoglasur) und Kleinur (traditionelles, in Fett ausgebackenes Schmalzgebäck) findet man auch überall.

Gut zu wissen für Mutige: Es gibt auch traditionelle, fermentierte Spezialitäten wie Hákarl (fermentierter Grönlandhai) oder Svið (sengierte Schafsköpfe). Diese stammen aus der Zeit, als man Lebensmittel für den langen Winter haltbar machen musste – heute werden sie vor allem zu traditionellen Festen gegessen.

Wie ist das mit dem Trinkgeld?
In Island ist Trinkgeld in Restaurants und Taxis unüblich, da Service und Mehrwertsteuer bereits im Preis enthalten sind. Über ein kleines Extra für die Reiseleitung/Fahrer freut man sich aber natürlich trotzdem!

Deine Fragen wurden noch nicht alle gestillt? In unseren Reisebeschreibungen findest du weitere Informationen zu den Island-Reisen. Stöber dich gerne durch!

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