Atemberaubendes Licht, flirrende Hitze und unvergessliche Motive: Ein Videodreh im Ausland klingt nach großem Abenteuer – bringt aber auch ganz besondere Herausforderungen mit sich.
Wie entstehen eigentlich die Videos, die Lust auf die nächste Reise machen? Und wie schafft man es, die echte, unverfälschte Stimmung eines Landes einzufangen? Wir haben unseren Videografen Sven direkt nach seiner Rückkehr aus Marokko mit Fragen gelöchert. Im Interview verrät er, wie er mit 43 Grad im Schatten umgeht, warum Ziegen auf Bäumen das beste Motiv sind und was einen guten Reisevideografen wirklich ausmacht.

Teil 1: Vom Weltenbummler zum Videografen
Sven, stell dich kurz vor: Wer bist du und was machst du bei WORLD INSIGHT?
Sven: Hi, ich bin Sven! Ich bin Videograf und reise für WORLD INSIGHT in die ganze Welt, um tolle Videos zu machen und die verschiedenen Länder, Kulturen und Reisemomente vorzustellen.
Wie bist du eigentlich zu diesem Beruf gekommen?
Sven: Ich bin schon vorher extrem viel gereist und hatte dadurch einiges an Footage angesammelt. Vor mittlerweile vier Jahren habe ich mich dann einfach beworben – und mein allererster Einsatz ging direkt nach Albanien. Das hat mir unglaublich gut gefallen und der Grundstein war gelegt!
Was fasziniert dich am Filmemachen auf Reisen?
Sven: Es ist einfach etwas ganz Besonderes – gerade wenn man reist, Menschen trifft und Alltagssituationen auf der Straße beobachtet. Diesen einzigartigen Augenblick einzufangen und festzuhalten, hat für mich einfach etwas Magisches.

Teil 2: “Kamera ab” in Nordafrika – Die Marokko-Reise
Was war dein allererster Eindruck, als ihr in Marokko gelandet seid?
Sven: Der erste Eindruck war relativ eindeutig: Die Hitze! Wir hatten um die 43 Grad. Aber zum Glück mag ich es warm!
Mit welcher Aufgabe und welchem Ziel bist du nach Marokko gereist?
Sven: Das Ziel war, dieses faszinierende Land einzufangen: die Dynamik zwischen unserer Gruppe und dem WORLD INSIGHT-Guide, die Interaktion mit den Locals , das leckere Essen und die beeindruckende Architektur.
Was war die größte Herausforderung beim Dreh in Marokko?
Sven: Bei 42 Grad den ganzen Tag mit Equipment unterwegs zu sein, zehrt irgendwann an den Kräften. Und man muss flexibel bleiben: Wenn eine geplante Drohnenszene wegen einer Flugverbotszone ausfällt, heißt es improvisieren … dann sucht man sich eben einen nahen Balkon oder Turm für die Perspektive von oben.
Wie reagieren die Menschen vor Ort, wenn du die Kamera auspackst?
Sven: Sehr unterschiedlich! Je touristischer der Ort, desto gewohnter, aber oft auch zurückhaltender, sind die Menschen. In abgelegeneren Regionen siegt meist die Neugier. Wenn ich die Drohne starte, schauen mir die Locals oft begeistert über die Schulter und sehen ihr eigenes Haus mal aus der Vogelperspektive!
Tipp vom Profi: Ich bevorzuge mittlerweile kleinere, dezentere Kameras. Die Menschen fühlen sich weniger beobachtet und die Szenen wirken viel natürlicher.

Teil 3: Behind the Scenes – Der echte Arbeitsalltag hinter der Kamera
| Erwartung (Was man im Video sieht) | Realität (Was hinter den Kulissen passiert) |
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Was macht einen guten Videografen aus – Technik oder Gespür?
Sven: Ein gewisses Maß an Technik gehört dazu, das ist überhaupt keine Frage. Aber das Allerwichtigste ist das Gespür für die Situation. Wenn man sieht, wie Gäste sich mit Einheimischen unterhalten, muss man das im richtigen Moment aufzeichnen. Aber immer mit genug Abstand, um die authentische Stimmung nicht zu stören.
Wie bereitet man sich auf einen Videodreh im Ausland am besten vor?
- Die Gegebenheiten vor Ort durchgehen: Geht es ins Wasser, muss definitiv die Actionkamera ins Gepäck.
- Drohnen-Reglements prüfen: Vorab klären, ob und wo Drohnen erlaubt oder verboten sind.
- Technik-Setup abstimmen: Die Ausrüstung perfekt vorbereiten und die Route eng mit dem Tourguide besprechen.
Sven: Alles Andere lasse ich eher spontan auf mich zukommen, denn vor Ort ist es sowieso immer ein bisschen anders, als man vorher denkt.

Teil 4: Besondere Highlights & Persönliche Momente
Welcher Moment aus Marokko ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Sven: Der Moment, als es mit den Kamelen los in die Wüste ging und wir in den Dünen von Erg Chebbi waren! Das war mein erstes Mal in einer echten Sandwüste am Rande der Sahara – ein absolut einmaliges Erlebnis.
Gab es auch eine skurrile oder überraschende Situation?
Sven: Definitiv der “Ziegenbaum”! Wir waren auf der Autobahn unterwegs, haben plötzlich in der Nähe eines Baumes angehalten und ihn näher angeschaut. Auf einmal standen da überall Ziegen mitten im Baum! Sie waren genauso neugierig auf uns und meine Kamera wie wir auf sie.

Fazit: Flexibilität ist der Schlüssel zum perfekten Reisevideo
Ein Auslandsdreh läuft selten zu 100% nach Plan. Doch genau darin liegt die Magie: wenn man flexibel auf Hürden reagiert, Offenheit für die Kultur mitbringt und den Augenblick genießt, nimmt man nicht nur fantastische Erinnerungen mit nach Hause, sondern kreiert auch Filme, die im Gedächtnis bleiben.