Reiseträume aus 1001 Nacht: Oman
Eigentlich begann alles vor mehr als 40 Jahren. An jedem Sonnabendvormittag lief im NDR-Radio die Sendung „Zwischen Hamburg und Haiti“ – Pflichtprogramm am Frühstückstisch. Besonders Berichte zu damals unerreichbaren exotischen und geheimnisvollen Zielen standen ganz hoch in unserer Gunst und weckten etwas in uns, was man am besten wohl mit Fernweh beschreiben würde. Angesichts unserer damaligen finanziellen Möglichkeiten und eingeschränkten Reiseverbindungen war eigentlich alles nur eine schöne Illusion. Glänzende Augen und besonders heftiges Fernweh erzeugten Berichte über den sagenhaften Orient. Wir glaubten, die Gewürze riechen zu können, fühlten das Gewühl im Soukh und hörten den Wind in der Wüste … Viele Jahre später, Internet und interkontinentale Flughäfen vor der Tür, haben wir etliche Reiseziele abgeklappert, aber es blieb immer noch eine Geschichte offen; die aus „1001 Nacht“. Und um die geht es jetzt. Sommer 2023, Corona ist vorbei und wir sitzen gemütlich über dem Katalog von WORLD INSIGHT. Für den November suchen wir noch ein schönes Ziel mit erträglichen Temperaturen, Sonne, Kultur, Abenteuern und Entspannung. Europa – zu kalt, Malediven – zu weit, Madeira – ausgebucht und genau in dem Moment stolpern wir über den Oman. „O M A N !“   [caption id="attachment_20880" align="alignnone" width="745"] Vorfreude auf das anstehende Orient-Abenteuer.[/caption]   So schnell waren wir uns noch nie einig. Alle längst vergessen geglaubten Sehnsüchte waren plötzlich wieder präsent und so war die Buchung in Windeseile erledigt. Ein paar Tage danach landete der Reiseführer im Briefkasten. Nach der Lektüre waren wir noch hibbeliger, benahmen uns kindisch und konnten es kaum erwarten. Alle Bekannten und Verwandten, die wir informierten, machten große Augen, nuschelten wissend „aha“ und googelten dann heimlich den Ort. „Da wollt ihr hin?“ – unbedingt!  

Die Reise beginnt

Ein paar Tage vor dem Abflug waren die Koffer gepackt, zum x-ten Male die Papiere gecheckt, Pässe sortiert, Reiseunterlagen studiert, Impfkalender überprüft und Chipkarten für die Kamera formatiert. Nachmittags sollte der Flug aus Frankfurt/ Main über Doha nach Muskat gehen. Davor hat der Reiseveranstalter schon das erste Abenteuer geplant. „Zug zum Flug“ heißt eines der spannendsten Abenteuer, die man heute für Geld buchen kann. Aber das ist ein ganz anderes Kapitel. Am Ende waren wir pünktlich am Flug, das Einchecken verlief problemlos, die Bundespolizei arbeitete schnell und kompetent unsere Pässe ab und los ging's. Schon der Flug in die Nacht war ein Erlebnis. Ganz Europa, der komplette Nahe Osten sowie die Arabische Halbinsel waren – nur für uns – wolkenfrei. Gemächlich zog die Landschaft unter uns hin. Grandiose Gebirge, das Schwarze Meer, dann wurde es Nacht und die Ölquellen im Irak boten uns ein besonderes Spektakel für die Augen. Zwischenlandung in Doha. Alles ist irgendwie größer, glänzender und mindestens aus Gold – so präsentiert es sich jedenfalls. Weiterflug nach Muskat – endlich. Die Passkontrolle war, nun ja; optimierungsbedürftig, aber irgendwann waren dann alle durch und zum ersten Mal trafen sich alle Reiseteilnehmer mit dem Reiseleiter. Gleich vorab – Volltreffer mit beiden.   [caption id="attachment_20879" align="alignnone" width="745"] Als erstes wird Muscat erkundet.[/caption]   Eine Reise ist am Ende immer nur so gut wie der Reiseleiter. Mit Udi (Aruna Uddika) hatten wir alle einen charmanten, warmherzigen und sorgsamen Begleiter für die kommenden 2 Wochen. Mit Charme, Witz, unglaublichem Bemühen, Liebenswürdigkeit und gleichzeitiger Zurückhaltung präsentierte er uns sein Land. Schon nach einigen Stunden war völlig klar, dass sein Herz für den Oman und seine Gäste schlägt. Herzlichen Dank dafür! Nach der Landung hatten wir kaum Zeit für Besinnung. Es war bereits heller Morgen und wer wollte schon einen ganzen Tag verlieren? Muskat stand auf dem Programm. Zur Einstimmung und zum Wachwerden besuchten wir den Basar. Die ersten Mitbringsel landeten in den Taschen, aber hauptsächlich genossen wir das Flair und einen köstlichen Kaffee mit Blick aufs Meer. Später besuchten wir den Palast des Sultans. Eine unglaubliche Pracht breitete sich vor unseren Augen aus; allerdings eher Ergebnisse von Selbstbewusstsein und Stolz auf die den Petroldollars geschuldete unglaubliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der letzten 50 Jahre als das Ergebnis historischer Ereignisse. Den Tag beschloss eine rasante Fahrt im Speedboot entlang der zerklüfteten Küste mit immer neuen, atemberaubenden Ausblicken auf die Küste. Auch der zweite Tag begann mit Superlativen. Die große Moschee beeindruckt auf Anhieb mit spiegelblankem Marmor, kostbaren Schnitzereien und Kristalllüstern in schier unüberbietbarer Pracht und Kunstfertigkeit. Mit ungläubigem Staunen besuchten wir anschließend das Opernhaus. Mit allem hätten wir gerechnet, nicht damit. Das Konzerthaus muss sich architektonisch nicht im Mindesten vor Semperoper oder Scala verstecken. Schade, dass gerade kein Konzert stattfand. Insgesamt ist Muskat eine supermoderne, sehr elegante Stadt, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne dank behutsamer und weiser Stadtgestaltung sehr gut hinbekommen hat.  

Ab in die Wüste

Abschied von Muskat. Durch eine Küstenlandschaft mit spektakulären Ausblicken auf das azurblaue Meer und das Gebirge schlängelte sich die Küstenstraße nach Sur und gefühlt 200 Jahre in die Vergangenheit. Ein Bootsbauer weihte uns in die Geheimnisse der Dhau ein, mit der schon Sindbad auf Reisen war. Im Gebirge überraschte uns das Wadi Bani Khalid mit unerwarteten Ausblicken auf Seen, Oasen und schroffen Gebirgskämmen. Wer hätte erwartet, dass man mitten in der Wüste sogar baden kann? Wir nicht – aber es stimmt.   [caption id="attachment_20886" align="alignnone" width="745"] Unterwegs in der Wüste[/caption]   Am Ende einer Wanderung wartete ein Badesee in einer Oase. Allerdings wussten von dem Geheimnis auch nicht nur wir …. Das war alles aber nur Vorspiel für die spektakulären Wahiba Sands, die wir abends erreichten. Eine Nacht in der Wüste! Die Wüstensöhne sind heute im Geländewagen genau so mutig und gewandt wie vor 500 Jahren bei der Durchquerung der Wüste. Jedenfalls war die Fahrt in den Dünen Adrenalin pur. Gut, dass der Sonnenuntergang im Sand der Wüste die aufgeputschte Seele so nachhaltig beruhigte, wie es vielleicht nirgendwo auf der Welt in gleicher Form gelingen kann. Die Wüste schimmert in allen erdenklichen Farbschattierungen von fahlgelb bis violett – unvergesslich! Selbst das mit lokaler Folklore untermalte Büfett später am Abend hatte gegen das Naturschauspiel keine Chance! Hier hätte man gut und gerne noch einen Tag mit Nichtstun verbringen können. Europa mit aller Hast, Terminplänen und Handyklingeln war buchstäblich Lichtjahre entfernt. Leider ist das nur eine Anregung an künftige Reiseplaner, denn unsere Karawane zog unerbittlich weiter gen Abenteuer. Die Mutigen ritten morgens nach dem Frühstück Kamel, die weniger Tapferen kamen bei Kaffee und Gebäck auf ihre Kosten. Ziel der Tagesetappe war Nizwa; eine uralte Oasenstadt. Dort blieben wir die nächsten Tage und waren hier mittendrin im Orient. Die Stadt selbst beeindruckt mit einer restaurierten Altstadt inklusive Festung und verwinkelten Gassen. Ein Fest für die Sinne! Bunt, laut, duftend – so präsentierte sich der Ort. Dabei sind die Menschen natürlich geschäftstüchtig, aber wohltuend zurückhaltend. Niemand wird bedrängt oder mit billigem asiatischem Kitsch belästigt. Es gibt sie noch, die versierten Handwerker, die Silber, Kupfer oder Ton zu wahren Kunstwerken veredeln, die Textilien nach seit Jahrtausenden unveränderten Schnitten fertigen und Sandalen feilbieten, die bestimmt schon mehrfach in Mekka waren. Schön!   [caption id="attachment_20885" align="alignnone" width="745"] Unterwegs auf dem Viehmartkt.[/caption]   Zahlreiche Gewürzhändler verzaubern Auge und Nase. An jeder Ecke wird Weihrauch angezündet und verkauft, Gemüsehändler preisen Obst und Gemüse der Region an und das alles vermischt sich mit Lärm und Gewusel auf dem Viehmarkt. Als Reisender fühlt man sich Jahrhunderte zurückversetzt und ist schon fast erstaunt, dass man überall nicht mit klimpernden Dinaren bezahlen muss, sondern in schnödem Plastik. Die Umgebung von Nizwa erkundeten wir auf einigen Ausflügen. Liebevoll restaurierte Wüstenfestungen, Lehmdörfer abseits der Oasen, Bewässerungssysteme analog der berühmten Levadas auf Madeira und eine atemberaubende Landschaft reihten sich nahtlos aneinander. Allein der Jebel Shams wäre eine eigene Reise wert! Senkrecht fallen die Felsen 1000 m weit in einen tiefen Canyon hinab. Der Grand Canyon des Colorado kann das nicht besser. Nur, dass hier kaum ein Tourist die Aussicht versperrt und kein Geländer den Blick in die Tiefe ... Natur pur! Schade, dass sich leider auch viel Plastik ins Bild schummelt, obwohl es ausreichend öffentliche Mülleimer gibt. Vielleicht verliert man den Blick fürs Detail schneller, wenn die Natur rundum ein grandioses Schauspiel nach dem anderen bietet.   [caption id="attachment_20884" align="alignnone" width="745"] Lehmdörfer abseits der Oasen entdecken wir ebenfalls.[/caption]  

Die letzten Tage Entspannung

Die letzten Tage sollten der Entspannung in Salalah dienen. Die 1000 Kilometer zwischen Muscat und Salalah hopsten wir mit einem Linienbus der Lüfte in kaum 1,5 Stunden. Gegen Abend erreichten wir das Hotel. Es liegt nicht nur am Strand, sondern eigentlich schon darauf. Vor dem Balkon erstreckte sich 50 m feinster Sand und dann nur noch das Meer. Passend zum Sonnenuntergang zogen dann auch noch Delfine ihre Bahn. Keine Ahnung, wie WORLD INSIGHT das hinbekommen hat … Die letzten 3 Tage vergingen bei Halbtagesausflügen in die Umgebung, einem kleinen Exkurs in das Baumschulwesen der Wüste und Badefreuden. Das Wasser hatte ca. 30 Grad, die Luft auch – morgens und abends jedenfalls. Den Mittag verbrachte man besser im Schatten bei köstlichen Fruchtsäften und Eis. Zugegeben, so ein Cocktail wäre auch schön gewesen, aber mit dem strikten Alkoholverbot kann man am Ende gut umgehen. Immerhin gibt es ein alkoholfreies Malzgetränk mit Gerstenaroma als Ersatz. Wenn man die Augen schloss, war dann alles perfekt.   [caption id="attachment_20882" align="alignnone" width="745"] Die letzten Tage Entspannung am Meer in Salalah.[/caption]   Viel zu schnell war der Urlaub vorbei. Beim Rückflug meinte es das Wetter wieder gut mit uns und zeigte uns die halbe Welt wiederum wolkenfrei von oben. In Frankfurt hatte uns mitteldeutsches Schmuddelwetter wieder. Zum Glück hatten wir in der Bahn viel Zeit, die Ereignisse und Erlebnisse Revue passieren zu lassen und da sehnten wir uns schon fast wieder an die Küste des Arabischen Meeres und zur Gerstensaftlimonade zurück. Fazit: über den Oman kann man Bücher schreiben (und einige machen das tatsächlich!). Es ist ein atemberaubendes Land zwischen Historie und Moderne. Die Menschen sind durchweg freundlich und bemüht, den Touristen entgegenzukommen, ohne aufdringlich zu sein. Sie sind unverkennbar und zu Recht stolz auf ihr Land. Davon können wir gut lernen. Der Oman bietet spektakuläre, unvergleichliche und ursprüngliche Landschaften. Wenn man sich darauf einlassen kann, dass Kleinigkeiten nicht perfekt organisiert sind, dann ist der Oman vielleicht eines der letzten ursprünglichen Länder dieser Welt. Heike und Erik -Randberliner-
Märchenhaftes Marokko: Zwei unvergessliche Wochen voller Abenteuer
In nur einem Jahr habe ich gleich zwei große, fantastische Reisen mit WORLD INSIGHT unternommen. Nach Kuba im Mai – meine grenzenlose Begeisterung hält immer noch vor – verbrachte ich nun 2 Wochen im märchenhaften Marokko! Meinem „1001 Nacht“ Traumziel; dem Land mit einer Mischung aus arabischen und afrikanischen Traditionen. Unsere Kleingruppe – weitere 11 sympathische, weltoffene Personen – begab sich mit unserem Guide Brahim von Casablanca, wo wir unsere erste Nacht verbrachten, am folgenden Tag nach Rabat, der zweiten der vier Königsstädte. Ein weiterer Local Guide vermittelte uns dort Wissenswertes über die königliche Dynastie. So erfuhren wir beispielsweise, dass Hassan, der Anfang 20-jährige Sohn des aktuellen Königs, Mohamed VI., einmal als Hassan III., die Nachfolge antreten wird. Der Vorgänger des Mohamed VI., Hassan II. war und dessen Vater wiederum dann Mohamed V. – also folgte auf einen König Mohamed, immer auch ein König Hassan. Interessant ist auch, dass der junge Hassan im Königspalast, gemeinsam mit 2 der besten Schüler aus allen 12 Regionen Marokkos, unterrichtet wird. Somit erschließt sich ihm die Welt seiner Mitschüler aus sämtlichen Provinzen Marokkos! Staunend wurden wir unter anderem in das prachtvolle Mausoleum des Palastes geführt. Ein besonderer Moment!  

Gerbereien und Souks – ein Fest für die Sinne

In Fès, einer weiteren Königsstadt, wartete die Besichtigung der ältesten und größten Gerberei der Welt auf uns. Ausgestattet mit Minzsträußchen, die den Geruch des zu gerbenden Leders erträglicher machen sollten, lauschten wir den Ausführungen des Betreibers. Wir waren uns einig darüber, zu keiner Zeit üblen Gerüchen ausgesetzt gewesen zu sein. Die riesigen, farbigen Bottiche boten ein fantastisches Bild. Den anschließenden Besuch der Souks empfanden wir als Eintauchen in eine spannende, komplett andere Welt. Zu erleben, wie sich der Alltag in diesen schmalen Gassen gestaltet, die bunte Vielfalt der feilgebotenen Waren und auch der Lebensmittel sehen zu können – einfach berauschend. Faszination Marokko! Dieses farbenprächtige Gewusel in den Gassen, herrlich! Ein märchenhaftes Treiben offenbarte sich uns regelrecht.   [caption id="attachment_20861" align="alignnone" width="745"] Sympathische Einheimische trifft man überall.[/caption]  

Die Imazighen: Traditionen und Bräuche

Die Bevölkerung Marokkos besteht vor allem aus zwei großen Gruppen, den Arabern und den Berbern – heute Imazighen genannt. Unser Guide Brahim, selbst ein Imazigh, brachte uns die Traditionen und die Kultur seines Volkes durch seine Erzählungen näher. So erfuhren wir, dass sich die Pärchen oftmals auf den großen Hochzeiten kennenlernen, zu denen das ganze Dorf eingeladen wird. Hat ein junger Mann seine zukünftige Ehefrau getroffen, obliegt es seiner Mutter, während eines gemeinsamen Hamambesuchs mit der jungen Frau darüber zu befinden, ob sie die Richtige für den Sohn sein könne. Nach der gemeinsam verbrachten Zeit liegt die Entscheidung quasi bei der Mutter. Unser WORLD INSIGHT Programm sah, erwähnenswerterweise, auch einen Besuch in einem Imazighenmuseum vor.  

Märchenhafte Riads und kulinarische Abenteuer

[caption id="attachment_20863" align="alignright" width="263"] In Marokko gibt es Vieles zu entdecken.[/caption] Absolut kontrastreich empfanden wir die engen, ans Mittelalter erinnernden Gassen und das Eintreten in unsere prachtvollen, wunderschönen Riads: Stadthäuser. Nach dem Anklopfen an schwere, mit Ornamenten verzierte Zedernholztüren, öffnete sich der Blick auf unfassbar fein eingerichtete, gestaltete Räumlichkeiten. Prachtvolle Innenhöfe offenbarten sich uns in den beeindruckendsten Farben! Unsere Reise inkludierte mehrere Essen in faszinierender Umgebung. In Restaurants und wunderschönen Kasbahs/Festungsanlagen. Übrigens brachten wir in einer dieser Kasbahs auch einen Vormittag mit gemeinsamem Kochen zu. Nachdem wir zuvor mit Brahim und unserem Koch die Zutaten besorgt hatten. Was hatten wir für einen Spaß!  

Magische Wüstennacht

Ein Highlight reihte sich an das nächste. Es ging zu dem beeindruckenden Wüstencamp, wo wir die Nacht verbringen durften. Das Kreuz des Südens konnten wir am fantastischen Sternenhimmel betrachten. Imazighen untermalten unsere Nacht in der Sahara Erg Chebbi eine Weile mit ihrer Musik. Jeeps brachten uns nach dem Bestaunen des grandiosen Sonnenaufgangs und einem eingenommenen Frühstück zurück zu unserem Riad. Sämtliche weiteren Ausführungen meinerseits können nur den Rahmen sprengen. Von daher ist es mir nur noch ein Bedürfnis, die Fischerstadt Essaouira zu erwähnen. In Marrakesch hatten wir die Gelegenheit, den bekannten botanischen Garten – Jardin Majorelle – zu besichtigen, gestaltet von Yves Saint Laurent. Angefüllt mit wunderbaren Eindrücken und Erlebnissen traten wir, 12 glückliche Reisende, den Rückflug an. Vielen Dank – WORLD INSIGHT! Mir schwebt bereits das dritte Abenteuer mit Euch vor …  
Dem Traum von 1001 Nacht entgegen: Product-Manager Christian entdeckt Marokko
[caption id="attachment_20814" align="alignleft" width="480"] WORLD INSIGHT-Product-Manager Christian besuchte die ehemalige Koranschule Ben Youssef.[/caption] Traditionelle Lehmbauten, bunte Souks und imposante Moscheen – Product-Manager Christian kannte Marokko bisher nur von Bildern, Videos und den begeisterten Erzählungen von WORLD INSIGHT-Reisenden. Höchste Zeit, dies zu ändern, dachte sich der Afrika-Fanatiker und machte sich auf den Weg – sein Ziel: das spannende Ziel während einer Reiseleiter-Schulung aus erster Hand kennenzulernen. Dabei wanderte Christian nicht nur durch labyrinthisch anmutende Märkte und die imposante Bergwelt des Atlas-Gebirges, sondern auch geradewegs in die Arme einer Faszination, die ihn – da ist er sich sicher – noch lang festhalten wird.

Ein königliches erstes Ziel: Marrakesch

Marrakesch nahm Christian mit einem königlichen Flair in Empfang und riss ihn ganz besonders mit seiner geschichtsträchtigen Seite in seinen Bann. Dabei war der Product-Manager von einer Sehenswürdigkeit ganz besonders begeistert: „Was für mich wirklich ein Highlight war, war die ehemalige Koranschule Ben Youssef, ein wunderschönes Gebäude“, erzählt Christian in Erinnerung schwelgend. Die im 14. Jahrhundert gegründete Koranschule im Herzen der Medina ist wohl ein Paradebeispiel für die islamische Baukunst. „Diese ganze Anlage ist um einen Innenhof geschwungen, die Moschee direkt angegliedert. Das ist architektonisch wahnsinnig schön gemacht, mit diesen ganzen Fliesen und Mosaiken. Da kannst du dich drin verlieren“, bringt er seine Begeisterung zum Ausdruck. Christian konnte während seiner Reise vom immensen Wissen der Reiseleiter profitieren, die ihm das Gefühl gaben, ein echter WORLD INSIGHT-Reisender zu sein. Auf der Entdeckungstour durfte selbstverständlich auch das Wahrzeichen Marokkos nicht fehlen, die bekannte Katoubia-Moschee – für viele das wichtigste Bauwerk der Stadt und auf jeder unserer sieben WORLD INSIGHT-Reisen nach Marokko Ziel. Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Moschee ist eine der ältesten des Landes und erregt allen voran mit seinem 77 Meter hohen Turm Aufsehen. Es wird wohl kaum jemanden geben, der das Bild des charakteristischen Sandstein-Riesen, der sich vor dem Hintergrund schneebedeckten Gebirges selbstbewusst gen Himmel streckt, nicht kennt. [caption id="attachment_20816" align="alignright" width="570"] Auch die Katoubia-Moschee war ein wahres Highlight![/caption] Und auch die vielen farbenfrohen Märkte dürften ein Bild sein, das wir mit Marrakesch verbinden – völlig zurecht, denn dieses „Gassen-Wirrwarr“, wie Christian die bunten Souks liebevoll beschreibt, sind nicht weniger sehenswert. „Das ist natürlich auch sehr touristisch“, erzählt er, „aber wie in jedem Markt gibt es auch Ecken, wo die Locals hingehen, wo sie ihr Gemüse und ihre Kleidung kaufen, und das kann man als Gast natürlich auch tun.“ Und wer hätte gedacht, dass genau dieser doch recht touristische Ort einer derjenigen war, der Christian hat über den Tellerrand blicken lassen: „Man hat ja von Marokko schon ein bisschen die Haltung, dass dort viel Abzocke passiert. Und den Eindruck hatte ich hier gar nicht. Man kann hier auch überall gut auf Englisch kommunizieren, das habe ich vorher auch nicht unbedingt erwartet.“

Zwischen Lehmstädten und Berggipfeln: Auf ins Atlas-Gebirge!

Von Marrakesch aus hat Christian es bereits aus der Ferne bewundert, gegen Ende der Reise war er dann endlich mittendrin; im sagenumwobenen Atlas. „Bereits am Fuße des Gebirges kommt ein unwirkliches Gefühl auf, die Landschaft ist wirklich filmreif.“ Diesen Gedanken hatten neben Christian wohl auch einige Filmemacher, denn sein erstes Ziel, die Ortschaft Aït-Ben-Haddou, diente zahlreichen Klassikern als Kulisse – darunter Gladitator, James Bond oder Games of Thrones. Die aus sechs ineinander verschachtelten Kasbahs bestehende Sehenswürdigkeit wurde aufgrund seines einzigartigen Charakters von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen – völlig zurecht! Selbstverständlich dürfen auch wir dieses Schmuckstück Marokkos auf keiner der Reisen auslassen. Ganz besonders schlägt Christians Herz in Bezug auf Aït-Ben-Haddou aber für „Marokko – Die umfassende Reise“. „Das Schöne an dieser Reise ist, dass wir direkt in einer Hotelanlage gegenüber übernachten“, erzählt er. „Das heißt, du schaust da die ganze Zeit noch drauf. Und da das ja auch offen ist, kannst du zu jeder Tages- und Nachtzeit noch reingehen.“ Dabei zuzusehen, wie der rote Feuerball die imposante Festungsanlage in den frühen Morgenstunden in träumerisches Orange taucht, ist ein Bild, das in der Erinnerung noch lange nachlebt.   [caption id="attachment_20820" align="alignnone" width="745"] Bekannt aus zahlreichen Filmklassikern: Aït-Ben-Haddou.[/caption]   Weiter entlang der Straße der 100 Kasbahs ging es im Anschluss in das kleine Dörfchen Skoura – davon, dass dies zu den schönsten Oasen Marokkos gehört, durfte sich unser Product-Manager selbst überzeugen. Besonders WORLD INSIGHT-Familienreisende haben Zeit, die traditionelle Zauberwelt ausgiebig kennenzulernen: „Auf der Family-Reise nächtigen Familien in einer Öko-Lodge mitten in dieser Oase“, erzählt Christian. „Da gibt es auch viel Landwirtschaft. Datteln werden beispielsweise angebaut und Gemüse.“ Kein Wunder, wird die Oase doch von zwei Flüssen gespeist und erfreut sich daher eines immensen Naturreichtums. Ein weiteres Flusstal, das Christian auf der Reise bezaubert hat, ist das Dades-Tal, ebenfalls Station auf der Straße der 100 Kasbahs und Teil jeder Marokko-Reise mit WORLD INSIGHT. „Da gibt es wirklich schöne, skurrile Felsformationen in rotem Sandstein. Und wenn du oben bist, schaust du zurück auf diese landwirtschaftlichen Terrassen, da ist natürlich alles irgendwie grün – wirklich atemberaubend.“ [caption id="attachment_20852" align="alignright" width="480"] Unsere Marokko-Reiseleiter kennen ihr Land in- und auswendig.[/caption] Von Vielfalt geprägt ist nicht nur das changierende Landschaftsbild der erhabenen Berggefilde, sondern auch die Möglichkeiten, diese zu erkunden. So erleben WORLD INSIGHT-Gäste auf den Aktivreisen den Atlas wandernd von Hütte zu Hütte, den Abend verbringen sie bei traditionellen Imazighen-Familien. Auf der Aktivreise im Sommer steht sogar der Gipfelsturm des M’Goun auf dem Programm, mit über 4000 Metern der dritthöchste Berg Marokkos. „In dieser Höhenregion gibt es kaum noch Dörfer und da sind wir dann mehrere Tage mit Zelt unterwegs“, erzählt Christian, den an Marokko allen voran die reich verzierte Architektur und das himmlische Essen fasziniert haben – und für den feststeht: Das war nicht das letzte Mal, das er in den ganz eigenen Zauber dieses orientalischen Reiselandes eingetaucht ist.
Abenteuer Kanada
Jürgen und Renate haben sich in die wilde Welt Kanadas verliebt. Wir können es ihnen nicht verübeln: Lebendige Metropolen, unberührte Naturkulissen und eine indigene Kultur, die ihresgleichen sucht – das zweitgrößte Land der Erde gehört für uns auf jede Bucket List. Das sehen unsere Country-Manager genauso: Im Podcast erzählen Jürgen und Renate, was Kanada für sie zu einem reizvollen Reiseziel macht und sprechen nicht zuletzt auch darüber, warum die Kanada-Reise mit WORLD INSIGHT so außergewöhnlich ist.  
Die geheimen Schätze Indonesiens
Kürzlich stand er wieder bevor: Hildes alljährlicher Deutschland-Besuch. Die WORLD INSIGHT-Reiseleiterin für Indonesien hat uns mit ihrer Liebe zu ihrem Heimatland angesteckt und einen Hauch von Südostasien in unser Kölner Bürogebäude getragen – den wir dir keinesfalls vorenthalten möchten: Was sind die Besonderheiten Indonesiens als Reiseland? Welche kulturellen Gepflogenheiten erwarten Gäste dort? Und was macht eine Indonesien-Reise mit WORLD INSIGHT so einzigartig? Wir waren gespannt auf Hildes Antworten. Das bist du auch? Dann hör dich rein in unseren Podcast! 
Abenteuer Indochina
Die Geschichte klingt atemberaubend: eine sagenumwobene Tempelstadt der Khmer mitten im Dschungel von unfassbarer Größe, jahrhundertealt und fast vergessen – als Adolf Bastian, Begründer der deutschen Völkerkunde, dies Anfang der 1860er-Jahre vom siamesischen König höchstpersönlich erzählt bekommt, zögert er nicht lange und packt seine Sachen für eine abenteuerliche Expedition durch Indochina. Im Jahr 1863 trifft er schließlich auf geheimnisvolle Reliefs im Dschungel, die bei ihm für Hochgefühle sorgen – er hat Angkor betreten, die sagenumwobene Stätte im Dschungel des heutigen Nordwest-Kambodschas. Sein Pech: Der Franzose Henri Mouhot war ihm bereits zuvorgekommen und hatte schon 1860 das Erbe der legendären Khmer-Könige für die westliche Welt wiederentdeckt.  

Angkor wieder erleben wie Bastian oder Mouhot

Wenn man einmal vom Eintrag in die Geschichtsbücher absieht, so wird auch Bastian unglaubliches erlebt haben. Denn mit was ließe sich Angkor vergleichen? Vielleicht mit Machu Picchu, Tikal oder den Pyramiden von Gizeh? Alles einzigartige Kulturschätze, ohne Frage, aber Angkor genießt seinen ganz eigenen Reiz: Der Dschungel, der die Stätte umgibt, die riesigen Würgefeigen, die das Baumaterial sprengen, die gigantischen Ausmaße, all das macht Angkor zu einem einmaligen Ort auf unserem Planeten. Mitte des 19. Jahrhunderts kam noch eine üppige und oft gefährliche Tierwelt dazu, dazu Einheimische, die nicht immer zimperlich mit den Eindringlingen umgingen (umgekehrt selbstverständlich auch nicht). Heute sind Gäste in Angkor herzlich willkommen – und seit Corona muss er sich die Stätte auch nicht mehr mit jährlich drei Millionen anderen Besuchern teilen, sondern genießt wieder die ganze Faszination der „Stars“ wie die Tempel Angkor Wat, Bayon oder Ta Phrom.    

Die oft übersehene Perle: Koh Ker

Schon zu Zeiten des touristischen Booms nach Kambodscha zwischen 2008 und 2019 machten wir mit vielen unserer Gruppen einen Abstecher zu den Tempelanlagen von Koh Ker. Hier genossen wir abseits der Touristenpfade das Flair des echten Entdeckens. Und auch jetzt ist Koh Ker in jedem Fall einen Besuch wert – zum Beispiel auf unserer Laos und Kambodscha Erlebnisreise. Was viele nicht wissen: Die größte Tempelpyramide Angkors steht nicht in unmittelbarer Umgebung von Siem Reap, sondern in Koh Ker, 100 Kilometer östlich der Stadt – der Prasat Thom! Zudem ist auch der Weg nach Koh Ker bereits ein Ziel, denn wir passieren kleine Dörfer und idyllischen Reisfelder, auf denen Bauern noch mit Pflug und Wasserbüffel die Felder bestellen.  

Khmer-Könige und traumhafte Schöpfungen der Natur

Bleiben wir bei Angkor: Die Arme der Dynastien reichen bis ins heutige Laos. Bei einigen unserer Touren besuchen wir im Süden des Landes das Wat Phou: Der Khmer-König Yasovarman I. nutzte die heute so bedeutende historische Anlage im 10. Jahrhundert als Pilgerstätte und schon damals verband eine Straße das Zentrum des Khmer-Reiches mit diesem Tempelkomplex. Genug von „alten Steinen“? Dann auf in die Natur! Bleiben wir bei Laos und blicken nach Nong Kiaw und Vang Vieng. Hier gibt es den so genannten tropischen Kegelkarst, an dem wir EuropäerInnen uns nicht satt sehen können. Es sind diese Felsnadeln, die aus der Ebene herausragen, am Morgen oft von Nebel umschleiert, die der ganzen Szenerie einen mystischen, fast schon gespenstischen Charakter verleihen. Wir entdecken die landschaftlichen Naturschönheiten in allen Arten – mit dem Bus, zu Fuß, per Rad, per Boot. Und ganz wichtig: Wir vergessen nicht, auch wirklich anzukommen, denn solch schöne Regionen muss man einfach auf sich wirken lassen!  

Mystische Halong Bay

  Auch die weltbekannte Halong-Bucht ist ein Naturwunder par excellence: Etwa zweitausend Karstfelsen, die fast senkrecht aus dem Wasser ragen, lassen die Landschaft wie ein gigantisches Labyrinth erscheinen. Der Sage nach war es ein Drache, der für die heutige Form verantwortlich ist: Er hinterließ mit seinem Schwanz tiefe Furchen in der Landschaft, die mit Meerwasser geflutet wurde, als der Drache abtauchte. Natürlich glauben wir diese Geschichte, denn vor allem, wenn wir an Bord unserer Dschunke, auf der wir auch übernachten, die Szenerie genießen, wird uns bewusst, dass Märchenwelt und Wissenschaft in Fernost gerne einmal verschwimmen.  

Für Aktive: Vietnams Norden, für alle das malerische Mekong Delta

Abenteuerlich und spektakulär ist die Bergwelt Nordvietnams – für unsere AktivPlus-Reise haben wir eine besonders spannende Region für euch gefunden, wenn wir durch die unfassbar schönen Berglandschaften mit herrlichen Wasserfällen um Cao Bang trekken; viel spannender und weniger überlaufen als die bekannte Region Sapa. Damit wir auch hier richtig ankommen und echtes Reisen erleben, übernachten wir während unserer Trekkingtour auch bei einheimischen Familien. Ganz im Süden von Vietnam befindet sich das riesige Mekong-Delta mit seinen vielen bunten Märkten und Obstgärten. Mit Fahrrad und Boot gehen wir hier auf Entdeckungstour; fast so, wie die ersten Forschungsreisenden Mouhot und Bastian!  
Afrikas Juwelen auf der Spur: Malawi und Sambia erleben
Das warme Herz Afrikas – wer Malawi schon einmal besucht hat, verbindet mit diesem Kosenamen mehr als die angenehmen Temperaturen dieses afrikanischen Binnenlandes. Warm sind allen voran auch die Einheimischen, die mit Freundlichkeit und Offenheit auf ihre Reisegäste zugehen. Zudem hat Malawi für Entdecker echtes Neuland zu bieten – Erlebnisse, die ihren Weg auf die Bucket List finden und Fotos, die von der Kameralinse festgehalten werden, haben bei einer Tour durch Malawi eines gemeinsam: Sie reihen sich nicht in das Muster einer typischen Afrika-Reise ein, selten hat man von ihnen gehört oder gesehen. Könnte es eine bessere Eintrittskarte in den unverfälschten Charme Afrikas geben? Wir bei WORLD INSIGHT jedenfalls brauchten nicht lang für die Entscheidung, das spannende Reiseland in einer Kombination mit Sambia in unserem Portfolio aufzunehmen – ganz zur Freude von Reiseleiter Harrison, der insbesondere für die Menschen in dieser Region Afrikas nur schwärmende Worte übrig hat: „Die Leute sind sehr freundlich und immer ganz begeistert, wenn Reisende aus aller Welt herkommen. Sie freuen sich noch so richtig darüber.“ Doch was macht eine Malawi-Sambia-Reise abgesehen von den freundlichen Einheimischen noch so besonders? Harrison wäre nicht unser Reiseleiter, hätte er auf diese Frage keine Antwort parat. „Wenn es um Wildtiere geht, dann begeistert vor allem Sambia sehr. Elefanten, Wasserbüffel, Giraffen und auch Leoparden sind hier heimisch. Wir machen Touren im South Luangwa-Nationalpark, da gibt es jede Menge zu sehen“, erzählt Harrison begeistert. [caption id="attachment_20328" align="alignleft" width="250"] Kennt Malawi und Sambia wie seine Westentasche: Reiseleiter Harrison.[/caption] Zwar steht der Nationalpark, der sich dank zahlreicher Anti-Wilderei-Kampagnen zu einem der berühmtesten Wildschutzgebiete weltweit entwickelt hat, erst ab Tag 12 auf dem Programm, doch für Harrison steht dieses Erlebnis unangefochten auf Platz eins dieser Erlebnisreise – ganz getreu dem Motto „das Beste kommt zu Schluss“: „Wir machen im South Luangwa-Nationalpark mehrere Pirschtouren und gehen auf die Suche nach Wildtieren. Dabei nutzen wir das erste und letzte Tageslicht.“ Wenn die Abendsonne die weitläufige Landschaft mit feurigem Orange besprenkelt und die Wildtiere in schwarzen Silhouetten nachmalt, wirkt es fast, als wollte sie den wilden Zauber dieses Ortes vor menschlichen Blicken schützen – und zur selben Zeit offenbaren. Die Magie des Ortes scheint sich in diesen Stunden auszudehnen, allen voran, wenn die Blicke auf eines der hier heimischen tierischen Vertreter trifft. Die Chancen stehen gut: 60 verschiedene Tierarten und stolze 400 Vogelarten leben hier!     [caption id="attachment_20313" align="aligncenter" width="745"] Der South Luangwa-Nationalparks ist bekannt für seine immense Artenvielfalt.[/caption]   Und da sind wir auch schon, bei der Frage, die sich so manch einer vielleicht gestellt haben mag: Warum ausgerechnet nach Malawi und Sambia reisen? Viele Tierarten sind in diesem Nationalpark endemisch, man findet sie also nirgends sonst. Ein guter Grund, findet Harrison, sich abseits der bekannten Pfade zu bewegen und diesen doch noch recht unbekannten Reisezielen eine Chance zu geben. Doch da gibt es noch weitaus mehr. Denn auch, wenn der South Luangwa-Nationalparks Harrisons persönliches Highlight ist, heißt das nicht, dass andere Reiseerlebnisse sich hinten anstellen müssen. Eine Kostprobe des Artenreichtums der Region bekommen Reisende schon ein paar Tage früher, in Malawis Lilongwe-Nationalpark. Flusspferde, Kudus, Elefanten, Krokodile und sogar Spitzmaulnashörner warten hier auf staunende Augen. Inmitten üppiger Borassus-Palmen, Impala-Lilien und zahlreicher Wildblumenarten, die sich insbesondere nach dem Regen in ihrer vollen Pracht zeigen, überkommt Reisende hier oft das Gefühl, sich in einer Traumwelt zu bewegen. Und wenn unsere Reisegäste mit dem Boot über den Shire-Fluss schippern, die Gläser in die Luft heben und aus dem Augenwinkel den Schemen eines Flusspferdes erhaschen, werden die Erlebnisse hier dem Wort „Abenteuer“ noch ein wenig gerechter. Aber auch der Malawi-See steht auf Harrisons Liste der Top-Highlights dieser Reise. Vorbei an traditionellen Dörfchen führt uns unser Weg entlang seines Ufers auf dieser Reise. Doch das ist es nicht allein, wenn wir sagen, dass wir auf dieser Reise auch der kulturellen Seite Malawis näherkommen. Unser Ziel ist die Mua-Mission, das kulturelle Herz des Landes. Hier bietet ein Museum Einblick in die lokalen Kulturen, Gäste können Kunsthandwerkern bei der Arbeit zusehen und traditionelle Tänze und Trächte bewundern.   [caption id="attachment_20308" align="aligncenter" width="745"] Entspannung pur – am Malawi-See kommt richtiges Strandfeeling auf![/caption]   Apropos Bewundern: Manch einer staunt nicht schlecht, dass Malawi trotz dass es ein Binnenland ist, mit jeder Menge Strandfeeling aufwartet. Wenn das Wellenrauschen sich mit dem fröhlichen Zwitschern der Vögel zu einem lebendigen Soundtrack vermischt, zu dem Erinnerungen an das herzliche Lächeln des Obst-Verkäufers oder den anmutigen Leoparden wogenhaft den Kopf fluten, dann scheint das Glück perfekt. Da könnte der niedliche Kosename „See der Sterne“ kaum passender sein. Kann das überhaupt getoppt werden? Harrisons Antwortet lautet: Ja! „Wir setzen auf der Reise auch nach Nakoma-Island im südlichen Teil des Malawi-Sees über. Hier ist es wie im Paradies“, erzählt unser Reiseleiter. „Es gibt ganz viele bunte Fische und verschiedenste Vogelarten wie zum Beispiel Eisvögel oder Nashornvögel“. Ebenso bunt wie die Fauna sind auch die Möglichkeiten, an diesem Ort aktiv zu werden. „Man kann hier natürlich baden, aber auch schnorcheln und kajaken oder einfach die Insel auf den vielen Naturwanderwegen kennenlernen.“ Dabei gestalten sich die Wanderungen an diesem ganz und gar tropischen Ort völlig anders als die am mächtigen Zomba-Plateau, das uns zu Beginn der Reise mit majestätischen Bergmassiven und dichtem Urwald in Empfang nimmt. Und doch haben wohl alle Stationen dieser Reise eines gemein: diese wohlige Wärme, die das Herz Afrikas verströmt.
Entdecke die Magie Jordaniens mit WORLD INSIGHT
[caption id="attachment_20614" align="alignright" width="250"] Ahmad ist unser Country-Manager in Jordanien.[/caption] Das Leben ist einfach sehr, sehr harmonisch und schön in Jordanien. Die Menschen genießen das Leben hier, ich denke das hat auch viel mit dem Wetter zu tun,“ erklärt Ahmad Elayan mit einem Lächeln im Gesicht. Der gebürtige Deutsche entschied sich vor einigen Jahren, seinen jordanischen Wurzeln zu folgen. Mittlerweile lebt er seit 16 Jahren in Jordanien. Dort ist er als unser Country-Manager der perfekte Ansprechpartner für unsere Jordanien-Reisen. Er weiß genau, was jede unserer unterschiedlichen Reisen ausmacht und warum man das Land mit WORLD INSIGHT entdecken sollte. „Die WORLD INSIGHT Touren sind sehr besonders, denn es sind längere Touren und der Gast sieht wirklich alles im Land,“ erklärt Ahmad. Ganz besonders ist natürlich die Nähe zu den Einheimischen, ein Punkt, der uns auf all unseren Reisen wichtig ist. Nur so kann man ein Land wirklich erleben!  

Zu Besuch bei den Beduinen

In Jordanien lernen wir beispielsweise die Beduinen kennen. Die Beduinen sind nomadische oder semi-nomadische Stämme, die traditionell in den Wüstenregionen Jordaniens, Syriens, Saudi-Arabiens und des Sinai zu Hause sind. In Jordanien treffen wir sie besonders im Wadi Rum und in der Region um Petra an. Traditionell waren die Beduinen Viehzüchter und lebten von der Haltung von Kamelen, Ziegen und Schafen, die sie durch die Wüstenlandschaften trieben, immer auf der Suche nach Wasser und Weideland. Auch wenn sich viele Beduinen mittlerweile in Städten und Dörfern niedergelassen haben, kann man auch heute noch einige Beduinen sehen, die in Zelten leben. Diese Beduinenzelte bestehen aus gewebter Ziegenwolle und werden aus diesem Grund als Beit al-sha'ar“, also Häusern aus Haar“, bezeichnet.   [caption id="attachment_20551" align="alignnone" width="745"] Eine besondere Erfahrung ist die Übernachtung im Beduinen Camp in Wadi Rum.[/caption]   Für das richtig besondere Erlebnis verbringen wir auf unseren Reisen jeweils eine Nacht in einem Wüstencamp in Wadi Rum und nächtigen dort in einem Beduinenzelt. Bei der AktivPlus-Reise, ist das Beduinencamp sogar drei Nächte lang unsere Heimat! Aber nicht nur die Übernachtung ist ein Erlebnis, auch die kulinarische Versorgung. Wir kommen in den Genuss eines traditionellen Beduinen-Gerichts, welches unter dem Sandboden gegart wird: Zarb“. Zarb ist besonders bekannt für seinen rauchigen Geschmack und die saftige Konsistenz des Fleisches, dank der ganz speziellen Zubereitung des Fleisch- und Gemüsegerichts in einem unterirdischen Ofen. Für den unterirdischen Ofen wird ein Loch im Boden gegraben, in dem ein Feuer entfacht wird. Dieses Feuer erzeugt Kohlen, die anschließend für das langsame Garen genutzt werden. Die Zutaten werden auf Metallgittern platziert und dann in den Ofen gesenkt. Der Ofen wird mit heißer Asche und Sand bedeckt, sodass die Hitze im Inneren des Lochs das Essen langsam und gleichmäßig über mehrere Stunden gart.   [caption id="attachment_20596" align="alignnone" width="745"] Unter der Erde gegart: das traditionelle Beduinen Gericht.[/caption]   „Das ist schon so ein kleines Highlight, wenn die Gäste im Beduinen-Camp ankommen. Sie schauen zu, wie das Gericht aus dem Boden genommen wird und dann speist man gemeinsam an einem Lagerfeuer,“ berichtet Ahmad. Kulturelle Begegnungen, gemixt mit Lagerfeuerromantik – klingt nach einer perfekten Reise! Aber die Reise wäre keine WORLD INSIGHT-Reise, wenn ein Highlight nicht das nächste jagen würde – egal ob AktivPlus, ComfortPlus, Family- oder Erlebnisreise!  

Jordanien von Norden bis Süden entdecken

Die ersten Reisehöhepunkte erwarten uns schon am Anfang. All unsere Reisen beginnen in der Hauptstadt Amman. Hier flanieren wir durch die quirlige Altstadt, die typisch-orientalischen Souks und entdecken auch moderne Bauten. Bei einem ganz besonderen Ausflug begeben wir uns auf die Spuren der römischen, byzantinischen und umayyadischen Zeiten auf dem Zitadellenhügel von Amman. Archäeologische Ausgrabungen werfen einen spannenden Blick zurück in Ammans Vergangenheit!   [caption id="attachment_20598" align="alignleft" width="350"] Amman zwischen Antike und Moderne.[/caption] [caption id="attachment_20600" align="alignright" width="350"] Der Tempel des Herkules.[/caption]                                  

Wüstenabenteuer

Endlose Weiten, feine Sandwüsten, Sandsteinfelsen, die mit einem Farbenspiel aus rot, gelb und weiß bezaubern, eindrucksvolle Burgen und die Mystik der Felsenstadt Petra. Wer nach Jordanien reist, kann es sicherlich kaum erwarten, Jordaniens facettenreiche Wüstenlandschaft zu erleben, die das Land so besonders macht. Auf unserer Erlebnisreise entdecken wir in der Nähe des Toten Meers das niedrigst gelegene Naturreservat der Welt – das Wadi Mujib. Wenn das Wetter es zulässt, folgen wir dem Siq-Trail, der abhängig vom Wasserstand in der Regel von Mitte April bis Mitte Oktober geöffnet ist. Hier trekken wir ausgestattet mit Schwimmwesten durch das Wasser bis zu einem traumhaftschönen Wasserfall! Aber keine Sorge, falls die Wanderung nicht möglich ist: wir haben eine Alternative in petto im Wadi Numeira. Das Wadi liegt ebenfalls in der Nähe des Toten Meeres und beeindruckt mit seinen unglaublichen Felsformationen und natürlichen Pools.   [caption id="attachment_20609" align="alignnone" width="745"] Ein ganz besonderes Trekking wartet im Wadi Mujib.[/caption]   Unsere Erlebnisreise wäre keine Erlebnisreise, wenn vor dem großen Highlight Petra nicht noch weitere besondere Erlebnisse warten würden! Zum Beispiel begeben wir uns für eine einfache Wanderung in das Dana-Naturreservat, in dem sich Wälder, Wüste und schroffe Felsen abwechseln. Unser Pfad führt uns von einer bewaldeten Hochebene bis in ein sandiges Tal hinab. Noch intensiver lernen wir Dana natürlich bei den Wanderungen auf unserer AktivPlus-Reise kennen! Weiter geht es zu der wahrscheinlich bekanntesten Sehenswürdigkeit Jordaniens: Die Felsenstadt Petra, die auf keiner unserer Reiserouten fehlen darf. Ahmad berichtet, dass zurzeit nicht allzu viele Reisende in Jordanien unterwegs sind. Es ist also die perfekte Zeit, um so ein Highlight wie Petra in Ruhe zu entdecken!   [caption id="attachment_20619" align="alignnone" width="745"] Darf auf keiner unserer Reisen fehlen: Die antike Stadt Petra.[/caption]   Nach einer ersten, gemeinsamen Besichtigungstour durch die antike Stadt, hast du an deinem freien Tag die Möglichkeit, auf eigene Faust loszuziehen. Hast du AktivPlus gewählt? Dann erlebst du noch eine spannende Wanderung abseits der Touristenpfade von Little Petra, das zur Zeit der Nabatäer ein wichtiger Handelsplatz war, bis zum Hintereingang von Petra. Auch in Wadi Rum warten viele, intensive Wanderungen auf unserer AktivPlus-Reise. Die besondere Atmosphäre und spannenden Highlights der Wüste entgehen dir auf unseren anderen Reisen zum Glück nicht, denn dort erkunden wir Wadi Rum per Jeep-Tour! Als Local besucht Ahmad Wadi Rum besonders gern, die Wüste ist sein persönliches Highlight in Jordanien. „Wadi Rum ist immer ein tolles Erlebnis. Der Ort ist ideal, um einfach mal abzuschalten und zu genießen. Besonders der Sternenhimmel bei Nacht ist dort wunderschön,“ schwärmt er.    [caption id="attachment_20599" align="alignnone" width="745"] Begeistert Reisende und Einheimische: Wadi Rum.[/caption]  

Entspannung am Toten und Roten Meer

Jordanien hat nicht nur spannende Städte und Wüstenabenteuer zu bieten. Wir lassen es uns nicht nehmen, den Salzgehalt im Toten Meer auszutesten, um entspannt im Meer zu treiben. In dem Ort Sweimah am Toten Meer stoppen wir auf unserer Erlebnis- und Family-Reise schon relativ am Anfang, um uns vor den kommenden Tagen in der Wüste zu entspannen. Kurz bevor die Reisen wieder in Amman enden, haben wir noch einen Aufenthalt in Aqaba am Roten Meer. Ein freier Tag steht ganz dir zur Verfügung. Du hast die Möglichkeit, viele tolle Ausflüge optional zu unternehmen, zum Beispiel Schnorcheln! Besonders beliebt auf unseren Family-Reisen ist auch der optionale Ausflug in einen Wasserpark.   [caption id="attachment_20606" align="alignnone" width="745"] Am Roten Meer gibt es viele schöne Buchten und Häfen zu entdecken.[/caption]   Auf unserer ComfortPlus-Reise genießt du die doppelte Portion Meeres-Entspannung am Ende der Reise. Von Wadi Rum aus fahren wir nach Aqaba. Zunächst besuchen wir den Privatstrand von Tala Bay am Roten Meer, um uns im Wasser abzukühlen. Am nächsten Tag geht es zurück in den Norden für zwei Übernachtungen am Toten Meer. Im Programm der AktivPlus-Reise stoppen wir zwar nicht am Roten Meer, dafür enden wir aber ebenfalls mit einer Auszeit am Toten Meer. Nach den vielen Wanderungen sorgt das salzreiche Wasser des Toten Meers für besondere Erholung  Balsam für alle Muskeln!  

Mit Einheimischen auf Augenhöhe

Egal ob AktivPlus-, ComfortPlus, Family- oder Erlebnisreise. Jede Reiseform birgt sowohl unterschiedliche als auch gemeinsame Höhepunkte. Die Reisegäste lernen das Land besonders intensiv kennen. In Erinnerung bleiben dabei sicherlich nicht nur die atemberaubenden Landschaften und Badetage an den Meeren, sondern besonders die Begegnungen mit Einheimischen. Übernachtungen oder Abendessen bei den Beduinen, Mittagessen bei einer Drusenfamilie, oder unser Besuch beim Frauenprojekt Bani Hamida in Mukawir, wo Frauen durch das Weben traditioneller Beduinenteppiche selbstständig Einkünfte haben. Es sind Begegnungen wie diese, die unsere Reisen zu Erlebnissen machen. „Die Reisen sind keine klassischen Touren. Die Gäste treffen wirklich mit Einheimischen zusammen, das ist etwas ganz Besonderes!“ findet Ahmad. Zu den Unruhen in den Nachbarländern erklärt Ahmad: „Jordanien ist ein friedliches Land und unsere Gäste reisen nur durch Jordanien, deswegen müssen sie sich keine Sorgen wegen des Kriegs im Nachbarland machen. Jordanien hat immer den Frieden behalten und die Grenzen für jeden Gast offen gehalten. Das ist einfach das Faszinierende an diesem Land, dass man auch mit den vielen Religionen, die es hier gibt, friedlich zusammenleben kann.“
Jordanien: Zwischen Naturwunder und Antike

Amman und Jerash: Auf den Spuren von Antike und Moderne

Unsere Reise begann in Amman und führte uns zuerst zur Moschee, in der bis zu 3.000 Gläubige Platz finden. Direkt gegenüber befindet sich eine christliche Kirche, was die faszinierende Atmosphäre des Respekts gegenüber religiösen Minderheiten unterstreicht. In der Moschee werden ausschließlich religiöse Themen behandelt, und politische Diskussionen bleiben außen vor. Dann besichtigten wir die Zitadelle in Amman mit Herkulestor, Empfangshalle des Herrschers, dem Theater und 2 Museen, die gut vermittelten, wie die Menschen dort früher gelebt und gearbeitet haben.   [caption id="attachment_20391" align="aligncenter" width="745"] Jerash.[/caption]   Jerash, eine alte Provinzhauptstadt der Römer, beeindruckte insbesondere durch das große Hippodrom, das Hadriantor und die sehr lange, von den Römern angelegte, Handelsstraße mit ihren prächtigen Säulen und dem Theater. Die Römer beeindruckten damals schon mit ihrer Baukunst: So fügte man in der unteren Reihe der Fels- und Kalksteine Löcher ein und erreichte damit im ganzen Theater eine hervorragende Akustik. Die riesigen Säulen wurden jeweils unten angespitzt, was bewirkte, dass man damit bis heute die starken Beben der Erdbeben ausgleichen konnte.  

Von Wüstenschlössern bis zum Toten Meer

Bei den 3 Wüstenschlössern, die wir tags darauf besichtigen, ist mir insbesondere das 2te in Amrah gut in Erinnerung geblieben. Dies wurde im 8. Jahrhundert von einem Prinzen aus Damaskus errichtet, der es sich hier mit 2 Tänzerinnen niedergelassen hatte. Es gab eine Trinkwasserversorgung durch einen 30 Meter tiefen Brunnen und auch 2 Bäder waren vorhanden. Die Wandmalereien hatten wohl byzantinische Künstler gestaltet, da Moslems keine Nacktszenen darstellen durften.   [caption id="attachment_20402" align="aligncenter" width="745"] Mount Nebo.[/caption]   Der Berg Nebo, mit Blick bis Jericho, war ein weiteres Highlight. Hier zeigte Gott Moses das gelobte Land, das Moses selbst nie betreten hat. Er verstarb auf diesem Berg. Ihm zu Ehren errichteten die Franziskaner hier eine Kirche. Dann ging es zum Toten Meer, 420 Meter unter dem Meeresspiegel. Vorher machten wir in einem Wadi noch eine sehr schöne Wanderung, wobei wir stellenweise durch einen Fluss wanderten – maximal wadentief – und rechts und links von uns bis zu 150 Meter aufragende Felsen. Den Entspannungstag am Toten Meer mit Baden und Schlammpackungen haben wir alle genossen. Am nächsten Tag besuchten wir bei Mkawer eine Weberei und anschließend den Berg Machareus, auf dem Johannes der Täufer von den Schergen des Königs Herodes hingerichtet wurde, da er die Liaison der Tänzerin Salome mit Herodes kritisierte.     Der Grand Canyon von Jordanien, das Wadi Mujeb, mit bis zu 500 Metern hoch umschließenden Felsen bot ein weiteres grandioses Naturschauspiel, wie auch die Kreuzritterburg von Karak.   [caption id="attachment_20392" align="aligncenter" width="745"] Wadi Mujib.[/caption]   Den nächsten Tag besichtigten wir das kleinste Hotel der Welt, die Kreuzritterburg von Shobak und anschließend ging es auf eine anspruchsvolle 3.5-stündige Wanderung im Dana Naturreservat.  

Petra und Wadi Rum: Abenteuer in Jordaniens Wüstenwelt

Und dann: Petra. Die 1,8 km lange Wanderung mit den rechts und links aufragenden Felsen ist schon ein Erlebnis. Dann öffnet sich plötzlich die Felsformation und der Blick auf das Schatzhaus wird frei. Muss man einfach erlebt haben! Dann die Besichtigung der unterschiedlichen Gräber der Nabatäer, Königsgräber, Mädchen Palast, das Kloster mit 820 Stufen und viele mehr. Am nächsten Tag machten wir ein 6-stündiges Felstrekking zum Opferplatz und Grab des Soldaten mit ganz fantastischen Aussichten. Hier haben wir sehr viel erfahren und gelernt – über die Geschichte, Leben, Baukunst, Stellung der Frau in der Gesellschaft, Architektur der Nabatäer und ihre Handelswege, die vor über 2.000 Jahren schon bis China und Europa reichten. Am nächsten Tag haben wir dann bei einer 4-ständigen Jeep-Fahrt die grandiose Landschaft des Wadi Rum erkundet. Die Brücke Um Frouth Rock Arch ist etwas für Reisende, die über keine Höhenangst verfügen und trittsicher sind. Die Übernachtung in luxuriösen Zelten im Wadi Rum war ebenfalls ein tolles Erlebnis. Bei dem anschließenden Besuch in Aqaba gab es die Möglichkeit, die Moschee zu besuchen, baden zu gehen, einen Bootsausflug mit Schnorcheln oder Tauchen zu machen, oder einfach nur ausgiebigen Shoppen zu gehen. Nach unserer Weiterfahrt gab es in Amman ein 3-gängiges Gala Menü, womit diese fantastische Reise leider ihren Abschluss fand. Gern fasse ich wie folgt zusammen: [caption id="attachment_20399" align="alignright" width="380"] Die Schatzkammer in Petra.[/caption]          

Jordanien, Du gelobtes Land,

In Freundschaft reichst Du mir die Hand.

Zeigst mir Deiner Schönheit ganzen Pracht,

Was mich bezaubert, glücklich macht!

So hast Du sehr bereichert mich;

Drum' lob sehr gern und preis ich Dich.

 
Ein Wiedersehen mit Thailand und WORLD INSIGHT
Die Idee, die Thailand Reise zu unternehmen, war schon im zeitigen Sommer geboren. Es sollte nach der Pandemie ein neuer Anlauf genommen werden. Allerdings waren grundsätzliche gesundheitliche Gründe zu bedenken, denn wir waren nicht mehr die Jüngsten. Anne ist 75 Jahre und Volker 80 Jahre alt. Wir fühlen uns zwar noch fit, aber in diesem Alter fordern die langen Flüge, die Zeitumstellung sowie die klimatischen Verhältnisse Energien von uns ab, die im Speicher nicht mehr in Gänze vorhanden sind. [caption id="attachment_20531" align="alignleft" width="203"] Die Reise begann mit vielen Eindrücken In Bangkok.[/caption] Ausschlaggebend für eine Entscheidung zugunsten der Verwirklichung dieser Reise war letztlich die Erinnerung an eben dieselbe Thailand-Reise, die wir vor 11 Jahren, ebenfalls mit WORLD INSIGHT unternommen hatten und die wir nochmals erleben wollten. Allerdings wählten wir nicht wie damals die Erlebnisreise, sondern gönnten uns die ComfortPlus-Reise. Mit der Buchung war letztlich die Entscheidung gefallen und die Vorfreude auf den Besuch Thailands konnte damit beginnen. Wir erinnerten uns an duftende Garküchen, Tierstimmen aus Baumkronen und nicht zuletzt an die Lebensfreude der Bevölkerung, basierend auf dem buddhistischen Glauben. Der Flug verging buchstäblich im Fluge, trotz einer Zwischenlandung in Dubai. In Bangkok gelandet, erwartete uns unser Reiseleiter, Mister Aeng und mit der Fahrt in einem komfortablen Minibus ging es mitten hinein ins quirlige Stadtleben von Bangkok. Nach einem schnellen Check-in ins 5-Sterne-Hotel „Chatrium Riverside“, das einen tollen Blick auf den Fluss und die Stadt bietet, ging es mit dem hoteleigenen Shuttleboot auf dem Chaophraya-Fluss in die Klongs von Bangkok. Überwältigt waren wir beim Besuch im Museum der königlichen Barken von dem Glanz und der prachtvollen Ausstattung. Heute dienen die Barken bei Prozessionen für die königliche Erscheinung; in früheren Zeiten wurden sie als Kriegsschiffe eingesetzt. Des Staunens noch nicht genug, war eine Steigerung der Besuch des früheren Königstempels Wat Arun mit seinen unzähligen glitzernden Porzellanplättchen, die eine unglaubliche Dekoration für den knapp 80 m hohen Tempel bilden. Bei unserem Besuch trafen wir auf eine Schülergruppe, die in historischen Gewändern gekleidet hervorragend zu der Ausstrahlung der Tempelanlage beitrug.  

Der Höhepunkt von Bangkok und berührende Momente am River Kwai

Tags darauf ging es zum eigentlichen Höhepunkt Bangkoks und vielleicht auch der ganzen Reise, dem Wat Phra Kaeo und dem nahegelegenen Wat Pho. Beide liegen auf einer Grundfläche, die der Größe eines Stadtteils gleichkommt und besitzen eine Ausstrahlung mit ihren goldenen Chedis, steinernen Figuren und vor allem den inspirierenden Buddha-Figuren, die wir immer wieder empfinden und nicht vergessen werden. Wir haben die beiden Tempelanlagen bereits mehrfach besucht und sind immer aufs Neue von der Pracht dieser Palastanlage aufs Tiefste beeindruckt. Auf dem weiteren Weg nach Norden war die Freude auf unberührte Natur nahe der Stadt Kanchanaburi riesengroß. Wurde aber zunächst getrübt durch den Besuch des Veteranenfriedhofs der beim Bau der River Kwai-Brücke im 2. Weltkrieg unter entsetzlichen Umständen qualvoll verstorbenen japanischen, australischen und alliierten Soldaten. Insofern hatte die Besichtigung der River Kwai-Brücke einen traurigen Beigeschmack, der auch bei der Fahrt im „Todeszug“ noch andauerte, dieser Zug, genannt eben nach dem Bau der Brücke bzw. der Bahnlinie zwischen Siam und Burma während des 2. Weltkrieges, die so viele tote Soldaten forderte.     Umgestiegen vom Zug aufs Boot, konnten wir am späten Nachmittag in ein Naturparadies eintauchen. Ein Hotel im Fluss, im River Kwai. Und drumherum unberührte Natur, Urwald, Bambuswälder links und rechts des Flusses, eine Ruhe, nur unterbrochen vom Singen der Vögel in den Baumkronen. Und dem Trompeten eines Elefanten am nächsten Morgen, der ein erfrischendes Bad im Fluss nahm. Dankbar nahm er die von uns angebotenen Reste der Ananasfrüchte an, die wir ihm auf unserem Spazierweg zu einem in der Nähe gelegenen einheimischen Dorf anboten. Ein Kontrast - dieses im Dschungel dösenden Lebens, im Fluss der Zeit dahinfließend - zu dem am Tag zuvor erfahrenen Großstadttrubel. Das Leben im und am Fluss bleibt uns unvergesslich.  

Besichtungen der Königsstädte

Das nächste Ziel bildete die frühere Königsstadt Ayutthaya mit seiner bewegten Vergangenheit, wovon etliche Ruinen vormals stolzer Tempel zeugen. Die Hauptattraktion bildet der Buddha-Kopf, eingewachsen in den Wurzeln eines Feigenbaums. [caption id="attachment_20528" align="alignright" width="250"] Die Attraktion des Buddha Kopfs im Feigenbaum hat eine berührende Geschichte.[/caption] Die Birmanen hatten im Krieg mit Siam den Buddha-Figuren die Köpfe abgeschlagen und so enthauptet, hatten die Menschen symbolisch ihr Leben eingebüßt und damit den Krieg verloren. Jedoch wurde ein Kopf einer Buddha-Figur vergraben, die Wurzel des Feigenbaums brachte den Kopf lange danach wieder ans Licht und das religiöse Leben war neu geboren. Eine uns berührende Geschichte. War Ayutthaya schon imponierend, so war Sukhothai noch gewaltiger im Anblick. Wir hatten das große Glück, dass wir Zeuge einer Probe für ein musikalisches Theaterstück wurden. Es war eine Traumkulisse in den mystisch angestrahlten Ruinen der ehemaligen Hauptstadt. Tags darauf konnte die Kulisse mit dem Fahrrad erkundet werden. Einzigartige Chedis, zahlreiche Buddha-Figuren, überragt von einer Buddha-Figur, die am Ende einer beidseitigen Säulenreihe alles überstrahlt. Erwähnt sei noch die Unterkunft in Sukhothai, das Hotel „Le Charme Resort“. Eingebettet in kleinen Seen, über und über mit Lotosblüten bedeckt, hatten die individuellen Häuschen wirklich einen charmanten Rahmen. Weiter nach Norden kam der Höhepunkt in dieser Region: Chiang Mai. Und hier brillierte Mister Aeng, unser Reiseleiter, nicht zum ersten Mal. Chiang Mai ist seine Geburtsstadt, hier hat er unter anderem Germanistik und Geschichte studiert, daher seine sehr guten Deutsch- und Geschichtskenntnisse. Chiang Mai ist ein Ort der inneren Einkehr, trotz des geschäftigen Treibens in dieser Stadt. Eine Stadt, die gefühlt nur aus Tempeln, Klöstern und gelebter Religion ihr Dasein schöpft. [caption id="attachment_20518" align="alignleft" width="263"] Der goldene Tempel ist besonders beeindruckend.[/caption] Die Krone all dessen liegt tatsächlich oben, oberhalb von Chiang Mai, in den Bergen, und trägt den Namen Wat Doi Suthep. Ein Tempel in Gold gehüllt, gefühlt und real. Die Buddhas, Chedis und Nagas - überall glänzendes Gold. Schaut man ins Innere der Klosterräumlichkeiten, so spürt man den Geist des buddhistischen Glaubens bei den Mönchen, den im Gebet versunkenen Pilgern und auch den innehaltenden Besuchern. Eine einmalige Szenerie, unvergesslich. Eine Segnung durch den Abt des Klosters war der persönliche Höhepunkt an diesem Tag. Erwähnt werden soll noch ein besonderes Ereignis am Abend dieses Tages.  Im Hotel angekommen musste Mister Aeng uns mitteilen: Das Hotel ist ausgebucht, keine Reservierung für uns bekannt. Es ist der Wendigkeit von Mister Aeng und vor allem dem schnellen Handeln von WORLD INSIGHT und dessen Vertreter in Thailand zu verdanken, dass wir Gäste innerhalb weniger Minuten ein Hotel anfahren konnten, in dem wir zum Ausgleich die Suiten für diese und die folgende Nacht bekamen. Als zusätzliches Bonbon bekamen wir noch ein Abendessen auf Kosten von WORLD INSIGHT. Wahrlich lobenswert.  

Auf dem Weg zum „Goldenen Dreieck“

Aber auch der folgende Tag hatte Besonderes zu bieten. Eine Wanderung zu den Bergvölkern der Akha und Karen. Wir konnten die Frauen beim Weben von Stoffen beobachten, lernten etwas über den Anbau von Gemüse und hatten anfangs eine Stille und Ruhe in einer nahezu unbewohnten, landschaftlich sehr schönen und abwechslungsreichen Gegend. Erst als wir eines der Bergdörfer erreichten, wurde es etwas laut, da die Frauen kleine selbst hergestellte Handarbeiten als Souvenirs anboten. Wenige Kilometer weiter konnten wir uns im warmen Quellwasser wieder erholen für die Durchquerung einer Höhle mit einigen bemerkenswerten religiösen Reliquien. Am nördlichsten Punkt Thailands, dem Goldenen Dreieck, angekommen, konnte man links einen Blick nach Myanmar werfen, nach Osten sah man nach Laos, ein seltsames Gefühl beschlich uns, ähnlich einem Rausch mit Bildern aus einer anderen Welt. Real konnten wir gegenüber in beiden benachbarten Ländern große Gebäude sehen, Casinos großen Ausmaßes, von Chinesen gebaut, für Chinesen und deren Sinn für den Gewinn aus der (Spiel)-Sucht. Ein kurzer Besuch im Opium-Museum und eine Bootsfahrt auf dem Mekong mit Blick auf die zu Ehren der Thai-Königin Sirikit erbauten übergroßen Buddhastatue runden den Besuch dieses geschichtsträchtigen Punktes ab.  

Eine wundervolle Reise geht zu Ende

Langsam gingen die Urlaubstage zu Ende. Es ging wieder nach Süden, nach Chiang Rai, von dort aus sollten wir den Flug zurück nach Bangkok nehmen. Doch zuvor besichtigten wir den in der Nähe von Chiang Rai befindlichen Schnee-Tempel. Mit dem Bau des in komplett weiß gehüllten, äußerst skurrilen Tempels eines thailändischen Künstlers wurde Ende der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts begonnen und soll Mitte dieses Jahrhunderts fertiggestellt werden. Ein wirklich etwas gewöhnungsbedürftiges Objekt ist jedenfalls unsere Meinung.   [caption id="attachment_20533" align="alignnone" width="745"] Auf Koh Samet lassen sich die letzten Urlaubstage perfekt genießen.[/caption]   Nach dem schnellen Flug nach Bangkok und sofortiger 3-stündiger Minibusfahrt ging es in südöstlicher Richtung auf die Insel Koh Samet, eine halbe Bootsstunde vom Festland entfernt. Im super komfortablen „Sai Kaew Beach Resort“ hatten wir Zeit und Muße, die Höhepunkte dieser Reise nochmals im Geist vorüberziehen zu lassen. Zumal es tagsüber fast unmöglich war, infolge der doch weit höheren Temperaturen gegenüber dem Norden irgendwelche Aktivitäten zu unternehmen. Ausgenommen einer wohltuenden Massage. Natürlich dauerte der Rückflug eine halbe Ewigkeit, kein Wunder, erwartete uns wieder der graue Alltag, das kalte Winterwetter, der Zeitunterschied. Gründe genug, wieder einen Flug zu einem Urlaubsland zu buchen, denn hinzu geht der Flug im Fluge herum, das haben wir ja schon mal festgestellt.  

Reisefazit

Diese Nordthailand-Reise war wundervoll. Vielleicht machen wir diese Reise noch ein drittes Mal. Wegen der freundlichen Menschen, der reichhaltigen Kultur, der mächtigen Landschaften, dem angenehmen Klima. Nur mit dem Essen müssten wir uns schwerlich arrangieren. Linsen mit Spätzle müssten wir einfliegen lassen. Aber auch da würde WORLD INSIGHT einen Weg finden, so wie ich sie einschätze.